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Klimawandel und Schädlinge setzen dem Forst schwer zu

10.06.2009 | 17:15 Uhr
Klimawandel und Schädlinge setzen dem Forst schwer zu

Berlin. Die gute Nachricht zuerst: Der deutsche Wald wächst. Aber: Klimawandel und Schädlinge machen den Bäumen zu schaffen - so steht es im Waldbericht der Bundesregierung. Stark gestiegen sind die Holzproduktion und die Abholzung.

Der deutsche Wald wächst, ist aber erheblichen Belastungen ausgesetzt. Das geht aus dem Waldbericht der Bundesregierung hervor, den Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am Mittwoch dem Bundeskabinett vorlegte. Laut Bundesregierung ist die Waldfläche in den vergangenen vier Jahrzehnten um eine Million Hektar gewachsen. Jährlich breite sich der heimische Forst um durchschnnittlich zehn Quadratmeter pro Hektar aus. Mit etwa einem Drittel Forstfläche sei Deutschland eines der waldreichsten EU-Länder.

Deutlich zu warme Jahre für den Wald

Zu schaffen machen den heimischen Wäldern laut Bericht extreme Witterung, Klimawandel, Schädlinge und Waldbrände. So war es beispielsweise zwischen 2001 und 2008 deutlich zu warm. Als Folge dünnten sich die Kronen der Blätter aus. Auch Stürme wie Kyrill Anfang 2007 richteten demnach langfristige Schäden an. Insekten und andere, wärmeliebende Schädlinge bringen den Wald zusätzlich aus seinem natürlichen Gleichgewicht.

Die Abholzung hat zugenommen. Allerdings hat auch der Orkan Kyrill seinen Teil dazubeigetragen. Hier zu sehen: Waldarbeiten im Klever Reichswald. (Foto: Thorsten Lindekamp)

Stark gestiegen ist dem Bericht zufolge die Holzproduktion und der Holzeinschlag. Er stieg von 39,5 Millionen Quadratmetern im Jahr 2001 auf 62,3 Millionen in 2006. Dennoch liege der Holzeinschlag weiter unter dem Holzzuwachs, teilte die Bundesregierung mit.

Sorge über Abholzung in den Tropen

Sorgenvoll äußert sich der Bericht über die Abholzung von Wäldern in den Tropen. Jährlich würden dort 13 Millionen Hektar wertvoller Naturwälder zerstört. Das entspricht etwa 35 Prozent der Fläche Deutschlands. Ursachen seien Armut, keine nachhaltige Landnutzung oder schwache Regierungsstrukturen.

Hinzu komme die weltweite Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln sowie Bioenergie. Durch die Umwandlung von Naturwäldern in Ackerflächen in den Entwicklungsländern werde der Klimawandel verschärft. Der Waldbericht der Bundesregierung informiert über die Wald-, Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland sowie über die Schwerpunkte der nationalen Forstpolitik und internationalem Waldpolitik.

DerWesten

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Kommentare
11.06.2009
07:07
Klimawandel und Schädlinge setzen dem Forst schwer zu
von dasKollektiv | #1

Sorge über Abholzung in den Tropen

Nun,
Pressholz aus Bambus ist dem Tropenholz (zB Bangkirai) gleichwertig in der Anwendung aber im Anbau wehsendlich effektiver und Klimaunschädlich!

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