Wohnen
Mieten in Deutschland steigen rapide
05.09.2010 | 13:17 Uhr 2010-09-05T13:17:00+0200
Frankfurt. Erstmals seit fast 20 Jahren steigen die Mieten in Deutschland rapide. Laut einem Medienbericht müssen Neumieter in kreisfreien Städten durchschnittlich fünf Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr - in Düsseldorf sind es gar 13 Prozent.
Die Mieten in Deutschland steigen laut einem Zeitungsbericht erstmals seit fast 20 Jahren wieder rapide. Neumieter in kreisfreien Städten müssten heute durchschnittlich fünf Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf das Immobilien-Marktforschungsinstitut Empirica. In vielen einzelnen Städten stiegen die Mieten demnach noch stärker. In Berlin koste das Wohnen heute 14 Prozent mehr als vor einem Jahr, in Düsseldorf seien die Mieten im Schnitt um 13 Prozent gestiegen, in Köln und Bonn um zwölf Prozent. Auch in Hamburg und Frankfurt am Main wurden die Mieten den Angaben zufolge mit sieben Prozent überdurchschnittlich stark angehoben.
Grund für die Mieterhöhungen sei, dass viele Städte seit Jahren an Einwohnern gewonnen hätten, die noch dazu immer häufiger allein lebten, sagte Empirica-Immobilienexperte Reiner Braun der „FAS“. Es seien aber nicht so viele neue Wohnungen gebaut worden. Außerdem habe sich in diesem Jahr der wirtschaftliche Aufschwung ausgewirkt. „Die Leute sind zuversichtlicher geworden und ziehen auch eher einmal um. Deshalb können die Vermieter höhere Mieten durchsetzen,“ erläuterte Braun.
Nachholeffekt bei Vermietern
Die Vermieter hätten einiges nachzuholen, schrieb die Zeitung. Seit 1993 seien die Mieten kaum gestiegen, sagte demnach der Marktforscher Andreas Schulten vom Institut Bulwien Gesa. „Relativ zu den Einkommen ist Wohnen in Deutschland 17 Jahre lang billiger geworden. Da setzt nun ein Nachholeffekt ein,“ analysierte Schulten.
Auch in kleineren Städten können die Mieten dem Bericht zufolge schnell steigen. In Zweibrücken beispielsweise hätten die Preise um zwölf Prozent angezogen, in Jena um zehn und in Rostock um acht Prozent. Nach wie vor gebe es allerdings Städte, in denen die Mieten nur langsam steigen, berichtet die „FAS“. So seien in München neu vermietete Wohnungen nur drei Prozent teurer als vor einem Jahr, in Stuttgart zwei Prozent. In Kiel seien die Mieten sogar um vier Prozent gesunken.
Im Durchschnitt in ganz Deutschland ermittelte Empirica laut „FAS“ eine Mietsteigerung von 3,4 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf inserierte Kaltmieten für die Vermietung von 60- bis 80-Quadratmeter-Wohnungen mit gehobener Ausstattung, die frühestens im Jahr 2000 gebaut wurden. (afp/ddp)

07:58
Nebenkosten erzeugt der Mieter, das ist richtig. Schaut man sich die Nebenkosten der Deutschen Annington an, riecht man Abzocke. Wie kann es sein, dass dieser Verein teilweise über 300€ an Nebenkosten für eine 76 qm Wohnung in Dortmund kassiert ? Natürlich werden Anfragen nicht beantwortet...so vertreibt man Interessenten, die normal arbeiten gehen und für ihre Miete selber sorgen. Vielleicht ist es auch eine neue Praxis, dass man nicht mehr miteinander redet.
17:24
Neu-Vermietungen, nur darum geht es hier. Wen wundert es, wenn die Baukosten durch immer mehr Vorschriften steigen. Jeder der etwas rechnen kann, wird schnell erkennen, ab wann das eingesetzte Geld erst Rendite bringt. Nebenkosten, die verursacht nicht das Gebäude, sondern die Nutzer, also Mieter. Das die auch von denen bezahlt werden müssen, sollte doch bekannt sein.
