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Liam Neeson kehrt als Action-Held in „96 Hours“ zurück

10.10.2012 | 17:09 Uhr
Liam Neesen gibt zum zweiten Mal den Personenschützer Bryan Mills.Foto: AP/20th Century Fox

Essen.  Das Actionkino von Luc Besson macht in Europa Furore und mischt manchmal sogar Hollywood auf. Jetzt hat er seinem Kassenschlager „96 Hours“ einen zweiten Teil gegönnt. Brian Mills, gespielt von Liam Neeson, führt sein nächster Fall nach Istanbul

Luc Besson ist schon ein Phänomen. Der Franzose mit der Ananasfrisur ist als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent in Personalunion der eine Gallier, der seit nun schon einem Vierteljahrhundert Hollywood erfolgreich die Stirn bietet. Bessons pubertär anmutendes, von franko-belgischen Abenteuercomics der 60-er und 70-er Jahre inspiriertes Actionkino sorgt in Europa für Furore und manchmal mischt es auch Hollywood auf.

Der beste Treffer war vor drei Jahren „96 Hours“, in dem Liam Neeson zur Rettung seiner Tochter einen Ring von Mädchenhändlern pulverisierte. Das enorme Kasseneinspiel dieses Films ließ Besson nicht kalt. Er schrieb eine Fortsetzung, holte sich den Action-erfahrenen Olivier Megaton für die Regie und Liam Neeson für einen weiteren gereiften Racheauftritt. Das Resultat ist, wie es heißt: „96 Hours – Taken 2“.

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Der letzte Film von Soul-Diva Whitney Houston, Liam Neeson als Geisel rachsüchtiger Albaner und eine deutsche Beziehungskiste, die trotz guter Besetzung verunglückt – diese Woche starten "Sparkle", "96 Hours – Taken 2" und "Mann tut was Mann kann".

Bryan Mills war Topagent in Regierungsdiensten. Jetzt arbeitet er freiberuflich als Personenschützer. Der jüngste Auftrag führte ihn nach Istanbul, um zwei Wochen lang einen Scheich zu betreuen. Das hat er wohl gut gemacht, denn am Ende des Jobs bekommt Bryan in der Hotellobby einen prall gefüllten Umschlag zugesteckt. Er wirft einen prüfenden Blick hinein und dann – zufrieden – lacht er knurrend auf.

Zwei Wochen lang betreut er einen Scheich

Diese völlig unglaubwürdige Szene macht Spaß, denn Liam Neeson ist wieder in der Rolle zu sehen, die ihn 2009 zum Actionstar erhob. Beim Dreh der Fortsetzung war Neeson nun 59 und es ist schon klasse, wie gut der Mann sich bewegt; auch wenn er sich schlägt. Kein sonderliches Brimborium, einfach einen schnellen, gezielten Kantenschlag auf den Kehlkopf des Gegners und es ist Ruhe im Karton. Solches Understatement, hart am Optimum des Realismus, machte den ersten Film zum weltweiten Kassenschlager.

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Berlin, 09.10.12: Mit "96 Hours – Taken 2", der Fortsetzung des Entführungs-Thrillers, räumt Liam Neeson derzeit in den USA richtig ab. Die Dreharbeiten haben dem 60-Jährigen aber auch alles abverlangt. Am 11. Oktober startet der Film bei uns.

Diese Qualität kommt im neuen Film kaum noch einmal zum Einsatz. Die Action erschöpft sich vor allem in Schießereien, Sprengungen und technischem Firlefanz wie Mini-Telefonen im Sockenhalter. Was insofern gerechtfertigt ist, weil der erste Film ganz besonders groß in Amerika einschlug; also arbeitet man nun dem Geschmack der US-Teenager zu. Es gibt auch etwas Handlung.

Ein alter Albaner will Rache

Bryan Mills lädt seine Frau Lenore (nichts zu tun für Famke Janssen) und Tochter Kim nach Istanbul ein. Ein alter Albaner (Rade Serbedzija, der ein guter Schauspieler ist, aber für den Mainstream nur als mieser Russe oder Balkanmann besetzt wird) will Rache, weil sein Sohn, der Mädchenhändler, von Mills getötet wurde. Er bringt das Ehepaar in seine Gewalt.

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Im ersten Teil rettete Ex-CIA-Agent Mills seine Tochter Kim aus den Fängen brutaler albanischer Mädchenhändler. Nun sinnen die Gangster auf Rache: Sie kidnappen Mills und seine Frau … Action von Olivier Megaton. F '12, FSK: ab 16. Start: 11.10.12

Mills kommt wieder frei, indem er seine Tochter mittels Handgranatenwürfen (!) durch die City von Istanbul zu seinem Verlies führt. Dann räumt er auf, wobei er immer und der Gegner nie trifft. US-Kino eben. Am Ende wird es noch einmal witzig. Familie Mills sitzt in einem Restaurant, Kims neuer Freund kommt dazu und Kim bittet Papa, den Jungen (noch) nicht zu erschießen. Die Familie (nicht der Junge) lacht herzlich. Und während man diesen idyllischen Schluss noch sacken lässt, spinnt sich das Szenario im Kopf weiter und jetzt weiß man, dass es das Prequel zu „Meine Braut, mein Schwiegervater und ich“ war, das man gerade gesehen hat.

Uwe Mies



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