Kinderhasser wandelt sich zum „Super-Dad“

Komödie Er war jung, er brauchte das Geld. Deshalb hat sich Mark (Stephan Luca) vor Jahren ein paar Euro als Samenspender dazu verdient. Eigene Kinder aber sind kein Thema. Auf alle Freiheiten verzichten, die das Leben mit den Kumpeln und seiner Freundin Greta (Stefanie Stappenbeck) so bietet? „Niemals“, sagt Mark, aber plötzlich ist Greta schwanger. Kann passieren, ist nicht ungewöhnlich, wäre deshalb zu wenig für einen Film. Zumindest für Sat.1. Deshalb lässt das Drehbuch auch 99 andere Kinder auftauchen, allesamt Ergebnisse von Marks Spenderfreudigkeit. Sie wollen herausfinden, wer ihr biologischer Erzeuger ist. Damit kann man 90 Minuten schon mal halbwegs sinnvoll füllen. Denn der Super-Dad ist gar nicht so schlimm. Vieles ist vorhersehbar, selbst wenn man die vielen ähnlich angelegten Kinovorbilder nicht gesehen hat. Stephan Luca aber vollzieht die Wandlung vom egoistischen Kinderhasser zur Vaterfigur ganz gelungen.

Für einen Dienstagabend bei Sat.1 geht das in Ordnung. Man wünscht sich nur, der Sender würde mal ein paar eigenen Ideen für seine Familienkomödien entwickeln.

Sat.1, 20.15 Uhr