Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Technik

Kalifornien will selbstfahrende Autos auf die Straße bringen

26.09.2012 | 17:55 Uhr

Mountain View/USA.  Der Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien unterzeichnete am Dienstag ein Gesetz, das den Weg für fahrerlose Autos bereiten soll. Der Konzern Google will bei der Entwicklung der neuen Automodelle mit der Automobilindustrie zusammenarbeiten und hatte sich hatte sich für den Erlass der Vorschriften eingesetzt.

Der US-Staat Kalifornien macht seinen Straßenverkehr fit für die Zukunft. Gouverneur Jerry Brown unterzeichnete am Dienstag (Ortszeit) in der Google-Zentrale in Mountain View ein Gesetz, das den Weg für die Zulassung von Autos ohne Fahrer freimacht. Dazu stieg er selbst in eines der computergesteuerten Fahrzeuge, um bei Google vorzufahren. Der US-Konzern ist Vorreiter bei dieser Technik und rechnet damit, das die selbst manövrierenden Autos in den kommenden zehn Jahren reif für den Handel sein werden.

"Heute werden wir Zeuge, wie aus Science-Fiction die Realität von morgen wird - das selbstfahrende Auto", sagte Brown. "Jeder, der in ein Auto steigt und feststellt, dass es von alleine fährt, wird zwar erst etwas nervös sein. Aber er wird darüber hinweggekommen," erklärte Brown nach seiner Testfahrt mit dem Auto.

Autopilot kann ausgeschaltet werden

Selbstfahrende Autos sind unter anderem mit Computern und Sensoren ausgestattet, um im Straßenverkehr ihren Weg zu finden. Der Autopilot kann jedoch auch ausgeschaltet werden, so dass ein Mensch wieder die Kontrolle übernimmt.

Das neue Gesetz, für das sich Google eingesetzt hat, sieht vor, bis 2015 Vorschriften für den Einsatz solcher futuristischer Gefährte zu erarbeiten. Vorgesehen ist, dass zunächst ein Passagier mit Führerschein hinter dem Steuer sitzen soll, um im Notfall eingreifen zu können.

Die Entwickler bei Google sind überzeugt, dass die neue Technik den Straßenverkehr sicherer machen, den Schadstoffausstoß reduzieren und beispielsweise blinden, behinderten oder älteren Menschen das Autofahren ermöglichen kann. "Ich denke, selbstfahrende Autos können die Lebensqualität für jeden grundlegend verbessern", sagte der Mitgründer von Google, Sergey Brin.

  1. Seite 1: Kalifornien will selbstfahrende Autos auf die Straße bringen
    Seite 2: Google will selbst keine Fahrzeuge bauen

1 | 2



Kommentare
27.09.2012
14:15
Was für ein Unsinn,
von vantast | #1

als wenn nicht jetzt schon viele Blinde, Halbblinde und Behinderte Auto fahren. Anstatt weiter den Autoverkehr zu fördern, gäbe es sinnvollere Aufgaben zu lösen. Männer spielen eben zu gern, bleiben große Kinder.

Aus dem Ressort
Zoo-Flusspferd "Maikel" verschluckt Tennisball und stirbt
Tiere
Im Frankfurter Zoo ist ein 39 Jahre alter Flusspferd-Bulle gestorben. Das zwei Tonnen schwere Tier hatte einen Tennisball verschluckt und ist an den Folgen verendet. Möglicherweise hat ein Besucher den Ball ins Gehege geworfen. Der Zoo hat nun Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Retter in Hiroshima suchen nach Erdrutsch-Überlebenden
Naturkatastrophe
Dutzende Menschen kamen in Japan bei mehreren verheerenden Erdrutschen ums Leben. Etliche Menschen werden seit der Katastrophe vermisst. Wegen erneuter Regenfälle mussten die Rettungsarbeiten zeitweise unterbrochen werden. Etwa 3000 Retter sind im Einsatz, um Überlebende zu suchen.
Deutsches Ehepaar in der Türkei gefesselt und ermordet
Türkei
Angehörige hatten seit Tagen keine Nachricht von dem deutschen Ehepaar aus dessen Urlaubsort im türkischen Alanya erhalten. Nun fand die Polizei die Leichen der beiden Touristen - geknebelt und gefesselt. Die türkische Zeitung "Sabah" berichtet von einem "barbarischen" Verbrechen.
Bamberger Chefarzt nach Missbrauchsskandal gekündigt
Körperverletzung
Nach dem Bekanntwerden des Bamberger Missbrauchsskandals hat das in die Kritik geratene Klinikum schnelle Konsequenzen gezogen: Das Haus hat dem beschuldigten Chefarzt außerordentlich gekündigt. Der 48-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, sich an Patientinnen vergangen zu haben.
Justiz ermittelt gegen Herzzentrum wegen Totschlagsverdachts
Organspende
Die Staatsanwaltschaft in Berlin ermittelt gegen das in der Hauptstadt ansässige Deutsche Herzzentrum. Es geht um den Verdacht, dass die Rangfolge auf Wartelisten für Herztransplantationen absichtlich manipuliert wurde. Werden leichtere Fälle bevorzugt, kann das für Schwerkranke den Tod bedeuten.
Umfrage
Das Warten hat ein Ende: Die Bundesliga startet in die neue Saison. Besonders im Ruhrgebiet ist die Fan-Kultur sehr ausgeprägt. Was bedeutet Ihnen der Fußball?

Das Warten hat ein Ende: Die Bundesliga startet in die neue Saison. Besonders im Ruhrgebiet ist die Fan-Kultur sehr ausgeprägt. Was bedeutet Ihnen der Fußball?

 
Fotos und Videos