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Leichenfund in Neubrandenburg: Opfer ist verblutet

31.12.2012 | 15:44 Uhr
Foto: /dapd/Theo Heimann

Der am Wochenende tot am Rande eines Kiestagebaus in Neubrandenburg gefundene Mann ist offenbar keinem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Der Leichnam weise mehrere Schnittwunden auf, die sich der Mann vermutlich selbst zugefügt habe, sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Montag der Nachrichtenagentur dapd.

Neubrandenburg (dapd). Der am Wochenende tot am Rande eines Kiestagebaus in Neubrandenburg gefundene Mann ist offenbar keinem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Der Leichnam weise mehrere Schnittwunden auf, die sich der Mann vermutlich selbst zugefügt habe, sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Im Zusammenhang mit der Unterkühlung sei ein großer Blutverlust als Todesursache festgestellt worden.

Ein Jäger hatte den 29 Jahre alten Mann aus Neubrandenburg am Samstag entdeckt. Erst am Montag konnte seine Identität geklärt werden. Der Verstorbene habe ganz in der Nähe der Kiesgrube gewohnt, sagte Zeisler. Seine Leiche sei jedoch erst nach vermutlich zwei bis vier Tagen gefunden worden, da sich in der Regel nur wenige Menschen an dem Ort aufhielten.

Ermittler gehen von Unfall oder Selbstmord aus

In den ersten Tagen nach dem Leichenfund hatten Polizei und Staatsanwaltschaft ein Gewaltverbrechen nicht ausgeschlossen. In Verbindung mit den Obduktionsergebnissen ließen die Spuren am Tatort jedoch darauf schließen, dass keine Fremdeinwirkung im Spiel war, sagte Zeisler. Ob es sich um einen Unfall oder Selbstmord handelte, sei noch unklar.

Zumindest hätten die Ermittler bisher keinen Abschiedsbrief in der Wohnung des alleinlebenden Mannes gefunden, erklärte der Oberstaatsanwalt. Ein toxikologisches Gutachten stehe noch aus, fügte er hinzu. Dieses solle klären, ob der Mann unter Drogeneinfluss stand oder möglicherweise betrunken war.

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