Mann muss wegen Facebook-Einträgen zurück ins Gefängnis

Weil er mit Facebook-Nachrichten gegen das Kontaktverbot verstieß, muss ein Mann zurück ins Gefängnis.
Weil er mit Facebook-Nachrichten gegen das Kontaktverbot verstieß, muss ein Mann zurück ins Gefängnis.
Foto: Archiv/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Weil er seine Ex-Frau in Facebook-Nachrichten beleidigt hat, muss ein 35-Jähriger zurück in Haft. Er hatte damit gegen Bewährungsauflagen verstoßen.

Hamm.. Nach beleidigenden Einträgen auf seiner eigenen Facebook-Seite muss ein 35-jähriger Mann aus Löhne zurück ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht Hamm wertete die Äußerungen über seine ehemalige Frau als Verstoß gegen Bewährungsauflagen. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung hatte der Straftäter sich nicht an ein Kontaktaufnahmeverbot gehalten. Das OLG bestätigte damit rechtskräftig einen Beschluss des Landgerichts Bielefeld.

Der Mann aus dem Kreis Herford wurde 2009 wegen versuchten Totschlags an seiner Frau zu fast sieben Jahre Haft verurteilt. 2014 wurde die Strafe unter Auflagen ausgesetzt. Anschließend schrieb er eine Vielzahl beleidigender Einträge.

Die wertete das Gericht als bewussten Versuch, Kontakt zum Opfer aufzunehmen. Auch wenn dies nur indirekt über Angehörige oder Bekannte geschehen konnte. Außerdem sieht das OVG die Gefahr, dass der Mann erneut gewalttätig wird, da der Partnerschaftskonflikt offenbar noch nicht aufgearbeitet wurde. (dpa)