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Gewalt an Schulen

Ludwigshafener Lehrer warnten einander per Handy

20.02.2010 | 13:19 Uhr
Ludwigshafener Lehrer warnten einander per Handy

Ludwigshafen.Nach dem tödlichen Messer-Angriff an einer Schule in Ludwigshafen haben die Lehrer einander offenbar per Handy gewarnt. Die Geräte für ein offizielles Warnsystem waren zwar noch nicht geliefert. Doch ein Technik-Lehrer baute eine Ersatzlösung, die möglicherweise leben rettete.

Bei dem tödlichen Angriff eines Ex-Schülers auf seinen früheren Lehrer in Ludwigshafen hat ein internes Handy-Alarmsystem womöglich weitere Opfer verhindert. Wie der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe berichtet, hatte ein Lehrer den Alarm ausgelöst, als er vergangenen Donnerstag seinen durch Messerstiche tödlich verletzten Kollegen auf einer Schultreppe entdeckt hatte.

Das automatische Alarmsignal war daraufhin auf die Privathandys der anderen Pädagogen im Berufsschulzentrum gesendet worden, um sie vor einem möglichen Amokläufer zu warnen.

Offizielles Warnsystem war noch nicht eingerichtet

Die Anschaffung eines solchen Systems war der Schule 2009 von der Polizei empfohlen worden. Da die Spezial-Handys noch nicht lieferbar gewesen seien, hätten die Techniklehrer der Schule ein eigenes Warnsystem für ihre Privathandys entwickelt, berichtete der Ludwigshafener Bürgermeister Wilhelm Zeiser laut „Spiegel“.

Durch die Warnung sei es offenbar gelungen, den Täter nach seiner Bluttat im Schulgebäude weitgehend zu isolieren, bis er dort von Polizeibeamten gestellt werden konnte. Der 23-jährige Florian K. hatte seinen Ex-Lehrer B. durch einen Messerstich ins Herz getötet. Nach seiner Verhaftung sagte er aus, er habe noch weitere Lehrer angreifen wollen. (afp)

DerWesten

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