Michael Keaton will nicht verzweifelt gefallen

In "Birdman" spielt Michael Keaton einen abgehalfterten Schauspieler. Für den Mimen keine Rolle, mit der er sich identifizieren kann. Zuneigung und Ruhm lehne er zwar nicht ab, wie er jetzt in einem Interview erklärt, aber: "Um glücklich zu sein, brauche ich keine Karriere."

Alles nur Schall und Rauch? Schauspieler Michael Keaton (63, "Need for Speed") will nicht vom Ruhm abhängig sein: "Um glücklich zu sein, brauche ich keinen Karriere", sagt der "Birdman"-Mime der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Zuneigung des Publikums sei für ihn schon früh in seiner Laufbahn als Schauspieler eine "offensichtliche Falle" gewesen. Das habe er von Anfang an gewusst. "Ich wollte nicht verzweifelt gemocht werden", erklärt der 63-Jährige.

Dennoch habe der Schauspieler natürlich nichts dagegen, wenn man seine Arbeit gut fände: "Ich freue mich über die Liebe des Publikums, aber ich meine, sie nicht zu brauchen", sagt Keaton. Niemals hätte er deshalb alles auf eine Karriere in Hollywood gesetzt. "Wenn du diesen Weg gehst, bist du am Ende der Arsch", das habe der "Batman"-Star früh analysiert.

Für Keaton gibt es deshalb viele andere Dinge im Leben - außerhalb der Traumfabrik. Er verrät: "Ich renoviere gerne Häuser, und ich liebe es, angeln zu gehen." Das wecke den Jagdinstinkt in ihm. Keaton lebt auf einer Ranch, wo er Tiere hält. Die müssten versorgt werden: "Ich habe mich noch keinen Tag in meinem Leben gelangweilt", so sein Fazit.

Wenn er dann aber arbeitet, steht der Darsteller für große Hollywood-Produktionen vor der Kamera. Zuletzt drehte er das Drama "Birdman", in dem er einen abgehalfterten Schauspieler mimt. Eine seiner Rollen, mit der sich laut eigenen Aussagen am wenigsten identifizieren konnte, da die Figur vom Ruhm abhängig sei. Er ist in der Rolle für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert.