Labyrinth lockt mit Kunstblut und Vampirgebissen

Bottrop.. Stimmen wispern in der Dunkelheit, Kinder schreien, Unheil dräut – nicht unerwartet. Plötzlich bläht ein Bett sich auf, eine Hand greift von unten nach den Knöcheln der Besucher, eine Frau klettert aus dem Bett und schreit. Schreit. Schreit. Und kommt näher.

Was sind das für seltsame Nähte in ihrem Gesicht?

Das ist es also, das „Grusellabyrinth“, eine von 16 Szenen, die zu einer Gruselgeschichte zusammenwachsen; und wenn möglich, sollen in den Irrgängen zwischen den Szenen die zahlenden Gäste sich zügig zu Tode erschrecken. Am Donnerstagabend wurde in Bottrop die Eröffnung des Labyrinths gefeiert, von Freitagnachmittag an steht es Besuchern offen. Sie werden immer in Kleingruppen eingelassen, und ein Durchlauf dauert 100 Minuten – wenn man durchhält.

„Wir verzichten auf Blut- und Splattereffekte“, sagt Holger Schliemann (32), einer der drei Gründer. Ganz ohne ist die finstere Show aber trotzdem nicht, und wer hinein will, muss mindestens acht Jahre alt sein. Für Bottrop ist das Labyrinth schon die vierte Freizeiteinrichtung mit überregionalem Anspruch: neben dem Alpincenter (in Sichtweite), der „Movie World“ und „Schloss Beck“.

60 Darsteller arbeiten in der Show, böse Clowns, Kobolde, Untote, die seit Wochen wie besessen üben. Monika Wesely, die Darstellerin der zwielichtigen Zauberin Lyuba, sagt: „Jeder macht mal einen Fehler. Wir sind alle auch nur Menschen.“

Gut zu wissen.