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Kampfhund

Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf

15.11.2012 | 08:40 Uhr
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
Ein Dogo Argentino - hier im Tierheim Gelsenkirchen: Die Rasse gilt in einigen Bundesländern als gefährlich.Foto: Thomas Schmidtke/WAZ Foto-Pool

Würzburg.   Ein Sechsjähriger ist von einem Kampfhund schwer verletzt worden. Der Junge wurde von dem Hund der Rasse Dogo Argentino in seinem eigenen Zimmer mit Bissen in den Kopf attackiert. Die Familie hatte das Tier vor zwei Wochen geschenkt bekommen.

Ein sechsjähriger Junge ist in Würzburg von einem Kampfhund schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde der Junge am Mittwochnachmittag in seinem eigenen Zimmer vom Hund der Familie attackiert.

Seine Mutter und deren Freund konnten den Hund der Rasse Dogo Argentino von seinem Opfer trennen, bevor es zu einer noch schlimmeren Verletzung kam. Der Sechsjährige wurde mit Bisswunden am Kopf ins Krankenhaus gebracht.

Kampfhund geschenkt bekommen

Warum der Hund auf den Jungen losging, war unklar. Die Familie hatte den Kampfhund vor zwei Wochen geschenkt bekommen. Nach dem Vorfall übergaben sie das Tier an die Polizei.

In einigen Bundesländern, darunter auch Bayern, stehen Dogo-Argentino-Hunde auf der Rasseliste und werden als gefährlich eingestuft. Durch einen Wesenstest kann in Einzelfällen Ungefährlichkeit nachgewiesen werden. Ob der Hund einen solchen Test absolviert hat, war zunächst unklar.



Kommentare
16.11.2012
01:49
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
von DerBiker72 | #14

manche Menschen scheinen eh nicht ohne Tier wie Hund oder Katze leben zu können, als wäre es ein Kinderersatz. Hier traf es mal wieder ein Kleinkind.

15.11.2012
16:24
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
von freimeinung | #13

Das Verhalten der Eltern kann nur fassungslos machen. Hoffentlich trägt das Kind keine bleibenden Schäden (auch psychisch) davon. Dass der Artikel bestem Bild-Niveau entspricht kann ich nur unterschreiben. Kleiner Tipp an den Redakteur: Mir fehlen noch die Lieblingswörter der hiesigen Blättchen bei solchen Themen. Irgendwo müsste noch "zerfleischt" und "Bestie" untergebracht werden.

15.11.2012
14:18
Ich halten den Artikel für eisserisch und tendenziös,
von cui.bono | #12

wer sich einen großen Hund geschenkt bekommt und sein sechsjähriges Kind mit einem großen Hund alleine lässt, handelt aus meiner Sicht extrem fahrlässig und sollte nicht dem Hund die Schuld für das Geschehen geben.

Aber wer will denn heute in unserer Gesellschaft noch verantwortung übernehmen? Da ist es doch wesentlich leichter einen Hund - der sich nicht gegen derartige Beschuldigungen wehren kann - verantwortlich zu machen, statt mal zu überlegen woe groß die eigene Mitschuld an derartigen Vorfällen ist.

Für meine Begriffe hätte der Autor auch mal auf ein wenig hinterfragen können.

Ansonsten bester "Bild-Zeitungs-Stil"!

15.11.2012
13:25
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
von Lebewesen | #11

Menschen, die einen Dogo Argentino halten aber gleich alle in den gleichen Topf zu werfen führt aber doch etwas zu weit. Ganz einfach gesagt, sollten Kriminelle überhaupt keine Hund halten dürfen. Bei uns wird in einigen Kantonen zur Haltung eines Listenhundes ein Straffregisterauszug verlangt, das wäre der richtige Weg und nicht die Zucht diesen weissen Riesen mit dem goldenen Herz zu verbieten.

