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Mehr Porto, kein Kehrmonopol - Was sich 2013 ändert

28.12.2012 | 17:31 Uhr
Mehr Porto, kein Kehrmonopol - Was sich 2013 ändert
2013 fällt das Monopol der Schornsteinfeger. Hausbesitzer können nun frei bestimmen, wer bei ihnen kehrt. Das bringt Vorteile, birgt jedoch auch das Risiko, Fristen zu versäumen.Foto: Nigel Treblin/dapd

Essen.  2013 fällt das Schornsteinfeger-Monopol, das Porto für den Brief steigt um drei Cent, die teuren Warteschleifen am Telefon werden gekappt. Die Verbraucherzentrale NRW weist auf wichtige Neuerungen hin: Worauf sich Verbraucher einstellen müssen.

Vom Schornsteinfeger bis zur kostenlosen Warteschleife: Auf Verbraucher kommen im nächsten Jahr zahlreiche Veränderungen zu. Die Verbraucherzentrale NRW hat einige wichtige Neuerungen sortiert.

Das Monopol der Schornsteinfeger fällt

Zum 1. Januar 2013 fällt das sogenannte Kehrmonopol: Ab 2013 darf jeder Hausbesitzer seinen Schornsteinfeger frei wählen, ist aber gleichzeitig auch selbst für die Einhaltungen der Kehrfristen verantwortlich.

Hausbesitzer müssen nun selbst aktiv werden, damit Heizungsanlagen und Kamine in dem Rhythmus gewartet und gereinigt werden, wie es ihr Feuerstättenbescheid vorschreibt. Künftig haben sie die Möglichkeit, auch Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, die als freie Schornsteinfeger bei der Handwerkskammer zugelassen sind, mit den Reinigungs- und Wartungsaufgaben zu beauftragen.

Schornsteinfeger
Das Monopol am Kamin fällt - aber nur zum Teil

Von 2013 an können Hauseigentümer die Aufträge zur Wartung und Reinigung ihrer Heizungsamlagen frei vergeben. Die Bezirksschornsteinfeger behalten aber ihre hoheitliche Kontrollfunktion, erstellen den Feuerstättenbescheid und führen das Kehrbuch. Das Monopol fällt also nur in Teilen.

Vorteil für Kunden: Während der Bezirksschornsteinfeger für diese Dienste einen festen Preis entsprechend der Gebührenordnung verlangt, kalkulieren die freien Schornsteinfeger ihre Preise selbst. Angesichts von Angebot und Nachfrage erwarten manche künftig niedrigere Preise. Abhängig ist das jedoch von der Wechselbereitschaft der Hausbesitzer. Die Schornsteinfeger-Innungen hingegen rechnen mit moderat steigenden Preisen.

Der Bezirksschornsteinfeger ist aber keineswegs ein Auslaufmodell: Im Rahmen der Feuerstättenschau prüft er als hoheitliche Aufgabe in einem Turnus von bisher fünf Jahren (in Zukunft 3,5 Jahre) die sicherheitsrelevanten Bestandteile der Heizungsanlage wie zum Beispiel Abgasleitungen und legt fest, welche Kehrarbeiten anfallen. Auch nimmt er neue Kamine sicherheitstechnisch ab. Ab 2014 werden die Bezirksschornsteinfeger im Rahmen einer Ausschreibung für sieben Jahre ausgewählt. In diesem Zeitraum müssen sie dann zweimal eine Feuerstättenschau in den Häusern ihres Bezirks vornehmen.



Kommentare
31.12.2012
10:57
Mehr Porto, kein Kehrmonopol - Was sich 2013 ändert
von ulrics | #1

Und was machen jene, die nicht im Internetergänzungsmarken kaufen möchten, wollen, können? Geht das auch in der Postfiliale?

1 Antwort
Mehr Porto, kein Kehrmonopol - Was sich 2013 ändert
von Neumoerser | #1-1

das geht nur im Internet und nach Zahlung von 5€ Anmeldegbühr. ;-)

ntürlich auch in der Filiale!

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