Kachelmann bezeichnet sich als unschuldig
30.07.2010 | 19:18 Uhr 2010-07-30T19:18:00+0200Berlin.In seinem ersten Interview nach seiner Haftentlassung hat sich TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann erleichtert über seine Rückkehr in die Freiheit geäußert. Er bezeichnet sich als unschuldig.
In seinem ersten Interview nach seiner Haftentlassung hat sich der wegen mutmaßlicher Vergewaltigung angeklagte TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann erleichtert über seine Rückkehr in die Freiheit geäußert. „Ich bin natürlich sehr erleichtert“, sagte Kachelmann in einem Gespräch, das Bild.de am Freitag zeigte. Über seine Zeit in der Untersuchungshaft und sein Verhältnis zu den dortigen Beamten sagte Kachelmann: „Alle, die ich erlebt habe in ihrer Arbeit, haben sich ausgezeichnet durch großen Respekt. Nicht nur mir gegenüber, sondern allen Gefangenen gegenüber. Und dieser Respekt war durchaus wechselseitig.“
„Dieser Albtraum ist noch nicht zu Ende“
Auf die Frage, was er als nächstes vorhabe, antwortete Kachelmann, er müsse nun die Hauptverhandlung zu der Vergewaltigungsklage vorbereiten. „Dieser Albtraum ist für mich noch nicht zu Ende“, fügte er hinzu. Er wünsche sich, „dass er bald zu Ende geht und sich meine Unschuld in sämtlichen Gremien der deutschen Justiz durchsetzt“.
Der 52-jährige Schweizer war am Donnerstag nach rund viermonatiger Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß gekommen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe ordnete die Haftentlassung an, weil „kein dringender Tatverdacht“ bestehe, dass Kachelmann seine Ex-Freundin Anfang Februar vergewaltigt habe. Kachelmann war im Gefängnis in Mannheim inhaftiert gewesen.
Kachelmann lobt den Respekt seiner Wärter
Wettermoderator Jörg Kachelmann hat sich in seiner Haftzeit immer gut behandelt gefühlt. Deshalb habe er auch zur Verabschiedung bei seiner Entlassung den für ihn zuständigen Stockwerksbeamten umarmt. „Ich fand diese Herzlichkeit angemessen“, sagte er.
Der Meteorologe sagte, seine Haftzeit sei das Furchtbarste gewesen, was ihm jemals in seinem Leben passiert sei. „Man kann ja selber nichts an seiner Situation ändern. Das ist etwas, was ich niemandem wünschen möchte, niemandem auf der Welt, was dieser Mensch mir auch angetan hat“, sagte er. Nur dank seines hervorragenden Anwalts Reinhard Birkenstock habe er sich langsam wehren können. Zu wissen, dass er unschuldig sei sowie die Ungewissheit, wann andere das erkennen würden, sei schlimm gewesen.
Kachelmann zeigte sich erfreut über den Kontakt zu seinen Mithäftlingen. In der ungewöhnlichen Situation seien Freundschaften entstanden. „Das ist auch etwas, was einen diese Situation dann aushalten lässt“, sagte er. Vor allem der Häftling, mit dem er das Stockwerk gereinigt habe, sei „schon ein bisschen mehr als ein Kumpel“. Den Austausch mit ihm vermisse er. „Das ist ja auch in irgendeiner Form ein Abschied von etwas, aber es ist ein Abschied von etwas, was ich persönlich nicht noch mal erleben möchte und das ich niemandem wünsche“, betonte Kachelmann. (afp/ddp)
18:39
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13:21
Hups, bei 4. Prozeß haick keenen Zwischenschlach gemacht... Juht, dett ditte keena jemerkt hat....
Jou, Fred = Freud, wennste inhaltlich nix zum bieten hascht, kannste ja wieder zurück in deine Höhle! Und grüß mir Garnie Berölleima!
12:54
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11:42
Vor kurzem lief im Ersten eine Doku über den Fall Harry Woerz, der bislang sage und schreibe drei Schwurgerichtsverhandlungen über sich ergehen lassen musste! In den 90ern wg. versuchten Mordes zu 11 Jahren Haft verurteilt, hatte er bereits viereinhalb abgesessen, als sich das Blatt zu seinen Gunsten wendete.
Denn der Vater des Opfers - ein Polizist - verklagte Harry auf 300 000 Mark Schmerzensgeld. Im Ggs. zu den meisten Zivilprozessen, welche schnell nach Aktenlage entschieden werden, nahm sich der zuständige Richter in diesem Fall Zeit - viel Zeit.
Nach der umfangreichen Beweisaufnahme sah er Harry nicht als überführt an - und wies die Klage des Polizisten ab.
Nicht jedoch, ohne die Ermittlungsarbeit der Polizei schwerstens zu kritisieren. Erst recht, weil eine Täterspur in die ermittelnde Dienststelle reicht. Jener verdächtige Beamte ist in diesem Jahr - knapp zwei Jahrzehnte nach der Tat - zumindest deswegen schon mal vom Dienst suspendiert worden. Mensch darf gespannt sein, was da noch zutage kommt.
Harry hatte das Glück, das Kachelmann ebenfalls im Unglück hat: er wurde durch den ZIVILPROZESS medial bekannt - und sein gesammtes Heimatdorf stand geschlossen hinter ihm (so wie viele Kommentatoren hinter JK). Harrys Verteidiger stellte dazu eine Rechnung auf: Wenn nur ein % unschuldig hinter Gittern sitzt, wissen sie, wieviele Hunderte das sind?
