Keine Islamhetze – Ermittlung gegen Dieter Nuhr eingestellt

Ein Muslim aus Osnabrück hatte Dieter Nuhr angezeigt, weil der 54-Jährige sich wiederholt kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt hatte.
Ein Muslim aus Osnabrück hatte Dieter Nuhr angezeigt, weil der 54-Jährige sich wiederholt kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt hatte.
Foto: Archiv/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Vorwurf der Islamhetze gegen Dieter Nuhr ist aus der Welt geschafft – die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Kabarettisten eingestellt. Es habe sich bei den Äußerungen erkennbar um Satire gehandelt. Ein Muslim aus Osnabrück hatte Nuhr angezeigt.

Hamburg.. Das Ermittlungsverfahren gegen den Kabarettisten Dieter Nuhr wegen angeblicher Islam-Hetze wird eingestellt. Die Staatsanwaltschaft habe die Kunstfreiheit gegen den Schutz von Religionsgemeinschaften abgewogen und sei dann zu dieser Entscheidung gekommen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, der Nachrichtenagentur dpa.

Zuvor hatte der Radiosender NDR Info darüber berichtet. Ein Sprecher des Norddeutschen Rundfunks teilte am Mittwoch mit, die Staatsanwaltschaft habe die Einstellung damit begründet, dass es für die Erfüllung des Volksverhetzungsparagrafen in den Werken von Nuhr an der "fremdenfeindlichen Gesinnung" fehle. Auch das Kriterium der Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft sei nicht erfüllt, da es sich erkennbar um Satire handele.

Ein Muslim aus Osnabrück hatte Nuhr angezeigt. Der 54-Jährige hat sich wiederholt kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt. (dpa)