Mann in Kasseler Gefängnis offenbar von Mithäftling getötet
19.09.2012 | 15:56 Uhr 2012-09-19T15:56:23+0200
Kassel. Ein Insasse eines Kasseler Gefängnisses ist offenbar von seinem Zellengenossen umgebracht worden. Der 54-Jährige war am Sonntag tot in der Zelle aufgefunden worden. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch erklärte, wurden erst bei der Obduktion Hinweise auf Gewalteinwirkung festgestellt.
In der Justizvollzugsanstalt Kassel I (JVA) hat offenbar ein 37-jähriger Häftling seinen Zellengenossen getötet. Das 54-jährige Opfer war am Sonntagmorgen in der JVA tot aufgefunden worden, ohne dass es zunächst Hinweise auf Fremdverschulden gab, wie die Staatsanwaltschaft Kassel am Mittwoch mitteilte. Erst bei der angeordneten Obduktion stellten Rechtsmediziner Gewalteinwirkung am Hals des Toten fest.
Da außer den beiden Häftlingen zur Tatzeit niemand sonst in der Zelle gewesen sei, richte sich der Verdacht gegen den 37-jährigen Zellengenossen des Opfers, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Angaben zum Tathergang oder zu einem möglichen Motiv wollte der Sprecher zunächst nicht machen. Diese Punkte seien noch Gegenstand der Ermittlungen, betonte er.
Der mutmaßliche Täter sitzt den Angaben zufolge wegen Raubes und schwerer Körperverletzung ein. Der 54-Jährige hatte eine Haftstrafe wegen Bandendiebstahls zu verbüßen. (dapd)

16:41
Gefängnisse scheinen oft ein rechtsfreier Raum zu sein. Gerade hier sollte doch eine gewalt- und willkürfreie Zone sein, damit auch die Insassen andere Formen erfahren und nachahmen. Hier scheinen aber viele den letzten Schliff zu bekommen.