Unser ein und alles ist unser Dogo Argentino. Er ist unser geliebtes Familienmitgleid, wir als Knutschbär missbraucht und freut sich immer unheimlich, wenn wir besuch bekommen. Kinder findet er ober toll und gegenüber kleinen Hunden ist er vorsichtig als wären es Porzelanpüpchen, obwohl er sonst motorisch zimmlich ein Trampelhund ist :-)
Wir machen mit ihm eine Ausbildung zum Personensuchhund (Mantrailing) und bis jetzt hat er noch keinen Fährtenleger gefressen:-) Wie wärs wenn die Presse mal eine Serie über solche "Kampfhunde"-Halter bringen würde?

15.11.2012
13:12
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
von EduardM | #10

Wer einen Hund halten will sollte vorher nachweisen müssen, das er auch die Fähigkeiten dazu hat.

Natürlich können die Hunde nichts für die Fehler ihrer Halter, aber die Opfer können noch weniger dazu. Es bringt auch nicht mit Dackeln zu argumentieren, die Beissßkraft eines Listenhundes und damit sein Gefahrenpotential ist um ein vielfaches größer.

2 Antworten
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
von dhfonkel | #10-1

Entschuldigung, aber das ist totaler Nonsens.
Die Beisskraft eines entscheidet nicht über die latente Gefährlichkeit des Tieres.
Und ob ein Kinderkopf von einem Listenhund, wie Sie es nennen, (zu denen im übrigen auch Tiere mit weitaus geringerer Beisskraft zählen) mit 1000 Kilopond oder einem Mischlingshund mit 800 Kilopond gebissen wird, ist völlig irrelevant! Zu mal, die Beisskraft nichts über die Aggressiviät bzw. das Streßverhalten eines Hundes aussagt.
In 99 Prozent der Fällen ist auch nicht der Biss als solches das Gefährliche, sondern die durch den Biss möglichen Infektionen. Hier ist im übrigen ganz interessant zu wissen, dass ein Menschen- und Katzenbiss in der Regel weit infektiöser ist...

Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
von jessiesrevenge | #10-2

wo soll denn bitte die Gefahr größer sein?? Es geht doch nicht nur um die Beisskraft. Auch ein Dacke kann einen Kleinkind gefährlich werden. und eine Deutsche Dogge oder Kangal haben auch nicht beisskraft eines Staffs, aber wiegen das dreifache, was meiner meinung nach noch gefährlicher ist. Es kommt immer auf den halter an, sonst auf nix...es ist schließlich auch der Zoo schuld, wenn ihm ein Tiger ausbricht und jemanden verletzt/ tötet denn die hätten sorge tragen müßen das sowas nicht passieren kann. Genauso sind Hundehalter angehalten auf ihre Hunde zu achten. und auffgrund von statistiken sind auch ganz andere rassen viel gefährlicher eben weil sie häufiger vorkommen, wie Golden Retrievr und Schäferhund...

15.11.2012
11:34
......
von dhfonkel | #9

.....nun "attackiert" dieser Hund den kleinen Jungen. Warum und Wie hat er das getan.
Wurde er bedrängt von den Kleinkind? Hat das Kind ihm Schmerzen zugefügt? Hat der Hund tatsächlich gebissen oder nur in Richtung des Kindes geschnappt?? Welche Verletzungen erlitt das Kind?!?
Man weiß es nicht!? Man erfährt nur, dass die Mutter den Hund vom "Opfer trennen" konnte und somit "schlimmere Verletzungen" vermieden werden konnten.
Beachtlich zu wissen ist, dass die meisten Hundebisse in Deutschland von einer Gruppe von 4 Hunderassen ausgehen. Erstaunlich ist, dass sich hierbei keine Anlagehunde befinden und der Dackel weit vorne ist. Mit dieser RAsse kann man aber wohl keine reisserischen Schlagzeilen fabrizieren...
Nichtsdestotrotz hätte die Schlagzeile hier lauten müssen: " Naive Eltern lassen Ihr Kind mit unbekanntem Hund alleine - Jugendamt ist eingeschaltet"
PS.: Alles Gute dem Kleinen und eine schnelle Genesung!!!

