Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Musik

Lady Gaga sagt Konzert in Indonesien wegen Sicherheitsbedenken ab

27.05.2012 | 19:13 Uhr
Lady Gaga sagt Konzert in Indonesien wegen Sicherheitsbedenken ab

Jakarta.  Das Anfang Juni in Indonesien geplante Konzert von Lady Gaga wird nun endgültig nicht stattfinden. Die Veranstalter sagten die Show am Sonntag aus Sicherheitsgründen ab. Es gehe um die Sicherheit der Sängerin und ihrer Zuschauer.

 (dapd). Nach Gewaltandrohungen durch islamische Hardliner hat Popsängerin Lady Gaga ein ausverkauftes Konzert in Indonesien abgesagt. Kritiker befürchteten, die freizügigen Bühnenoutfits und der provokative Tanzstil der 26-Jährigen könnten die Jugend des bevölkerungsreichsten muslimischen Lands der Welt verderben.

Angesichts der Drohungen habe sich das Lager von Lady Gaga dazu entschieden, das Konzert abzusagen, teilte ein Anwalt des verantwortlichen Konzertveranstalters, Minola Sebayang, am Sonntag mit. Es gehe nicht nur um die Sicherheit von Lady Gaga, sondern auch um die der Zuschauer, sagte er.

Muslimische Hardliner der sogenannten Islamischen Verteidigungsfront hatten Lady Gaga mit zehntausenden verärgerten Anhängern gedroht, sollte die Sängerin es wagen, in der indonesischen Hauptstadt Jakarta aus dem Flugzeug zu steigen. Die Absage des Konzerts sei "ein Sieg für indonesische Muslime", sagte ein Anführer der extremistischen Gruppierung, Salim Alatas. "Gott sei Dank, dass wir vor einer Art Teufel beschützt werden."

Vor der Absage am Sonntag hatte die Polizei die für das Konzert notwendigen Genehmigungen verweigert, solange die Sängerin nicht zusicherte, sich zu zügeln. Das für den 3. Juni geplante Konzert "Born This Way Ball" in Jakarta sollte das größte im Rahmen von Lady Gagas Asien-Tournee werden. Innerhalb weniger Tage waren 52.000 Konzertkarten verkauft worden. Der Konzertveranstalter Big Daddy kündigte an, Fans den Preis für die Tickets zurückzuerstatten. (afp/dapd)


Kommentare
27.05.2012
23:02
Lady Gaga sagt Konzert in Indonesien wegen Sicherheitsbedenken ab
von xxyz | #1

Es ist wohl noch nicht bei allen angekommen, dass wir im Jahr 2012 mit Internet etc. leben. Erwachsene Menschen wird man nur mit starker Zensur daran hindern können, Musiker aus anderen Ländern zu sehen.

Die Jugend kann man auch mit Altersgrenzen "schützen".



Aus dem Ressort
Zwölf Menschen sterben in Lawine am Mount Everest
Unfälle
Es ist das schwerste Unglück in der Geschichte des Bergsteigens am Mount Everest. Eine Lawine hat am Freitag mindestens zwölf Nepalesen in den Tod gerissen. Sieben weitere Bergführer und Träger seien geborgen worden. Mehrere Menschen werden noch vermisst.
Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko
Erdbeben
Ein schweres Erdbeben hat am Freitag das mittlere und südliche Mexiko erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,2 lag rund 36 Kilometer nordwestlich der Ortschaft Tecpan im Bundesstaat Guerrero nahe der Pazifikküste, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte.
"Kepler" erspäht erdgroßen Planeten in bewohnbarer Zone
Wissenschaft
Astronomen haben nach eigenen Angaben erstmals einen erdgroßen Planeten in der bewohnbaren Zone nahe eines anderen Sterns entdeckt. Wasser könnte auf der fernen Welt flüssig sein, wie die Forscher um Elisa Quintana vom US-amerikanischen Seti-Institut im Fachjournal "Science" berichten.
Schulleiter begeht Selbstmord nach Fährunglück in Südkorea
Fähr-Katastrophe
Nach dem Fährunglück in Südkorea mit wahrscheinlich 300 Toten haben die Ermittler Haftbefehl für drei Besatzungsmitglieder beantragt, darunter auch der Kapitän. Unterdessen hielt der Vize-Direktor der am schlimmsten betroffenen Schule die Selbstvorwürfe nicht aus — er beging Selbstmord.
Ex-Computer von Bill Clinton bringt über 60.000 US-Dollar
Auktion
Bei Ebay hätte ein Gerät dieses Typs umgerechnet vielleicht noch 50 Euro gebracht. Auf einer Auktion in Boston waren es ein paar Tausend Euro mehr. Ein Laptop, das einst Ex-US-Präsident Bill Clinton genutzt hatte, brachte auf einer Auktion in den USA nun ein hübsches Sümmchen.
Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

 
Fotos und Videos