Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Gewalt

Mann in USA soll Ehefrau zehn Jahre als Sklavin gehalten haben

12.07.2012 | 06:52 Uhr
Mann in USA soll Ehefrau zehn Jahre als Sklavin gehalten haben

Washington.  In den USA ist ein Mann verhaftet worden, der seine Frau wie eine Sklavin gehalten haben soll. Nach Behördenangaben soll er sie unter anderem gefoltert und angekettet haben. Als die Frau sich retten konnte, hatte sie Wunden am ganzen Körper.

Die Behörden im US-Bundesstaat West Virginia ermitteln gegen einen Mann, der seine Frau fast zehn Jahre lang als Sklavin gehalten und schwer misshandelt haben soll. Der 37-Jährige sei im Ort Leroy festgenommen worden und werde beschuldigt, seine Frau gefoltert und angekettet zu haben, teilten die Behörden von Jackson County am Mittwoch mit.

Nach örtlichen Medienberichten soll der Mann ihr Wunden am ganzen Körper zugefügt haben. Die 43-Jährige konnte am 2. Juli fliehen. Eine Frau, bei der sie mit zahlreichen Narben und Brandwunden auftauchte, erstattete Anzeige gegen den Mann.

Laut den Medienberichten, die aus der Anzeige zitierten, wies die Ehefrau unter anderem schwere Verbrennungen an den Brüsten und am Rücken auf. Diese soll ihr Mann ihr mit dem Bügeleisen und heißen Bratpfannen zugefügt haben. Auch habe der Mann sie in den Bauch geschlagen, als sie schwanger war.

Frau berichtet von Fehlgeburt

Sie habe eine Fehlgeburt erlitten und sei gezwungen gewesen, den voll entwickelten Embryo auf dem Grundstück zu begraben. Außerdem habe die Frau angekettet ein anderes Baby zur Welt gebracht und nie medizinische Hilfe bekommen. Der Mann soll seine Frau gezwungen haben, vor ihm niederzuknien, wenn er den Raum betrat.

Ein Mitarbeiter des Bezirks-Sheriffs, Tony Boggs, sagte dem Fernsehsender WASZ, dieser Fall sei "das Zehnfache gewöhnlicher häuslicher Gewalt und vielleicht noch mehr". Er fügte hinzu: "Es handelt sich eher um Sklaverei und Folter."

Der Anwalt des Beschuldigten, Shawn Bayliss, sagte dem selben Sender, die Fehlgeburt sei bei einem Unfall geschehen. Trotz der Misshandlungen halte die Ehefrau zu ihrem Mann. Die Frau, die die Anzeige erstattete, sei "schwachsinnig". Die Flucht gelang der 43-Jährigen, als ihr Mann sie und das einjährige Kind zu Besorgungen in seinem Fahrzeug mitnahm. (afp)



Kommentare
12.07.2012
10:50
Mann in USA soll Ehefrau zehn Jahre als Sklavin gehalten haben
von holmark | #2

Und ich dachte, dass sei ein normales amerikanisches Verständnis von Ehe... ;o)

12.07.2012
07:59
Mann in USA soll Ehefrau zehn Jahre als Sklavin gehalten haben
von speedy123 | #1

und in deutschland werden seit jahren einige mitarbeiten von ihren chefs wie sklaven behandelt aber hier wird das ja dank unser SUPER REGIERUNG erlaubt weil anderen ländern helfen als dem eigenen ist ja wichtiger

danke deutschland

Aus dem Ressort
Zoo-Flusspferd "Maikel" verschluckt Tennisball und stirbt
Tiere
Im Frankfurter Zoo ist ein 39 Jahre alter Flusspferd-Bulle gestorben. Das zwei Tonnen schwere Tier hatte einen Tennisball verschluckt und ist an den Folgen verendet. Möglicherweise hat ein Besucher den Ball ins Gehege geworfen. Der Zoo hat nun Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Retter in Hiroshima suchen nach Erdrutsch-Überlebenden
Naturkatastrophe
Dutzende Menschen kamen in Japan bei mehreren verheerenden Erdrutschen ums Leben. Etliche Menschen werden seit der Katastrophe vermisst. Wegen erneuter Regenfälle mussten die Rettungsarbeiten zeitweise unterbrochen werden. Etwa 3000 Retter sind im Einsatz, um Überlebende zu suchen.
Deutsches Ehepaar in der Türkei gefesselt und ermordet
Türkei
Angehörige hatten seit Tagen keine Nachricht von dem deutschen Ehepaar aus dessen Urlaubsort im türkischen Alanya erhalten. Nun fand die Polizei die Leichen der beiden Touristen - geknebelt und gefesselt. Die türkische Zeitung "Sabah" berichtet von einem "barbarischen" Verbrechen.
Bamberger Chefarzt nach Missbrauchsskandal gekündigt
Körperverletzung
Nach dem Bekanntwerden des Bamberger Missbrauchsskandals hat das in die Kritik geratene Klinikum schnelle Konsequenzen gezogen: Das Haus hat dem beschuldigten Chefarzt außerordentlich gekündigt. Der 48-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, sich an Patientinnen vergangen zu haben.
Justiz ermittelt gegen Herzzentrum wegen Totschlagsverdachts
Organspende
Die Staatsanwaltschaft in Berlin ermittelt gegen das in der Hauptstadt ansässige Deutsche Herzzentrum. Es geht um den Verdacht, dass die Rangfolge auf Wartelisten für Herztransplantationen absichtlich manipuliert wurde. Werden leichtere Fälle bevorzugt, kann das für Schwerkranke den Tod bedeuten.
Umfrage
Das Warten hat ein Ende: Die Bundesliga startet in die neue Saison. Besonders im Ruhrgebiet ist die Fan-Kultur sehr ausgeprägt. Was bedeutet Ihnen der Fußball?

Das Warten hat ein Ende: Die Bundesliga startet in die neue Saison. Besonders im Ruhrgebiet ist die Fan-Kultur sehr ausgeprägt. Was bedeutet Ihnen der Fußball?

 
Fotos und Videos