Medien
König erlässt Journalistin Peitsche nach Sex-Sendung
26.10.2009 | 15:54 Uhr 2009-10-26T15:54:00+0100Riad. Die Journalistin Rosanna al Jami wird doch nicht mit 60 Peitschenhieben bestraft. Der saudiarabische König erließ ihr die gegen sie verhängte Strafe. Al Jami war verurteilt worden, weil sie für eine TV-Show arbeitet, in der ein Gast über sein Sexleben gesprochen hatte und Sexspielzeug zeigte.
Der saudiarabische König Abdullah hat einer Journalistin 60 Peitschenhiebe erlassen, zu denen sie am Wochenende wegen einer Fernsehsendung über Sex verurteilt worden war. Das Informationsministerium teilte am Montag mit, die drakonische Maßnahme gegen die 22-jährige Rosanna al Jami werde aufgrund des königlichen Gnadenaktes nicht ausgeführt. Auch der Fall einer Kollegin, der schwangeren Iman Radschab, werde von einem Komitee des Informationsministeriums überprüft.
Al Jami war verurteilt worden, weil sie an der Vorbereitung und Werbung für die Talkshow im Internet beteiligt gewesen sein soll. Darin berichtete ein geschiedener vierfacher Vater über sein Sexleben und zeigte auch Sexspielzeuge, die allerdings undeutlich gemacht wurden. Die Show wurde von dem libanesischen Satellitensender LBC ausgestrahlt, dessen zwei Büros in Saudi-Arabien danach geschlossen wurden.
Talkshow-Gast zu fünf Jahren Haft verurteilt
Masen Abdul-Dschawad, der in der Sendung zu Wort kam, wurde in diesem Monat zu fünf Jahren Gefängnis und 1.000 Peitschenhieben verurteilt. Drei weitere Männer, die ebenfalls in der Show über Sex plauderten, wurden zu zwei Jahren Gefängnis und 300 Peitschenhieben verurteilt. Sexualität ist ein Tabuthema im sittenstrengen Saudi-Arabien.
Al Jami ist vermutlich die erste Frau überhaupt in Saudi-Arabien, die zu Peitschenhieben verurteilt wurde. Sie sagte der Nachrichtenagentur AP am Montag, auch wenn ihr das Auspeitschen nun erspart bleibe, sollte das Urteil gegen sie doch zur Abschreckung dienen. (ap)

22:34
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19:32
Ich arbeite z.Z in Jeddah. Auch wenn man kein Freund dieses Systems ist, muss man auch sehen, das selbst der König gegen ein für unsere Verhältnisse sehr Machtige Lobby des Klerus ankämpfen muss. Und das tut er in der tat,(Im Gegensatz zu seinem Vorgänger). Bestes Beispiel ist der bau des beeindruckenden Economic-City, es ist eigentlich ein Winkelzug des Königs gegen den Klerus, damit Frauen Studieren können. Die Saudis (In der restlichen arabischen Welt nicht sonderlich beliebt) haben noch einen sehr langen Weg vor sich, den sie, wenn sie so weitermachen, aber gehen werden. Ich denke, eines Tages, wenn er (noch) weit weg erscheint, wird auch hier die Macht der Kleriker gebrochen sein, da bin ich mir sicher.
18:14
Nüchtern betrachtet:
Das Gericht ist übers Ziel hinausgeschossen, der König hats korrigiert. Auch das sollte man bei aller Kritik anerkennen.
Der Entschluss des Königs ist zu begrüßen und gibt zumindest ein wenig Anlass zur Hoffnung.
16:07
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15:09
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14:57
^^^ Bin mal gespannt wann es hier soweit ist. Stelle mir gerade vor, wie die Bio-Lehrerin im Sexualkundeunterricht über Sex redet und möglicherweise noch zu Demonstartionszwecken Dildos oder Kondome zeigt....*ui ui ui* - ich höre jetzt schon das Klatschen der Peitsche....
Lilo Wanders wird dann wahrscheinlich direkt gesteinigt... und das Dr. Sommer Team erst, in deren Haut möchte ich nicht stecken...
14:42
@ Marcel1977
Hier, zur weiteren Info:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/830/490209/text/
14:38
Tja, was wird dann erst einmal sein, wenn unser Guido das Land bereist?
Auf Homosexualität steht in diesem Vorsintflutstaat die Todesstrafe!
s. a.:
Für homosexuellen Geschlechtsverkehr zwischen Männern (liwat) kann die Todesstrafe verhängt werden.
Quelle: Wikipedia
14:37
#2 von Marcel1977
Nicht wirklich! Die Journalistin wirkte ja schließlich nur an einer Talkshow mit, din der ein Mann über sein ausschweifendes Sexualleben berichtete.
Der ist inzwischen zu fünf Jahren Haft und 1000 Peitschenhiebe verurteilt worden.
Gruß
14:19
Juhuu, Saudiarabien ist auf dem Weg von der Steinzeit ins Mittelalter!