Es sind - und da nähern wir uns US-Verhältnissen an - die armen Schweine, die ohne soziale Kontakte nach draussen und von einem (wg. der schlechten Bezahlung) oftmals lustlosen/unerfahrenen Pflichtverteidiger ihrem Schicksal mehr oder weniger ausgeliefert sind. Und nach einer Verurteilung kräht kein Hahn mehr nach ihnen.
Ausnahmen, wie der Texaner, welcher jetzt nach 27 Jahre entlassen wurde, sind die Regel. Zumal in D wie in den USA Wiederaufnahmeverfahren fast unüberwindliche Hürden dar stellen...
Als jemand, der selbst wg. Mordes unschuldig vor dem Kadi stand, kann ich die Ohnmacht von Kachelmann gut nachvollziehen. Man selbst ist bis zum Prozeß mundtot gemacht, während sich Polizei/Staatsanwaltschaft medial einen gelösten Fall (und die damit einhergehenden Beruhigung der Bevölkerung!) feiern.
Es ist müssig zu fragen, ob ich auch freigesprochen worden wäre, wenn ich nicht per DNA-Test als Täter ausgeschlossen hätte werden können - als Erster in D und nach über 300 Tagen U-Haft.
Wie auch immer: Kachelmanns Berühmtheit hat zwar eine ekelerregende Medienschlacht ausgelöst - aber die Berühmtheit verhinderte eben auch, dass er als jemand vor Gericht treten muss, für dessen Schicksal sich NIEMAND interssiert!
DAS, was er nun sagt, ist für mich mit meinen Erfahrungswerten zumindest Indiz für seine Unschuld. Denn mit ähnlichen Worten gewichtete auch Harry, was für ihn dieser Knast-Aufenthalt bedeutet hat!
Aber Obacht, JK: Einen Freispruch vorausgesetzt wird das Schlimmste noch kommen: Posttrauatisch wird z.B. das Erlebte bis zum Ableben in den tiefsten Träumen wieder hochkochen! Sein Leben ist in den 132 Tagen unheilbar zerstört worden, dessen sollte sich JK bewusst sein - um besser damit umgehen zu können.
P.S.: Harry droht der 4.Prozeß (nach zwei Freisprüchen hintereinander), weil Staw. UND NEBENKLÄGER (der Vater des Opfers) erneut Revision ein legten. Wer den Fall in der Doku gesehen hat, kann darüber nur ungläubig den Kopf schütteln.
Gisela Friedrichsen, renommierte Justizexpertin des SPIEGEL: Ich mag mir garnicht vorstellen, in die Hände solcher Ermittler zu geraten....!
Falsche Beschuldigungen bzw. Zeugenaussagen sorgen dann nämlich für den Rest - eine Verurteilung...
09:34
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07:24
Für jedes potenzielles Opfer ist diese Schlammschlacht ein Schlag ins Gesicht.
Da wird ein ( vielleicht ) Opfer zum Täter gemacht!
Also wird sich jedes wirkliche Opfer, es sich drei mal überlegen ob sie ihren Peiniger anzeigen wird!
Ob er Schuldig ist oder nicht, lass ich mal so im Raum stehen, kann und will ich auch nicht beurteilen.
05:34
Zehntausende Männer unschuldig im Knast
Justiz-Alltag oder Promi-Pranger?
Beides stimmt!
1) Justiz-Alltag, weil Zehntausende Männer unschuldig im Knast hocken, weil ihre Ex-Freundin/Frau es so will. Ein paar Krokodilstränen und ein teuflisch-frauentypischer Racheplan genügen in Zeiten von Staats-Feminismus a la Alice Schwarzer.
2) Promi-Pranger, ja. Er wird medial hingerichtet. Samt Sexualleben und angeblich 14 Freundinnen. Die wahrscheinliche Falschaussagerin wird geschont, bekommt 6 Bodyguards und wird keiner Frage ausgesetzt, wie zB:
“Warum war Ihr Sex 1000 mal OK (mit Details ihrer SM-Praktiken) und plötzlich beim 1001-mal und bei der Trennung nach 11 Jahren ist es dann eine so genannte Vergewaltigung?!, und wie viel Millionen Unterhalt haben Sie sich in ihren Heiratsträumen ausgerechnet?”
Und er saß im Knast, 132 Tage lang.
Sie nicht. Keinen einzigen Tag.
Aber ihre Identität ist gelüftet im Netz. Mit Bild, Adresse usw.
Fragen Sie sie doch mal. Ein wenig googln reicht.
Das trauen Sie sich aber nicht, wetten?
Weil es das feministische Märchen von der angeblich ach-so-friedfertigen Frau ja ins Wanken bringen könnte.
00:03
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23:47
Die Beweise sind so widersprüchlich, daß der Mann unbedingt freigesprochen werden muß. Niemand kann ein sicheres Urteil fällen.
21:23
Ich kann nicht beurteilen, ob der Mann schuldig oder unschuldig ist - dafür kenne ich keine Fakten. Das muss ein - hoffentlich unvoreingenommes - Gericht entscheiden.
Allerdings - wie mit ihm seit März von Staatsanwaltschaft und Richtern, bzw gewissen offensichtlich willfährigen Gerichten, unterstützt von einem großen Teil der Medien, umgegangen wurde, lässt bei mir gewaltige Zweifel an unserem Rechtsstaat aufkommen......!!!
Der Grundsatz in dubio pro reo scheint wohl heute keine Gültigkeit mehr zu haben - und anscheinend umso weniger, je prominenter jemand ist........
Widerlich!!!