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Geiseldrama

Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant

04.07.2012 | 17:18 Uhr
Fünf Tote fanden die Polizisten von Sondereinsatzkommando in der Wohnung, in der sich der Geiselnehmer verschanzt hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 53-jährige Täter die Morde geplant hatte und sich schließlich selbst tötete. Foto: dapd

Karlsruhe.  Bei der Geiselnahme in Karlsruhe hat der Täter zwei der Opfer regelrecht hingerichtet. Ein dritter Mann starb offenbar, als er versuchte, dem Geiselnehmer die Waffe zu entreißen. Der tötete auch seine Lebensgefährtin und sich selbst. Die Opfer waren gekommen, um eine Zwangsräumung zu vollstrecken.

Bei der Geiselnahme in Karlsruhe mit fünf Toten hat der Täter nach Einschätzung der Ermittler seine Tat im Vorfeld geplant. „Nach jetziger Sachlage gehe ich davon aus, dass er auch eine Geiselnahme und sogar Mord an den eintreten Personen geplant hat“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Gunter Spitz am Nachmittag in Karlsruhe. Der schwer bewaffnete Täter hatte zunächst vier Personen erschossen, anschließend sich selbst.

Bei den Opfern des 53-Jährigen handele es sich um einen Gerichtsvollzieher, einen Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes, den neuen Wohnungsbesitzer sowie die bisherige Wohnungsinhaberin und Lebensgefährtin des Täters. Einen Mitarbeiter des Karlsruhers Sozialamtes ließ der Täter laut Polizei laufen. Dieser habe dann die Polizei informiert.

Der Täter hatte sich seit etwa acht Uhr morgens mit den Geiseln in dem Haus in der Karlsruher Nordstadt verbarrikadiert, nachdem die Wohnung zwangsgeräumt werden sollte. Laut Polizei war er schwer bewaffnet, unter anderem mit zwei Pistolen, einem Schrotgewehr, einem weiteren Gewehr sowie reichlich Munition. Neben den Waffen habe er sich bereits Fesselwerkzeug bereitgelegt. (afp/dapd)

Geiselnahme in Karlsruhe

 



Kommentare
05.07.2012
14:01
Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant
von wahlpottler | #10

Hallo Percy1979,

auch wenn Sie meine Aussage bestätigen, kann ich nicht darüber freuen. Lieber wäre mir das Gegenteil.
Gerne erläutere ich es auch Ihnen erneut: es geht bei der Frage nach den Auslösern für diese Tat nicht um nachträgliche Rechtfertigung, sondern um die Frage wie man in Zukunft eine Wiederholung möglichst verhindern kann indem man diese Auslöser beseitigt.
Ist das etwa nicht in Ihrem Sinne?

05.07.2012
12:26
@ AuroraBorealis | #2
von Percy1979 | #9

Guten Tag liebe Lesegemeinde,

ich finde es geschmacklos, wie sie versuchen einen vermeintlich geplanten Mord zu rechtferigen und schließ mich Herrn Dingelstein an. Sicher machen die Behörden im Vorfeld in vielen Situationen schon Fehler, und vielleicht wurde der Täter bis zum äußersten getrieben, aber dies rechtfertigt noch lange keine Morde. Es existieren immer Lösungen, niemand müsste in DE auf der Straße leben oder in Armut, es bestehen immer soziale Minestanforderungen. Mein herzliches Beileid an die Hinterbliebenen der getöteten Personen an dieser Stelle.

Mich würde viel mehr interessieren, weshalb die Polizei bei dieser Zwangsräumung nicht anwesend war, ich war immer der Meinung, wenn eine Wohnung zwangsgeräumt und eine verschlossene Tür durch einen Schlosser "aufgebrochen" werden muss, muss auch die Polizei mit mindestens 2 Beamten vor Ort sein, um das Eigentum zu schützen und für den sicheren Abtransport zu sorgen. Anscheinend ist dies wohl nicht mehr gültig.

05.07.2012
12:10
Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant
von wahlpottler | #8

@ AuroraBorealis
Vergebliche Liebesmüh. Menschen wie Dingelstein werden niemals verstehen, dass es in ihrem eigenen Interesse liegt auch mal nach den Beweggründen der Täter zu forschen, um künftig durch Prävention solche Gründe gar nicht erst entstehen zu lassen. Da fällt sofort die Klappe und statt dem Schutz, den das für uns alle bedeutet, sehen diese nur das "**************".
Diese Menschengruppe kennt nur härtere Strafen, vergisst dabei aber, dass Strafen eben immer erst nach einer Tat verhängt werden können. Mal davon abgesehen, dass man mit Strafen niemanden abschrecken kann, der ohnehin schon seinen eigenen Tod mit einkalkuliert hat, ist die Tat dann aber schon begangen worden.
Die USA haben die Todesstrafe und inhaftieren und foltern Terroristen in Spezialgefängnissen - und trotzdem geschehen weiter Morde und Anschläge.
Herr von Dingelstein, erleuchten Sie uns. Welche härteren Strafen als Inhaftierung, Folter und der Tod fallen Ihnen noch ein?

