Kind in Rheinfelden getötet
16.09.2012 | 13:47 Uhr 2012-09-16T13:47:38+0200Familiendrama in Südbaden: In Rheinfelden (Landkreis Lörrach) hat ein Mann offenbar seinen kleinen Sohn erstickt und anschließend versucht, sich selbst zu töten. Der 48-Jährige überlebte, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Hintergrund der Tat ist vermutlich ein Streit um das Sorgerecht für den Sechsjährigen.
Rheinfelden (dapd). Familiendrama in Südbaden: In Rheinfelden (Landkreis Lörrach) hat ein Mann offenbar seinen kleinen Sohn erstickt und anschließend versucht, sich selbst zu töten. Der 48-Jährige überlebte, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Hintergrund der Tat ist vermutlich ein Streit um das Sorgerecht für den Sechsjährigen.
Das Kind wurde am Freitagabend tot in der Wohnung des Mannes aufgefunden. Es lag leblos in seinem Bett im Kinderzimmer. Das vorläufige Ergebnis der Obduktion ergab, dass der Junge erstickt wurde. Die Ermittler gehen davon aus, dass er schon seit Stunden tot war, als er gefunden wurde.
Der Vater lag bewusstlos in der Badewanne. Ein Notarzt konnte den Zustand des Mannes stabilisieren. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Für ihn besteht den Angaben zufolge keine Lebensgefahr. Vernommen werden konnte der 48-Jährige aufgrund seines Gesundheitszustandes noch nicht. Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag auf dapd-Anfrage, es bislang keine neuen Erkenntnisse.
Der Mann lebte laut Polizei seit kurzer Zeit von seiner Frau getrennt und wohnte mit dem Sechsjährigen zusammen. Am Donnerstag habe er erfahren, dass er vermutlich kein Sorgerecht für seinen Sohn bekommen würde. Da er anschließend nicht erreichbar war, wurde die Polizei alarmiert.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vater wegen des Verdachts des Totschlags. Es wurde Haftbefehl erlassen.
dapd
