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Leben und Sterben der Windhunde

16.10.2008 | 19:06 Uhr

Bochum. Wie in Spanien Tiere sinnlos gequält werden. Den folgenden Text schickten uns die WAZ-Leser Melanie und Dirk Dudda aus Bochum.

Warum nur sind Menschen bereit, Tiere sinnlos zu quälen? Es sind aber nicht nur Stiere, die in Spanien unvorstellbare Qualen erleiden müssen. So sagt z.B. eine Statistik aus, dass alle 18 Minuten ein Greyhound getötet wird.

Die typischen spanischen Windhunde, wie z.B. der Galgo Espanol oder Podenco, die jedes zu Tausenden für die Hasenjagd produziert werden, werden in der Regel nach 3-4 Jahren ausrangiert. Und das bedeutet, dass die Tiere getötet werden. Eine sehr alte Tradition ist das Aufhängen der Hunde. Die Hinterläufe berühren dabei den Boden, so dauert der Todeskampf manchmal mehrere Tage. Übersetzt ins Deutsche heißt die Tradition „Klavierspielen“.

Aber auch die vielen Misshandlungen hinterlassen ihre Spuren. Oft sind die Hunde traumatisiert, wenn sie den Weg ins Ausland schaffen. Tierschützer suchen für diese Hunde besonders verantwortungsvolle Leute. Erstaunlich ist die Gabe der Hunde, dem Menschen zu verzeihen und irgendwann wieder Vertrauen aufzubauen.

Die Leute, die wir auf der Straße treffen, sind fasziniert, wenn sie die Hunde sehen und wir nehmen uns immer die Zeit, mit ihnen zu reden. Sie erfahren vom Leid, das man den Hunden zufügt. Vom Leben und Sterben der Windhunde. Wir schauen dann immer in völlig entsetzte Gesichter. Die meisten haben von dieser organisierten Tierquälerei noch nie etwas gehört.

Ich muss an dieser Stelle eine kleine Geschichte erzählen, die zeigt, wie unbekannt die Situation ist. Vor etwa zwei Jahren waren wir mit einem Infostand in Haltern auf einer kleinen Messe vertreten. Neben uns war der Stand des Tierheim Marl aufgebaut. Alles Leute, die schon sehr lange im Tierschutz tätig sind.

Sie kamen an unseren Stand und schauten unser Infomaterial an und wir berichteten ihnen von diesen unfassbaren Taten. Sie wüssten zwar, dass es Hunde in Spanien wirklich sehr schwer haben, aber dass Windhunde so sehr gequält werden, war Ihnen völlig unbekannt. Eine der Damen fing hemmungslos an zu weinen.

Melanie und Dirk Dudda

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