Lebenslinien – Veronica Ferres kehrt zu ihren Anfängen zurück

Was wir bereits wissen
Mit zwei Filmemachern kehrte das „Superweib“ zurück zu ihren Anfängen. Eine Doku des BR fängt zuweilen berührende Momente ein.

doku Die Frau hat einen Ruf, aber das kann ihr egal sein. Die Ferres ist seit ihrer Hauptrolle in „Das Superweib“ (1996) in Kino und TV dauerpräsent, dreht bis zu fünf Filme im Jahr. Trotzdem gilt sie vielen als die ewig Betroffene mit der hölzernen Mimik. Was hinter dieser erfolgsverwöhnten Frau steckt, beleuchtet ein 45-Minüter von Jörg Seewald.

Der Film begleitet Ferres (49) zu den prägenden Orten ihres Lebens. Es geht – natürlich – gefühlig zu. Ferres’ Eltern waren Kohlen- und Kartoffelhändler im bergischen Solingen. Schmutzige Jobs in einer kleinen Stadt, Veronica wollte mehr vom Leben. Ihr Traum von der Schauspielerei machte sie einsam, sagt sie: „Ich habe die Diskrepanz zwischen meinem Lebenswunsch und den Erwartungen der Eltern gespürt.“

Und dann kommen ihr die Tränen

Sie spricht von Magersucht in jungen Jahren, davon, dass sie sich geritzt habe. Als sie den Lehrer ihrer alten Theater-AG besucht und über dessen Bedeutung für ihr Leben sinniert, kommen Ferres die Tränen, sie unterbricht das Gespräch. Man lernt die Frau hinter der Schauspielerin besser kennen durch diesen Film. Wer sie vorher nicht mochte, wird seine Meinung indes nicht ändern.

BR, 21.00 Uhr