Kirby aus Fröndenberg verzweifelt gesucht

Kirby wird in Fröndenberg vermisst. Herrchen Jörg Buchholz sucht auch bei Facebook.
Kirby wird in Fröndenberg vermisst. Herrchen Jörg Buchholz sucht auch bei Facebook.
Foto: Jürgen Overkott
Was wir bereits wissen
Ein 28-jähriger Student sucht seinen Chihuahua-Mischling seit fünf Monaten – bisher vergeblich. Doch die Hoffnung gibt er nicht auf.

Ardey..  Jetzt sind es fünf Monate. „Auf den Tag genau“, sagt Jörg Buchholz. Seit dem 17. September vorigen Jahres vermisst der 28-jährige Student seinen Chihuahua-Mischling Kirby. Der nüchtern wirkende junge Mann glaubt fest daran, dass der einjährige Vierbeiner noch lebt – vermutlich sogar in Fröndenberg.

Im vergangenen Spätsommer büchst der Kleine bei einem Spaziergang aus. Noch am selben Nachmittag, gegen 17 Uhr, wird Kirby vor der Haustür gesehen. „Doch er war ausgesperrt, weil wir anderswo noch auf der Suche nach ihm waren“, erinnert sich Jörg Buchholz. Ein zweites Mal wird Kirby am nächsten Tag gegen zehn Uhr morgens gesehen. Doch wieder ist Jörg Buchholz nicht zuhause. Danach verliert sich die Spur des kleinen Hundes, der gerade mal eine Schulterhöhe von 27,5 Zentimetern hat und kaum 2,5 Kilo wiegt.

Kirby liegt Jörg Buchholz am Herzen; der Hund ist ein Familien-Mitglied. „Er ist ein eigener Wurf. Wir haben ihn mit der Flasche aufgezogen.“

Der Student lässt nichts unversucht, um seinen vierbeinigen Freund zu finden. „Wir haben in Abstimmung mit Jägern Futterplätze eingerichtet, Lebendfallen aufgestellt, mit Kameras“, erzählt der junge Mann. Vergeblich: Die Kameras zeichnen nur Füchse auf.

Auch Suchhunde setzt Jörg Buchholz ein. Tatsächlich nehmen die Supernasen Witterung auf. „Kirby muss eine Zeit lang in der Gegend gewesen sein. Doch dann bricht die Spur ab.“ Ein weiteres Mal setzt Jörg Buchholz seine Hoffnung auf einen Suchhund. Wieder wittert er Kirby. Doch die Spuren sind – zeitbedingt – schwächer und damit nicht mehr eindeutig.

„Ein toter Hund wäre aufgefallen“

Trotzdem glaubt Jörg Buchholz fest daran, dass Kirby noch lebt. „Wir haben mit Jägern gesprochen, und dem Straßendienst“, berichtet der Hunde-Freund, „sie sagen, da war nichts. Ein toter Hund wäre aufgefallen.“

Jörg Buchholz glaubt, dass Kirby aufgegriffen wurde und jetzt an fremder Leine durch Fröndenberg läuft. Er hofft, dass ihm die Öffentlichkeit hilft. So hat der junge Mann Suchplakate im gesamten Stadtgebiet aufgehängt, eine Facebook-Gruppe gegründet und die WP um Mithilfe gebeten.

Bisher hat es durchaus Rückmeldungen von Zeugen gegeben, die Kirby gesehen haben wollen. „Doch die Hinweise waren zu vage“, sagt der Ardeyer und kann seine Enttäuschung kaum verbergen.

„Wenn sich jemand freiwillig bei mir meldet und den Hund zurückgibt, sehe ich von einer Anzeige ab“, sagt Jörg Buchholz, „er erhält sogar den versprochenen Finderlohn von 500 Euro.“ Und wenn nicht? Daran mag er gar nicht denken. „Ach“, sagt er nach einer Pause, „das ist fallabhängig.“