Mann in England lockt Polizistinnen in Hinterhalt und tötet sie
18.09.2012 | 19:46 Uhr 2012-09-18T19:46:27+0200
Manchester. Eine 23- und eine 32-Jährige Polizistin sind am Dienstag in England bei einem Einsatz getötet worden. Die Frauen waren laut örtlichen Angaben unbewaffnet und waren vom Täter offenbar zu einem vorgetäuschten Einbruch gelockt worden. Ein 29-jähriger Mann stellte sich später der Polizei.
Im Nordwesten Englands sind am Dienstag zwei unbewaffnete Polizistinnen in einen Hinterhalt gelockt und erschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden die beiden Frauen im Großraum Manchester zu einem angeblichen Einbruch gerufen, dann aber von mehreren Schüssen getroffen. Offenbar hatte der 29-jährige Verdächtige, der sich später der Polizei stellte, sie gezielt in einen Hinterhalt gelockt und kaltblütig ermordet.
Wie der örtliche Polizeichef Peter Fahy erklärte, hatte der Verdächtige oder ein Komplize am Vormittag die Polizei zu einem angeblichen Einbruch gerufen. "Als sie im Auto ankamen, sprang der Verdächtige offenbar auf die Straße und hat sie getötet", sagte Fahy. Ein Augenzeuge berichtete von etwa zehn Schüssen und einer Explosion. Eine der beiden 32 und 23 Jahre alten Frauen starb noch am Tatort, die zweite Polizistin erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Mutmaßlicher Täter stellte sich der Polizei
Nach Angaben der Polizei stellte sich später ein 29-jähriger Mann, der die Tat begangen haben soll. Er wurde bereits wegen zwei Morden an einem 23-Jährigen und seinem Vater im Mai und August gesucht. In den beiden Fällen waren bereits vier andere Verdächtige festgenommen worden, doch dank "kriminellen Schutzes" war der 29-Jährige bisher einer Festnahme entgangen, wie die Polizei am Dienstag erklärte. Das Motiv für den Mord an den Polizistinnen blieb zunächst im Dunkeln.
Die britische Innenministerin Theresa May sprach von einem "zutiefst schockierenden Vorfall", der daran erinnere, welchen Risiken die Polizei tagtäglich ausgesetzt sei. Fahy sprach von "einem der schwärzesten Tage" für die britische Polizei. Der Polizeichef verteidigte aber, dass die beiden Polizistinnen so wie traditionell die meisten britischen Polizisten unbewaffnet waren. Das Beispiel anderer Länder zeige, dass die Bewaffnung der Polizei nicht die Tötung von Beamten verhindere, sagte Fahy. (afp)

11:48
Ich stimme dem zu, dass auch bewaffnete Polizistinnen nicht mit einem Hinterhalt gerechnet hätten. Interessant ist trotzdem das es in England - mit dem schärfsten Waffengesetz Europas - seit 10 Jahren nur Mord und Totschalg gibt, während es in der gut bewaffneten Schweiz sehr sicher ist.
Demnach gibt es keinen Zusammenhang zwischen vielen oder wenig Waffen in der Bevölkerung um auf deren Aggressionspotential zu schließen.
09:03
... das denn?
Wollte der vor seiner sowieso geplanten Verhaftung und wahrscheinlich sowieso lebenslangen Strafe wegen Mordes, noch mal so richtig eins drauf legen, es der bösen Polizei zeigen?
Eine Bewaffnung der Polizistinnen hätte das aber sich nicht verhindert. In diesem Fall hätte der Täter sogar noch die Waffen der beiden zur Verfügung gehabt ...
Gegen solche Irren ist man als Streifenpolizist machtlos.
23:21
#1, die von der rechtsextremen NSU in heilbronn ermordete deutsche polizistin war bewaffnet, wie auch ihr lebensgefährlich verletzter kollege! die täter konnten unerkannt fliehen.
20:46
Dieser Täter hätte sich das vielleicht 2 mal überlegt wenn er von einer Bewaffnung der Polizistinnen hätte ausgehen können.
das ist ja das fiese an nem hinterhalt, es spielt garkeine rolle ob und wie das opfer bewaffnet ist.
selbst wenn die in nem panzer angerollt waeren, spaetestens beim aussteigen waers passiert.