Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Panorama

Markus Lanz startet bei "Wetten, das..?"

06.10.2012 | 22:40 Uhr
Foto: /ZDF/Sascha Baumann

Premiere von Markus Lanz bei "Wetten, dass..?": Am Samstagabend startete der ZDF-Unterhaltungsklassiker mit dem neuen Moderator. Mit Spannung war die erste Sendung nach dem Ausstieg des langjährigen Showmasters Thomas Gottschalk erwartet worden.

Düsseldorf (dapd-nrw). Premiere von Markus Lanz bei "Wetten, dass..?": Am Samstagabend startete der ZDF-Unterhaltungsklassiker mit dem neuen Moderator. Mit Spannung war die erste Sendung nach dem Ausstieg des langjährigen Showmasters Thomas Gottschalk erwartet worden.

Die prominenten Gäste nahmen bei der Show aus Düsseldorf alle auf einmal auf einer modernisierten "Wetten, dass..?"-Couch Platz, auf der Lanz routiniert und charmant mit ihnen plauderte. Neu in der Sendung ist unter anderem, dass die Wettpaten die Wettkandidaten gleich in die Show mitbringen.

So kamen "Tatort"-Kommissar Wotan Wilke Möhring, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), Modemacher Karl Lagerfeld sowie Fußballer Rafael van der Vaart und seine Frau Sylvie, Opernsänger Rolando Villazón sowie Comedian Bülent Ceylan kurz hintereinander jeweils mit "ihren" Kandidaten.

Neu bei "Wetten, dass..?" ist auch die "Lanz Challenge", in der sich der Gastgeber mit einer Frau oder einem Mann aus dem Publikum duelliert. Dieses Mal mussten die Gegner Liegestützen mit einem Bierkasten auf dem Rücken machen: Der 43-jährige Lanz unterlag dem Aushilfskandidaten des eigentlich ausgesuchten Zuschauers.

Kinderwette erheitert Publikum

Besonders erheiterte der Kandidat der Kinderwette das Publikum in Düsseldorf und die Zuschauer vor den Fernsehbildschirmen. Der zehnjährige Julian wettete, dass er das gesamte Berliner S-Bahn-Netz auswendig kennt. Komikerin Cindy aus Marzahn suchte die Stationen aus, zwischen denen Julian die Verbindung ansagen sollte.

Der Zehnjährige konnte nicht nur die korrekten Bahnverbindungen nennen, sondern zusätzlich die Stationen entlang der Route. "Das heulende Anfahren, das Schließen der Türen - die S-Bahn macht einfach schöne Geräusche", sagte Julian, der öfter seine Berliner Großeltern besucht und dabei Fan der Bahn geworden ist. Wettpate war Modeschöpfer Lagerfeld, der im Falle einer Niederlage mit Cindy aus Marzahn hätte tanzen müssen.

Lanz berichtete, dass er bei dem Angebot für die Show gezögert habe. Als er gehört habe, dass die erste Sendung aus Düsseldorf komme, habe er den Job auf jeden Fall machen wollen. Dort sei nämlich die Pelzdichte noch höher als in Grönland, wo er gerne hinfahre - so der erste Witz des neuen Moderators.

Aufruf zur nackigen Stadtwette

Zum Auftakt seiner ersten "Wetten, dass..?-Show rief Lanz die Düsseldorfer zur Teilnahme an einer Stadtwette auf, der "Nacktwette". Mindestens 500 Freiwillige seien gesucht, die das Vereinslogo des Bundesligisten Fortuna Düsseldorf darstellen sollen. Sie würden dazu in den Farben Rot und Weiß besprüht.

Die Wette hatte im Vorfeld der Sendung für Aufregung gesorgt, weil die Teilnehmer dazu in unmittelbarer Nähe des Düsseldorfer Landtags die Hüllen fallen lassen sollen. Pate der Wette ist Campino, Sänger der Toten Hosen, der versprach, dass er mit Lederhose und Seppelhut zum Münchner Oktoberfest reisen werde, falls er die Wette verliere. Sollte Lanz verlieren, will der Moderator mit einem Fortuna-Trikot von Düsseldorf nach Köln laufen und einmal den Kölner Dom in der "verbotenen Stadt" umrunden. Campino sagte während der Sendung zu, notfalls selbst bei der Wette mitzumachen, sollte ein Teilnehmer fehlen.

Fast 24 Jahre lang präsentierte Gottschalk die Show. Mit Lanz, der bereits seit mehreren Jahren beim Zweiten unter anderem mit seiner Talkshow im Einsatz ist, beginnt nun eine neue Ära bei der Live-Sendung, die seit 1981 läuft.

Fokus mehr auf den Wetten

Die Grundzutaten - Wetten, Gespräche und Showacts - bleiben bei "Wetten, das..?" erhalten. Lanz hatte aber angekündigt, den Fokus wieder mehr auf die Wetten zu legen.

Gottschalk hatte nach dem tragischen Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch vor knapp zwei Jahren überraschend seinen Abschied angekündigt. Im Dezember 2011 hatte er seine letzte "Wetten, dass..?"-Sendung moderiert. Der 62-Jährige ist nun Juror bei der RTL-Castingshow "Das Supertalent" - und konkurriert am Samstag parallel zu "Wetten, dass..?" um die Zuschauer.

Die Premiere von Lanz ist die 200. Ausgabe von "Wetten, dass..?".

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Wal-Kuh mit Kalb in der Ostsee - Forscher feiern Sensation
Wale
Für Experten ist das eine "Buckelwal-Sensation hoch zwei": In der Ostsee schwimmt eine Walmutter mit ihrem Kalb. Die neugierigen Tiere sind vermutlich Fischschwärmen gefolgt. Ein Kajakfahrer hatte die Tiere zuerst in der Ostsee entdeckt.
Deutsche Touristin offenbar in Kenia erschossen
Kenia
Eine 28-jährige Touristin aus Deutschland ist in der kenianischen Stadt Mombasa auf offener Straße erschossen worden. So berichtet es am Freitag eine örtliche Zeitung. Die deutsche Botschaft hat den Vorfall noch nicht bestätigt.
DLRG will leichtsinnige Schwimmer für Rettung zahlen lassen
Badeunfälle
Schwimmern, die sich trotz Warnung in Lebensgefahr bringen, sollen die Kosten für ihre Rettung tragen. Über eine derartige Regelung denkt die DLRG zurzeit nach. In den vergangenen Tagen hatte es bundesweit etliche Badeunfälle gegeben. Einige geschahen durch Unvernunft und Missachtung roter Flaggen.
Jugendämter nehmen so viele Kinder in Obhut wie nie zuvor
Behörden
Wenn Eltern mit der Betreuung ihres Nachwuchses völlig überfordert sind - oder Kindern und Jugendlichen aus anderen Gründen Gefahr droht, greifen die Behörden ein. Offenbar wird dies immer öfter notwendig. Denn noch nie haben die Jugendämter so viele Kinder in Obhut genommen wie im vergangenen Jahr.
Juden und Muslime küssen sich auf Twitter für den Frieden
Online-Kampagne
Der Gaza-Konflikt tobt auch in den sozialen Netzwerken. Fotos von getöteten Kindern und Raketeneinschlägen fachen den Hass an. Doch nicht alle machen mit. "Wir wollen keine Feinde sein", verkünden Muslime und Juden gemeinsam im Netz und küssen sich auf Twitter und Co. für den Frieden.