15.11.2012
11:23
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf.....
von dhfonkel | #8

...oder der Weg der Waz-Gruppe vom investigativen Journalismus zu einem sensationslüsternden Boulevardblatt.
Hätte sich der Autor, ich vermeide hier bewusst das Wort "Journalist" einmal mit dem Thema befasst, wäre ihm aufgefallen, dass sein Artikel ausschliesslich auf Sensation und Panikmache ala Bild-Zeitung ausgelegt ist und keinerlei vernünftig recherchierte Fakten enthält.
"Kampfhunde", nach denen dieser Begriff im 18. und 19. Jahrhundert geprägt wurde, kämpften in Arenen gegen andere Hunde oder Tiere. Hierbei wurden ausschliesslich Hunde zugelassen, welche keinerlei Aggressivität gegenüber Menschen zeigten.
Ein "Kampfhund" und da sind sich alle Kynologie-Experten einig, muss zu einem solchen "ausgebildet" werden.
Betrachten wir also die Fakten:
Ein großer Hund wird, offensichtlich, von seinen neuen Besitzern mit einem 6-jährigen Kind alleine in einem Zimmer gelassen. Dies obwohl die Besitzer den Hund erst seit 2 Wochen haben und somit exakt nichts über seinen Charakter wissen...

15.11.2012
11:11
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
von jessiesrevenge | #7

is es nicht mehr möglich ein sachlich richitgen Artikel zu verfassen, also ohne Hetze und persönliche Wertung des Schreiberllings?? Für mich sieht die Dogo Argentino übrigens eher nach einer ameriaknischen Bulldogge aus. wie sie zb auch im Film die kleinen Strolche vokrommt.
Und könnte man enlich aufhören überall das Wort Kampf einzubauen?? Kampfhunde, Kampfradler, Kampfjogger etc...wir sind doch nicht im Boxring oder bei den Gladiatioren.
Es ist schon schlimm genug das wieder ein Kind verletzt wurde, weil die Eltern einfach das falsche Haustier erwählt haben aber die Redaktion hier würde wohl auch von Kampffischen schreiben wenn die Eltern Piranhas gekauft hätten.

15.11.2012
10:49
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
von scutje | #6

Wieder einmal menschliches Versagen.Einen ausgeachsenen Hund mit Vegangenheit nach nur 2 wochen oder überhaupt alleine mit einem Kind im Zimmer zulassen ist unverantwortlich,da spielt auch die Rasse keine Rolle.Leidtragend und Mißverstanden wird mal wieder der Hund.Hundeführerschein für alle Halter wäre wohl nicht verkehrt

15.11.2012
10:48
Kampfhund beißt Sechsjährigen in den Kopf
von Dogo-Tim | #5

Traurig, dass der Westen bezüglich dieser Berichterstattung übelstes BILD-Zeitungs-Niveau annimmt. Stichzeile: Kampfhund. Überschrift: Kampfhund. Es gibt keine Kampfhunde. Außer bei der BILD. Maximal sind es Listenhunde. Und diese Listen sind so unfassbar überflüssig wie geschälte Bananen im Supermarkt.

Wer lässt einen Hund, der gerade mal zwei Wochen bei der Familie ist, unbeaufsichtigt in das Kinderzimmer? Hier sind ganz klar die Eltern Schuld und wohl auch der/diejenige, der/die den Hund verschenkt hat. Aber keinesfalls der Hund. Niemand weiß, was in dem Kinderzimmer passiert ist. Hat das Kind den Hund geärgert o.ä.? Wenn so ein Hund von schätzungsweise 50 Kilo mit seinen Zähnen - und sei es auch nur im "Spiel" - am Gesicht des Kindes vorbei schrammt, sieht das übel aus. Aber daraus gleich so eine Überschrift abzuleiten ist sensationslüstern und hat mit Journalismus nichts zu tun. Sprechen Sie bitte mit einem Experten, bevor sie so einen unreflektierten Müll verzapfen.

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