Jury, Favoriten, Moderatoren: Was Sie zum ESC wissen müssen

Dieses Jahr tritt Sängerin Ann-Sophie beim Eurovision Song Contest für Deutschland an.
Dieses Jahr tritt Sängerin Ann-Sophie beim Eurovision Song Contest für Deutschland an.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Am Samstag findet der Eurovision Song Contest in Wien zum 60. Mal statt. Wir liefern die wichtigsten Antworten zum größten Musik-Wettbewerb der Welt.

Wien.. Keine Weltmeisterschaft und keine Olympischen Spiele. Da stehen die Chancen, nicht schlecht, dass der Eurovision Song Contest (ESC) mit rund 120 Millionen Zuschauern das TV-Ereignis des Jahres wird. Zum 60. Mal sucht ein Kontinent die besten Sänger und Sängerinnen. Das müssen Sie wissen.

Wie geht es Ann Sophie, der deutschen Kandidatin?

„Erkältung, Schnupfen, Husten, Nase zu, Kopf zu“, hat sie selber ihren Zustand in den vergangenen Tagen beschrieben. Helfen sollen „jede Menge Ingwertee“ und „viel Schlaf“. Der Auftritt jedenfalls ist – Stand Freitagnachmittag – nicht akut gefährdet.

Wie stehen ihre Chancen?

Ann Sophie selbst möchte unbedingt unter die ersten zehn. Die Buchmacher aber sehen sie auf einem der letzten Ränge. Das muss nichts heißen, ganz falsch lagen die Wetter in den vergangenen Jahren allerdings nicht.

Songcontest Warum musste Deutschland nicht im Halbfinale singen?

Muss es seit 1996 nicht mehr. Weil es zusammen mit Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien zu den so genannten „Big Five“ gehört. Das sind die Länder, die die Show zum größten Teil bezahlen, egal wo sie ausgerichtet wird. Deshalb sind sie für das Finale gesetzt, selbst wenn sie mit den Schlümpfen antreten würden. Ebenfalls direkt ins Finale sind Gastgeber Österreich und der Gast Australien gekommen.

Warum macht Australien dieses Mal mit?

Weil sich der ESC dort unglaublicher Beliebtheit erfreut und die Einschaltquote gigantisch ist, obwohl die Show dort durch die Zeitverschiebung mitten in der Nacht ausgestrahlt wird. Zum Jubiläum haben die Veranstalter deshalb eine einmalige Einladung ausgesprochen. Guy Sebastian heißt der junge Mann, der den fünften Kontinent in Wien vertritt.

Und wenn er gewinnt...?

Findet der ESC 2016 trotzdem nicht in Australien statt, sondern in einem „Partnerland“, das die Australier auswählen. Angeblich ist Deutschland da ganz vorne mit dabei. Im Falle eines Sieges dürften die Aussies aber noch einmal mitmachen.

Wer sind die Favoriten?

Favorit bei den Buchmachern ist Schweden für das Måns Zelmerlöw mit dem Sog „Heroes“ antritt. Der 28-Jährige ist Sänger, Schauspieler und Moderator und seit er halb nackt auf einer Abrissbirne eine Homosexuellen-Gala moderierte nicht nur Frauenschwarm. Was beim ESC kein Nachteil sein muss. Zumal sein Lied geschickt Folkelemente mit tanzbaren Beats verknüpft und leicht mitzugröhlen ist. Hoch gehandelt werden aber auch Norwegen, Italien und Estland.

ESC 2015 Wie wird abgestimmt?

Wie immer in den vergangenen Jahren. Im Finale dürfen alle 40 Länder abstimmen, die am Eurovision Song Contest teilnehmen – also auch diejenigen, die im Halbfinale ausgeschieden sind. Die Punktzahlen, die von den Ländern vergeben werden, setzten sich zu 50 Prozent aus dem Zuschauer-Voting und zu 50 Prozent aus dem Urteil einer fünfköpfigen Landes-Jury zusammen.

Wer sitzt in der deutschen Jury?

Die Sänger Mark Forster , Ferris MC und Johannes Strate sowie die Sängerin Leslie Clio und der Produzent Swen Meyer. Die Länderjurys vergeben ihre Punkte aber traditionsgemäß bereits nach der nicht-öffentlichen ESC-Generalprobe am Vorabend, dem so genannten „Jury-Finale“.

Wer moderiert die Show?

Österreich schickt mit Alice Tumler, Arabella Kiesbauer und Mirjam Weichselbraun gleich drei Frauen vor die Kameras in Wien. Dazu gesellt sich Vorjahressieger(in) Conchita Wurst, die im Green Room die Teilnehmer interviewt. Der deutsche Kommentar kommt von Peter Urban. Und Barbara Schöneberger wird nicht nur durch die große ESC Party in Hamburg führen, sondern auch die Punkte der deutschen Jury verlesen.