04.07.2012
22:53
@ von GrafVonDingelstein | #6
von AuroraBorealis | #7

Freut mich, dass Sie sich noch einmal gemeldet haben. Zeigt es doch, dass Sie # 4 gelesen haben.
Nur schade, dass Ihr Intellekt offenbar so gering ist, sich der darin enthaltenen Informationen auch annehmen zu können.

Vielleicht hilft es Ihnen ja, wenn Sie die Headline unter #2 lesen würden?

Weil es bei Ihnen offensichtlich auch noch an entsprechender Lesekompetenz mangelt, zur Erklärung:
Die Headline möchte u. a. aussagen, dass es k e i n e n einzigen Grund gibt, einen anderen Menschen gegen seinen nicht zuvor erklärten Willen das Leben zu nehmen.
Es mag Ihnen nun kalt klingen. Aber die Getöteten haben im Zusammenhang mit diesem Tötungsdelikt vermutlich nicht so viel Leid erfahren müssen, wie es nun den Hinterbliebenen widerfahren wird. Nicht allein, dass aus ihrer Mitte ein geliebter Mensch gerissen wurde, nein, sie müssen sich zusätzlich auch noch mit der Sinnlosigkeit dieses Gewaltaktes auseinanderzusetzen versuchen.
Ich verurteile jegliche Gewalt!
Mord ist die brutalste Gewalt.

1 Antwort
Überschrift und Text widersprechen einander
von trapper | #7-1

Ich muss mich leider noch einmal melden, aber wenn Sie auf Ihre Überschrift des Postings #2 verweisen, übersehen Sie, dass der dort geäußerte Gedanke in Ihrem Text nicht ein einziges Mal mehr auftaucht. Stattdessen versuchen Sie, wie ich schon einmal ausführte, die Schuld für die Morde bei anderen, aber nicht beim Mörder zu suchen.
Und wenn Sie auf Fakten abheben, dann sollten Sie berücksichtigen, dass die Wohnungseigentümerin in Zahlungsverzug geraten ist und nicht der spätere Täter. Was hat also das Jobcenter damit zu tun?
Und wenn Sie sicher sind, dass die Opfer nicht so sehr gelitten haben, dann lassen Sie sich doch mal versuchsweise zwemal ins Bein oder einmal in den Bauch schießen.
Interessant finde ich übrigens, dass Sie Gewalt ablehnen, aber dann doch von einem "sinnlosen" Gewaltakt schreiben. Dies impliziert aber, dass es für Sie auch sinnvolle Gewalt gibt, was dann wiederum im Widerspruch zu Ihrer Ablehnung von Gewalt steht.

04.07.2012
21:12
Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant
von GrafVonDingelstein | #6

@AuroraBorealis | #5.......mit jedem weiteren Wort disqualifizieren Sie sich selbst.
5 Tote und Sie verzapfen hier ihren Psychoverfolgungswahnmüll......

04.07.2012
20:23
Aktualisierung @ von GrafVonDingelstein | #3
von AuroraBorealis | #5

Diese Webseite ist mit den Fakten noch nicht auf dem neuesten Stand. Doch den Medienmeldungen zu entnehmen ist, dass es sich bei dem Mann um einen Arbeitslosen handelt.

04.07.2012
20:06
@ von GrafVonDingelstein | #3
von AuroraBorealis | #4

Haben Sie auch etwas zum Thema zu vermelden?
Oder geht es Ihnen einfach nur darum, andere Kommentare bzw. deren VerfasserInnen zu beleidigen?
Wie Sie über ALG II-Hilfeampfänger denken und Ihre primitive Art Ihres Mitteilungsbedürfnisses ist hier ohnehin allgemein bekannt.

Übrigens, mittlerweile wird auch auf derwesten.de vermeldet, dass die Zwangsräumung durch aufgelaufene Mietschulden begründet ist.
Warten wir also ab, was die Medien in den nächsten Tagen noch weiter zu vermelden haben.

Zwischenzeitlich sollten Sie Ihr öffentliches Verhalten einmal ernsthaft überdenken, sofern Ihr Intellekt es zulässt.
Oder nutzen hierfür einfach die Hilfe eines Psychotherapeuten.

04.07.2012
18:35
Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant
von GrafVonDingelstein | #3

@AuroraBorealis | #2....Ihr Kommentar zu dieser Tat und die damit krampfhaft versuchte Rechtfertigung ekelt einen nur noch an.
Sie scheinen ganz schwer was am, aber nicht im Kopf zu haben.

4 Antworten
Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant
von Hans.Huckebein | #3-1

Diesem Kommentar schliesse ich mich uneingeschränkt an.

Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant
von Stromerin | #3-2

Ich mich auch @ Hans Huckebein!!!

Der Kommentar von #2 könnte direkt von komisch66 stammen!

Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant
von profilohnenutzen | #3-3

ich kann mich NICHT anschließen!

