Jugendliche zünden in Nordfrankreich Schulen und Autos an
14.08.2012 | 22:18 Uhr 2012-08-14T22:18:29+0200
Amiens. Die Lage im nordfranzösischen Problemviertel Amiens ist angespannt: 250 Polizisten sollen nun für Sicherheit sorgen, nachdem es zuletzt schwere Ausschreitungen zwischen Jugendlichen mit der Polizei gab. Jugendliche zünden Schulen, Autos und Mülleimer an - und bewerfen die Polizei mit Bleikugeln.
Nach einer Nacht schwerer Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und der Polizei im nordfranzösischen Amiens sind am Dienstagabend hundert zusätzliche Beamte in der Stadt stationiert worden. Um eine weitere Nacht mit Ausschreitungen zu verhindern, seien nun insgesamt 250 Polizisten vor Ort, teilte das Innenministerium mit. Bei den Ausschreitungen waren 16 Polizisten verletzt und drei öffentliche Gebäude teilweise zerstört worden.
Angriffe mit Bleikugeln und Feuerwerk
Die Polizisten waren nach Angaben der Präfektur durch Bleikugeln, Feuerwerkskörper und Wurfgeschosse verletzt worden. Mit Tränengas und Gummigeschossen gingen die rund 150 Beamten gegen die Jugendlichen vor; Festnahmen gab es keine. Etwa hundert Jugendliche hatten am Montagabend begonnen, die Sicherheitskräfte zu bedrängen, die in ein Problemviertel im Norden von Amiens eingerückt waren.
In dem Viertel im Norden von Amiens kommt es regelmäßig zu Zwischenfällen, doch die Zusammenstöße seien "noch nie so schwerwiegend gewesen", hieß es von der Präfektur. Neben den Zerstörungen von Gebäuden wurden zudem rund ein dutzend Fahrzeuge und etwa 60 Mülleimer angezündet. Der Bürgermeister von Amiens, Gilles Demailly, sprach von "trostlosen Szenen". Die Schäden bezifferte er auf "Millionen Euro".
Französischer Innenminister wird ausgepfiffen
Der Norden von Amiens zählt zu den landesweit 15 Sicherheitszonen, für die Innenminister Manuel Valls ab September zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt hat. Er machte sich am Nachmittag ein Bild von der Lage vor Ort und wurde dabei ausgepfiffen. Nichts könne die Schüsse auf Polizisten rechtfertigen, sagte Valls. Zugleich versicherte er, er sei "nicht gekommen, um das Viertel mit dem Kärcher zu reinigen" und spielte damit auf Ex-Präsident Nicolas Sarkozy an, der 2005 erklärt hatte, er wolle die Vorstädte "mit dem Kärcher" von Kriminellen befreien.
Hollande: "Alle Mittel" werden genutzt
Präsident François Hollande versicherte, der Staat werde "alle Mittel" nutzen, um gegen die Gewalt vorzugehen. Premierminister Jean-Marc Ayrault kündigte an, die Regierung werde "größtmögliche Härte" zeigen. Die Regierung will künftig mehr Geld und Stellen für die Sicherheitskräfte bereitstellen. Drei Polizeigewerkschaften riefen die Regierung nach dem "kriminellen Verhalten entschlossener Rowdys" und dem "versuchten Mord an Polizisten" zu entschiedenem Handeln auf.
2005 eskalierte die Lage in Frankreich
In Frankreich kommt es regelmäßig zu Angriffen auf oder Zusammenstößen mit der Polizei. Nach schweren Ausschreitungen wie in Amiens entsteht stets auch die Sorge, dass die Lage wie 2005 außer Kontrolle geraten könnte, als es wochenlang Krawalle in ganz Frankreich gegeben hatte.
Zu den Zusammenstößen in Amiens kam es, nachdem die Polizei am Sonntag einen Autofahrer wegen gefährlichen Fahrens kontrolliert hatte. Daraufhin gab es Auseinandersetzungen mit Bewohnern, die das Vorgehen der Polizei als überzogen empfunden hatten. (afp)

09:45
"Jugendliche"! Nee, is klar.
Diese Zustände stehen uns erst noch bevor. England und Frankreich sind da schon weiter. Immer wieder wird vor solchen Parralelgesellschaften hier in Deutschland gewarnt. Doch die Politiker machen die Augen zu und die die warnen werden als Rechtspopulisten und sogar Rassisten und Nazis diffamiert.
Dabei muss man sich erst mal klar machen warum es in Frankreich zu den Ausschreitungen kommt. Nicht etwa weil irgend ein Schwarzer erschossen wurd. Nein, weil die polizei Kontrollen in den besagten Stadtteilen durchführt! Ich bin gespannt wem die Schuld in die Schuhe geschoben wird wenn in problemvierteln deutscher großstädte ähnliches passiert.
