Das aktuelle Wetter NRW 26°C
Verbrechen

Maximalstrafe für Anstiftung zum „Facebook-Mord“ in Niederlanden

12.11.2012 | 22:50 Uhr
Maximalstrafe für Anstiftung zum „Facebook-Mord“ in Niederlanden
Sie hatten einen Jugendlichen angestiftet, ein Mädchen zu töten: In den Niederlanden sind eine 16-Jährige und ihr Ex-Freund am Montag zur möglichen Höchststrafe von zwei Jahren Haft verurteilt worden. Foto: dapd

Berlin.  Weil sie über das Online-Netzwerk Facebook einen Mord an einer 15-Jährigen in Auftrag gegeben hatten, sind zwei niederländische Jugendliche zu je zwei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Arnheim ordnete am Montag zudem an, das Pärchen anschließend drei Jahre in der Psychiatrie unterzubringen.

Wegen der Anstiftung zum sogenannten Facebook-Mord sind zwei Jugendliche in den Niederlanden zu jeweils zwei Jahren Haft und einer anschließenden Therapie in einer psychiatrischen Klinik verurteilt worden. Damit habe das Gericht in Arnheim die Maximalstrafe für Jugendliche verhängt, berichtete die Zeitung „Algemeen Dagblad“ am Montag auf ihrer Internetseite.

Das 16-jährige Mädchen und ihr heute 18-jähriger Ex-Freund hatten Anfang des Jahres einen weiteren Jugendlichen dazu angestiftet, die ehemals beste Freundin des Mädchens zu töten. Der Tat war ein Streit vorausgegangen, weil das spätere Opfer im sozialen Netzwerk Facebook Gerüchte über die nun Verurteilte gestreut haben soll. Wegen des geringen Alters von Tätern und Opfer sowie des banalen Grundes für die Tat hatte der Fall unter der Bezeichnung „Facebook-Mord“ international für Schlagzeilen gesorgt. (dapd)

dapd Berlin


Kommentare
13.11.2012
08:53
Verhältnismäßigkeit von Strafen
von JOJOJONNY | #2

Wenn man dann mal eine andere Strafe dagegensetzt: "Sechs Jahre Haft wegen Steuerhinterziehung für 48-Jährigen" wird einem erneut klar, dass die Herren Politiker das Geld über alles stellen. Denn wenn die Richter die Höchststrafe vergeben, dann haben die Politiker keine höhreren Strafen vorgesehen...

12.11.2012
23:17
Maximalstrafe für Anstiftung zum „Facebook-Mord“ in Niederlanden
von RiN77 | #1

Meine Güte, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es irgendwo auf der Welt neben Deutschland noch ein Land gibt, welches noch lächerlichere Jugend"strafen" verhängt!

Was die 3 Jugendlichen als "Maximalstrafe" für einen vorsätzlichen und gut vorbereiteten Mord sowie schwerer Körperverletzung an einem weiteren Menschen erhalten haben, grenzt wirklich schon ans Lächerliche und verdient kaum noch die Bezeichnung "Strafe"!!!

Irgendwann kippt die Stimmung der Menschen in den ganzen liberalen Ländern und der Ruf nach einem vermeintlich starken und gerechten Mann im Staat wird laut.
Das wird dann wieder die Stunde der rechten Rattenfänger!

Weiter so, liebe Justiz!

Aus dem Ressort
Extrem-Schwimmer - Professor zu Rhein-Abenteuer gestartet
Rhein
Voller Tatendrang und der Kälte zum Trotz will ein Chemie-Professor aus Baden-Württemberg den Rhein von der Quelle bis zur Mündung entlangschwimmen. Ziel neben Rotterdam: für seine Hochschule ein Analyse-Gerät kaufen können.
Übergriffe auf deutsche Moscheen nehmen drastisch zu
Islam
Die Übergriffe auf deutsche Moscheen nehmen zu. Jahrelang lag der Schnitt bei 22 Anschlägen pro Jahr — aber in den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl drastisch gestiegen. Für den Zentralrat der Muslime ist das ein Zeichen für die Zunahme anti-muslimischer Ressentiments.
Fahnder setzen Belohnung nach Mord an Armani (8) aus
Mord
Nach dem Mord an Armani (8) haben die Staatsanwaltschaft und ein weiterer Geldgeber eine Belohnung von insgesamt 10.000 Euro ausgesetzt. Die Leiche des Jungen war vor einer Woche in Freiburg gefunden worden — einen Verdächtigen gibt es bislang nicht.
Kuhherde tötet eine deutsche Wanderin in Österreich
Tier-Angriff
Eine 45 Jahre alte Wanderin aus Rheinland-Pfalz kam am Montag in Österreich durch den Angriff einer Kuhherde ums Leben. Etwa 20 Tiere griffen die Frau an und verletzten sie tödlich. Dabei hatte es die Herde laut Behörden eigentlich auf den angeleinten Hund der Frau abgesehen.
"Hidden Cash" - Unternehmer versteckt Geld für Schatzsucher
Geldsuche
Hunderte Schatzsucher sind am Wochenende durch den Berliner Tiergarten gestreift. Ihr Ziel: versteckte, grüne Briefumschläge. Darin hatte ein edler Spender aus den USA Geldscheine deponiert — wie zuvor schon in anderen Städten der Welt.
Umfrage
Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?

Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?

 
Fotos und Videos