Die von "AuroraBorealis" vorgebrachten Gründe können durchaus eine maßgebliche Rolle spielen. In Speyer, RP z.B. ist bereits ein HartzIV Empfänger verhungert, ein zweiter wurde kurz vor dem verhungern "gerettet". Denken Sie das ist Zufall? Ich nicht. Ich kenne die Problematik leider nur zu gut. Zum JobCenter gibt es zwei maßgebliche Dinge zu beachten. Zum Einen; "Das Erste was man im JobCenter abgibt ist nicht der Erstantrag, es ist die Würde", zum Anderen der Satz:"Das machen wir grundsätzlich nicht".
Klar, kann man hier der Meinung sein das es solche Menschen ja verdient haben das man so mit ihnen umgeht, die schaffen ja nix und ich allein muss für die ganzen schmarotzer zahlen. Doch so einfach ist das nicht. Jeder, wirklich jeder wird vom JobCenter gleich behandelt. Also schlecht. Da kann man eine Ausbildung, einen Hochschulabschluß haben oder man kann auch seit 40 Jahren durchgängig gearbeitet haben. Ist man einmal drin, dann gute Nacht.

Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant
von profilohnenutzen | #3-4

Das schlimme an dem System ist das man dem Kranken sagt das er sich doch gefälligst selbst zu heilen hat bevor er die Medizin erhalten kann. Dann natürlich auch nur wenn man freundlichst drum bittet die Krankenrechnung selbst bezahlen zu dürfen. Es ist einfach schamlos wie mit den schwächsten (Schmaotzer oder nicht) umgegangen wird. Hier fehlt eindeutig eine Differenzierung. Es wird immer die geben die nicht wollen, dann laßt sie doch. Ein schönes Leben ist das bestimmt nicht. Aber es gibt auch die die wollen, denen hat man gefälligst zu helfen. "Das tun wir aber grundsätzlich nicht" Und warum wird das getan? Nur damit noch ein € gespart werden kann.
Ob das JobCenter im Falle des Amokläufers nun eine Rolle spielt oder nicht, dass gilt es abzuwarten. Wahrscheinlich wird es heißen das es nur daran gelegen hätte das ers eine Bescheinigung nicht abgegeben hat u deswegen...

Bitte einfach mal über den Tellerrand hinaus schauen!

04.07.2012
18:20
Das Töten eines Menschen ist durch nichts entschuldigen!
von AuroraBorealis | #2

Man kennt nicht die Gründer der Zwangsräumung.
Im WEB ist zu entnehmen, dass es sich bei der Wohnung um eine Mietwohnung in einer ehemaligen Soldatenkaserne handelt.
Ohne Hintergrundwissen kann nur spekuliert werden. So z. B., handelt es sich hier evtl. um die Verzweifelungstat eines vom Jobcenter (JC) ursächlichen Zwangsumzug? Kann es sein, dass ihm –wie leider ständig– die tatsächliche Miete vom JC nicht übernommen wurden, sondern ihm nur eine kommunal erfundene Miete bewilligt wurde?
Kann es sein, dass er rechtliche Hilfe gesucht hat, ihm Hilfe und sein Recht verwehrt wurden?
Kann es sein, dass ein Umzug mangels entsprechend billigem Wohnraum nicht möglich gewesen ist und sich so Mietschulden angehäuft haben?
Es ist nichts Neues, dass JC Mietsenkungsverfahren durchführen, das Gericht ungeprüft die Argumente des JC übernimmt und somit zu Ungunsten der Betroffenen urteilt.
Hartz-IV ist Suizidbeförderungspolitik
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15646&css=print

1 Antwort
Die Opfer sind nicht die Täter
von trapper | #2-1

1. Sie versuchen in Ihrem mit vielen "kann es sein"-Phrasen die Verantwortung für die Morde auf die Opfer bzw. staatliche Institutionen zu verlagern. Das ist eine Beleidigung für die Opfer und die Hinterbliebenen.
2. Was das WEB angeht, so kann man nur feststellen, dass dort auch viel Blödsinn steht.
3. Hartz IV ist "Suizidbeförderungspolitik"? Darüber kann man diskutieren, aber bestimmt nicht darüber, ob man bei seinem Suizid möglichst viele andere Menschen mit in den Tod nehmen darf.
4. Für einen verarmten und verzweifelten Mann, wie Sie ihn hier beschreiben, hat er aber erstaunlich viele Waffen und Munition besessen. Sind die nicht eigentlich teuer?

04.07.2012
17:34
Karlsruher Geiselnehmer hatte Morde offenbar geplant
von moersmaus | #1

Schade, dass dieser A... sich umgebracht hat. Da hätte man ansonsten die Familien der Opfer drauf los lassen sollen.
Man wird heutzutage umgebracht, wenn man seiner Arbeit nachgeht, super ... Und es soll mir keiner damit kommen, der Täter wäre ja so verzweifelt gewesen. Eine Zwangsräumung kommt nicht von heut auf morgen und wenn man sich keine Hilfe holt, darf man nicht andere für die eigene Dummheit leiden lassen!

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