17:11
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17:06
# 5 von Hans W.
Nebenkosten können nicht mal so eben auf Mieter abgewälzt werden wie Sie schreiben, sondern das sind tatsächlich vorhandene Kosten, wie z.B. Grundbesitzabgaben (Müllabfuhr etc.), die von der Stadt erhoben werden und nicht vom Vermieter. Ebenso sind Gebäudeversicherungen notwendig. Soll die etwa der Vermieter alleine tragen? Dann würden keine mehr abgeschlossen und wenn das Haus abbrennt oder sonst was passiert und keiner käme für den Schaden auf, hätte der Mieter das Nachsehen und das Gejammer wäre groß. Und das die Mieten steigen ist auch nicht verwunderlich, denn auch die Reparaturen am Haus werden mit den Jahren wie alles andere teurer und wären kaum noch zu finanzieren, weil man bei niedrig bleibender Miete keine Rücklagen schaffen kann, die dafür notwenig sind. Leider wächst das Geld noch nicht auf den Bäumen :-).
16:50
10 Gelsenkirchen stände wesentlich besser da, wenn sie jedem H4ler 10000 Euro Handgeld zahlt damit der nach Düsseldorf umzieht.
16:35
Mieten in Deutschland steigen rapide
Stört die Kommunen aber nicht, sich bei ALG II-Beziehern bei der Anerkennung der Kosten der Unterkunft nur einen Bruchteil von den wahren Mietkosten zu übernehmen.
Welcher ALG II-Bezieher wird von seiner Kommune nicht zu einem Zwangsumzug in Ghettos gezwungen?
Wir haben eine SPD-geführte neue Landesregierung in Düsseldorf.
Die SPD ist dafür verantwortlich, dass millionen Menschen zum Zwangsumzug gezwungen werden.
WARUM unterbindet die SPD es nicht endlich, dass die unsäglichen Zwangsumzüge endlich ein Ende haben und die tatsächlichen Wohnkosten bei Bedürftigen übernommen werden?
15:58
kein wunder das die mieten steigen .wenn die ganze whg an investmentfirmen verkauft werden und die brauchen ihre renditen und wenn nicht werden mieten erhöht .das ist schuld der kommunen in dem sie ihre whg an solche firmen verkaufen und was ist .Die stadt kassiert einmal ab und muss in form von wohngeld und sonstige zuschüsse dazu schiessen .d.h iins eigene bein gepinkelt .
man hätte nie eigentum verkaufen sollen
15:18
Kapitalrenditen von 15 bis 25 Prozent sind das was Investoren erwarten. Bei Immobilien liegen sie deutlich unter 10 Prozent.
Da muss was getan werden, sonst wandern die Investoren ins Ausland ab. Nachher endet das dann noch so wie nach dem Krieg, als Menschen in Wohnbauvereinen sich gegenseitig halfen ihre Wohnungen zu bauen.
Wenn solche Selbsthilfe um sich greift, können uns unsere Wirtschaftspolitiker nicht mehr anhand von steigenden Unternehmergewinnen nachweisen wie gut es uns geht.
15:05
Stephan: wo wohnen Sie? Eigentumswohnung, Haus, Erdloch, ganz was anderes?
Und in der Tat: die Mieten sind alles andere als zu niedrig. Im Gegenteil: sie sind inzwischen blanke Abzocke. Wenn ich daran denke, was wir für diese Bruchbude hier schon bezahlen... angeblich ist der Mietpreis noch billig... (Wenn Umziehen nur ein bisschen weniger teuer wär...)
14:46
Wir zahlen seit 10 Jahren keine Miete mehr.
Das ist ein schönes Gefühl und Nebenkosten liegen bei nur gut 25€ im Jahr. Herrlich!