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08:56
Man sollte gegenüber diesem Klientel unverzüglich über gezielte Problemlösungsmöglichkeiten nicht nur mehr diskutieren, sondern sie europaweit umgehend durchsetzen. Sicherlich gehören dazu nicht Gummigeschosse oder Tränengas! Ich bin davon überzeugt, dass sich die Staatsoberhäupter der in Frage kommenden Krisenländer hierbei gemeinsam abstimmen sollten, da es zukünftig möglicherweise nicht zu verhindern ist, dass derartige Unruhen bzw. Aufstände sektorisiert bleiben, sondern eher grenzüberschreitend drohen. Sollte das fragile Sozialgefüge dieser Staaten (wozu sicherlich auch die BRD gehört) auf Grund einer möglicherweise europaweit übergreifenden Krise in Gefahr geraten, dürfte durch dieses äußerst extrem geprägte Präkariat eine konkrete Gefährdung für die innere Sicherheit dieser Länder eintreten. Daher sollte spätestens jetzt gehandelt werden. Sicherlich ist effiziente Prävention nicht zum Nulltarif zu haben, aber wenn man nur die Schäden in Amiens betrachtet, doch viel günstiger!!!
"Problemlösungsmöglichkeiten ungehend durchsetzen" ? Häääh - geht das ohne politisches Dummschwätz auch mal etwas konkreter? Was sind denn "Problemlösungsmöglichkeiten"? Und - "nicht Gummigeschosse und Tränengas"? meinen Sie etwa "NATO-Standard-Kaliber und Hangranaten?
Schon 2010 hat der EU-Kommissionspräsident Baraso in Brüssel über "bürgerkriegsähnliche Unruhen, die Auflösung der EU in ihrer jetzigen Form und Staatsstreiche in Europa" gesprochen, falls die "Krise" nicht in den Griff zu bekommen sei. Und die Krise ist nicht im Griff!
Ich denke schon, dass Sie mich richtig verstanden haben! Es handelt sich um ein sehr sensibles Problem, dass nicht nur in Frankreich existiert, sondern in allen Staaten Europas, die es über Jahrzente zugelassen haben, dass sich derartige Subkulturen entwickeln konnten! Ihre Interpretation zu Methoden und Maßnahmen überlasse ich dann mal lieber Ihrer Phantasie (trotz meines expliziten Hinweises). Ich möchte hinsichtlich der Menschen und ihrer Problematiken lediglich deutlich machen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu spät ist, um eine beiderseitig akzeptable Lösung zu erreichen. Auch wenn es sicherlich mit Kosten und hohen, logistischen Aufwendungen verbunden ist. Wenn jedoch die Staatengemeinschaft in der Lage ist, Milliarden zur Beruhigung der Finanzmärkte aufzubringen, wäre der Einsatz hier sicherlich angebrachter. Schließlich geht es hier um Menschen, denen dringend geholfen werden muss. Und genau dafür sind Volksvertreter in erster Linie zuständig. Nicht für die Hochfinanz!!!
08:13
Es ist so langweilig und dümmlich, alle Probleme Europa`s auf Einwanderer schieben zu wollen. Ohne Einwanderer gäbe es überhaupt kein Europa. Denken scheint einigen Menschen Schmerzen zu bereiten...
Und ohne Affen gäbs kein Afrika.
23:29
Die "Jugendlichen" kommen aus den "Problemvierteln" im Norden Amiens. Viertel, in denen ausnahmslos Migranten leben, die total von staatlichen Sozialleistungen abhängig sind und sich in multikriminellen Parallgesellschaften mehr schlecht als recht "eingerichtet" haben..
Wenn das Geld immer knapper wird und die schon seit Jahren kreditfinanzierten Sozialsysteme Europas keinen Kredit mehr erhalten aber immer mehr Zuwanderer kommen werden, dann gehen - nicht nur in Frankreich - diese Pulverfässer hoch und wir werden es sehr "bunt" erleben.
So ist es. Aber bei den Linksgrünen will man ja Asyl für alle. Auch wir haben solche Jugendlichen, siehe Mönchengladbach und wenn die sich zusammenrotten dann Gnade uns Gott oder Allah. Hauptsache Gnade.
23:07
Nettes Foto.... Aber wo sind da die Jugendlichen (der Typ in grün?) - und wo die Polizisten?
Dass Frankreich hier an vielen Stellen auf einem Pulverfass sitzt, sollte uns übrigens a) zu denken geben (vielfach sind wir auf dem gleichen Weg) und b) unsere besondere Aufmerksamkeit haben, wie eine linke Regierung damit umgeht.
22:31
" Die Lage im nordfranzösischen Problemviertel Amiens ist angespannt:"
Kleiner Tipp: Amiens ist eine Stadt - kein Viertel - die ggf. ein Problemviertel hat...
Ändert zwar nichts an den Tatsachen, aber eine etwas präzisere "Schreibe" wäre vielleicht wünschenswert.
Und weiter heißt es im Text:
".....die in ein Problemviertel im Norden von Amiens eingerückt waren."
Das nimmt ja hier überhand das deutsche "Lehrer" nach Fehlern suchen, Bald bei jedem zweiten Artikel werden hier die Rechtschreibfehler und der Schreibstil der Kommentatoren oder der Artikelverfasser kritisiert.
Ich schreibe und lese viel in amerikanischen Foren. Dort gibt es so etwas überhaupt nicht.
Zb. hier. Hier.politicsforum.org/forum/ schreiben auch Deutsche, da gibt es so etwas überhaupt nicht.