„Meuterei“ auf britischem Kreuzfahrtschiff

Den Haag..  Er wollte ihr Leben nicht gefährden, versäumte aber ein Krisenmanagement für die rund 2000 Passagiere seines Kreuzfahrtschiffes „Queen Elizabeth“. Da meuterten die Touristen gegen ihren Kapitän.

Sie freuten sich auf Amsterdam, wollten die Weihnachtsmärkte besuchen. Doch sie sahen Amsterdam nicht einmal aus der Ferne: Der Kapitän der ,,Queen Elizabeth‘‘ wagte es wegen eines Sturms nicht, die Schleuse Ijmuiden vor dem Hafen Amsterdams anzulaufen. Er beschloss, zurück ins britische South­ampton zu fahren.

Da der Amsterdam-Trip vier Tage dauern sollte, drehte er Runde um Runde auf der Nordsee. Die Passagiere informierte er nicht, organisierte kein Sonderprogramm. Hunderte der meist britischen Passagiere meuterten. Laut riefen sie: ,,Wir wollen den Kapitän sprechen.‘‘ Aber der ließ sich nicht sehen. Über die sozialen Netzwerke beschwerten sich die Passagiere, die 800 Euro bezahlt hatten. Schließlich schritt die britische Reederei ein. Jeder Gast durfte auf Kosten des Veranstalters für 60 Euro an Bord einkaufen. Die Reederei un­terstützte aber auch den Kapitän: Wegen des Sturms sei die Schleuseneinfahrt zu gefährlich gewesen.