Lance Armstrong soll Alkoholfahrt vertuscht haben

Tief gefallener Radsport-Star: Reue für seine Doping-Geschichte hat Lance Armstrong nie gezeigt. Jetzt macht er erneut mit einer Lüge Schlagzeilen.
Tief gefallener Radsport-Star: Reue für seine Doping-Geschichte hat Lance Armstrong nie gezeigt. Jetzt macht er erneut mit einer Lüge Schlagzeilen.
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Was wir bereits wissen
Nach seiner Doping-Beichte macht Lance Armstrong erneut mit einer Lüge Schlagzeilen. Er soll betrunken Auto gefahren sein - und das vertuscht haben.

Washington.. Über die charakterliche Fragwürdigkeit des tief gefallenen Radrennfahrers Lance Armstrong bestanden eigentlich keine Zweifel mehr. Der wegen generalstabsmäßig verschleierten Dauer-Dopings 2012 seiner sieben Tour-de-France-Titel verlustig gegangene Amerikaner lieferte nach seiner öffentlich zelebrierten Teil-Beichte bei Talkshow-Star Oprah Winfrey mehrfach Beispiele für das Phänomen, das der Volksmund auch in den USA so beschreibt: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wer auch die Wahrheit spricht.

Erst vor wenigen Tagen sagte Armstrong in einem Interview, er würde alles wieder so machen (also lügen und betrügen und verbotene Substanzen schlucken), käme er heute noch einmal in die Reichweite eines Profi-Radrennstalls. Sein unverbesserlicher Hang zur Falschaussage und zur Feigheit macht allerdings auch vor dem Privaten keinen Halt.

Lebensgefährtin Anna Hansen nahm Schuld auf sich

Wie erst jetzt bekannt wurde, spitzte der 43-Jährige Ende Dezember im Ski-Paradies Aspen/Colorado im Schnee zwei parkende Autos an. Weil er angetrunken war, nahm seine Lebenspartnerin Anna Hansen (33) zunächst die Schuld auf sich, verstrickte sich aber in Widersprüche. Erst spät gestand sie die Lüge, wie die „Denver Post“ schreibt.

Ex-Radstar Angeblich wollte das Paar genau den „Medienrummel“ vermeiden, der nun eingetreten ist. Armstrong wird als notorischer „Cheater“ (Schwindler) durch die Gazetten getrieben, der sich selbst bei einem Allerwelts-Delikt hinter seiner Frau versteckt. Neben einer Geldstrafe drohen ihm nun bis zu drei Monate Haft. Vielleicht wäre er besser mit dem Moutain-Bike gefahren.