Marvels Agenten von "S.H.I.E.L.D." retten die Welt

Comic-Fans, aufgemerkt! Marvels Agenten von "S.H.I.E.L.D." wurden fürs Fernsehen zurecht gemacht. Und das sogar recht ordentlich.

Köln.. Was für eine Woche für Comic-Fans. Seit Dienstag laufen „Flash“ und „Gotham“ bei ProSieben, von heute sind auch Helden aus Marvels Comic-Universum zu Gast auf deutschen Bildschirmen. Na ja, jetzt nicht gerade „Thor“ und „Iron Man“, aber zumindest jemand der sie kennt. Bei RTL II retten künftig die „Agents of S.H.I.E.L.D.“ (die Abkürzung steht für Strategic Homeland Intervention, Enforcement and Logistics Division) im Wochentakt die Welt und blicken quasi vom Rand auf den Superheldenkosmos.

Die Serie schließt direkt an den Kinofilm „The Avengers“ an, der mit 1,5 Milliarden Dollar der dritterfolgreichste Film aller Zeiten ist. Und sie beginnt mit einer Überraschung, die man verraten darf an dieser Stelle. Clark Gregg schlüpft einmal mehr in die Rolle des Agenten Phil Coulson. In den weiteren Hauptrollen sind Brett Dalton („Killing Lincoln“), Ming-Na Wen („Emergency Room“), Iain De Caestecker („Drecksau“), Elizabeth Henstridge („The Thompsons“) und Chloe Bennet („Nashville“) zu sehen. Die Figuren, die sie spielen haben keine Superkräfte, sind aber jeweils hochgradig spezialisiert und selbstredend die Besten ihres Fachs. Die eine als Pilot, der andere als Wissenschaftler oder Haudrauf. Aber nicht alle scheinen dabei ein ehrliches Spiel zu spielen.

Die Fiesen von "Rising Tide"

Bei ihrem ersten Auftrag müssen die Agenten einen Mann aufhalten, der plötzlich Superkräfte entwickelt. Er springt mal eben in den fünften Stock eines brennenden Hochhauses und auch wieder hinaus, um eine Frau zu retten. Leider nutzt er seine Fähigkeiten aber nicht nur für solch heldenhafte Aktionen. In den nächsten Folgen geht es um eine rätselhafte Waffe und einen entführten Wissenschaftler. Und zwischendurch kommt S.H.I.E.L.D. immer wieder mal eine geheime Organisation namens „Rising Tide“ in die Quere.

Anfangs ist manches verwirrend, anderes recht trivial. „Agents of S.H.I.E.L.D.“ nimmt sich Zeit, bevor es ein eigenes Profil entwickelt. Die Zusammensetzung des Teams wirkt auf den ersten Blick etwas langweilig, weil so ähnlich schon oft gesehen. Von Folge zu Folge aber bekommen die Agenten mehr Profil und verlieren ihre Beliebigkeit. Und auch die Fälle, die sie lösen, die Gegner, die sie bekämpfen müssen werden besser und stärker.

Humor und Selbstironie

Bis es so weit ist, ist es vor allem die Figur von Phil Coulson, die das Besondere der Serie ausmacht. Mit trockenem Humor und einem gehörigen Schuss Selbstironie führt er seine Leute durch die gefährlichsten Abenteuer und mahnt dabei zu ordentlichen Umgang mit dem teuren Equipment: „Bitte immer Untersetzer benutzen.“ Coulson weiß viel, nur wie und warum er von den Toten auferstanden ist und wo er war die letzten Monate, das haben sie ihm auch nicht verraten. Auch so eine Geschichte, die sich durch die erste Staffel zieht.

Optisch kann die Serie erwartungsgemäß nicht ganz mit den „Avengers“-Kinofilmen mithalten, die fast im Sekundentakt die Leinwand wackeln ließen. Für TV-Verhältnisse aber sind Spezialeffekte und Action-Einlagen mehr als ordentlich. Altgediente Marvel-Fans dürfen also unbesorgt einschalten, wer auf eine klassische Agenten-Serie wartet, muss weiter warten.

Fazit: Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht, Marvel bleibt Marvel, wie es blitzt und kracht.

Freitag, RTL II, 22.15 Uhr

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