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"Joyn" soll die SMS-Nachfolge antreten

03.09.2012 | 18:40 Uhr
Hören und sehen: Der SMS-Nachfolger Joyn macht Videotelefonate möglich.Foto: Clemens Bilan

Berlin.  Für die Mobilfunk-Netzbetreiber war die SMS jahrelang ein lukratives Geschäft. Doch das ist zusehends gefährdet, seit immer mehr Programme es Handynutzern ermöglichen, Nachrichten über das Internet zu versenden. Die Netzbetreiber haben reagiert und Joyn erfunden - auf der IFA in Berlin wurde der Dienst vorgestellt. Wir erklären was der SMS-Nachfolger kann und kostet.

Die Zeiten, in denen wir ein Telefon nur zum Telefonieren benutzten, sind lange vorbei. Allerorten wird gesimst, gechattet, werden Daten versendet oder Videotelefonate geführt. Spätestens seit dem Siegeszug des Smartphones ist das Telefonieren nur noch eine von sehr vielen Möglichkeiten der Kommunikation.

Im vergangenen Jahr etwa jagten die Deutschen 41,3 Milliarden Kurznachrichten (SMS) durch die Netze, so viele wie nie zuvor. Für die Netzbetreiber war das jahrelang ein lukratives Geschäft, denn gerade die SMS bescherte hohe Umsätze, fast ohne zusätzlich Infrastruktur zu benötigen. Doch dieses Geschäft ist zusehends gefährdet, seit immer mehr Programme es den Handynutzern ermöglichen, Nachrichten über das Internet zu versenden. Wer zu seinem Tarif eine Internet-Flat gebucht hat, versendet diese kostenlos. Kein Wunder also, dass Dienste wie Skype, WhatsApp oder der Facebook Messenger immer populärer werden , keine andere App wird in Deutschland so häufig heruntergeladen und genutzt wie WhatsApp.

Die Technik von morgen

Nun wollen sich die Mobilunternehmen ein Stück von diesem Kuchen zurückholen: Die weltweite Industrievereinigung der Mobilfunkanbieter hat gemeinsam mit Handy-Herstellern einen gemeinsamen Standard mit dem sperrigen Namen Rich Communication Suite-enhanced entwickelt, den sie unter dem deutlich einfacheren Namen Joyn vermarktet.

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Kommentare
04.09.2012
12:40
Sicherheit?
von Sturmlanze | #7

Was für Sicherheit? Was wird denn heutzutage per SMS verschickt? Wie lang sind die Texte im Durchschnitt die so getextet werden? Z.B. Hallo, ich bin auf dem Weg oder bis gleich oder wie geht es dir? oder oder oder? Das kann ruhig jeder lesen. Bombenanleitungen oder Verabredungen zu Terroranschlägen wird wohl keiner über SMS Posten, oder vielleicht doch? Oder werden mit Firmenhandys Vertragsrelevante Daten per SMS geschickt #Herr oliver-bot #6? Diese App ist ein totgeborenes Kind.

04.09.2012
10:03
Zug verpasst
von oliver-bot | #6

ja da muss ich den vorschreibern recht geben ! Joyn kommt sicher einige Jahre zu spät. Wobei mir die Argumente von diesem Vodafone Sprecher schon gefallen !
Datenschutz ist ja bei den vorhandenen Apps so ne sache, zumal deren Betreiber in den USA sitzen, What´s App und co sind toll, aber trauen kann ich denen auch nicht.
Joyn wird sicher den einen oder anderen Überzeugen, ganz besonders für Leute mit Firmenhandys sollte das eine Alternative sein, glaube schon das da was geht für diese App !

04.09.2012
08:54
Joyn? - Schwachsinn!
von PeterEnis | #5

Zum Glück wird bei Android/Google schon einen Messenger mitgeliefert, sogar dauerhaft kostenlos im Gegensatz zu WhatsApp. Er heißt "Google Talk" und ermöglich neben dem Chatten auch Videotelefonie, kostenlos und basierend auf dem freien XMPP-Standard. Auf dem heimischen PC kann man sich mit gleichem Google-Account ebenfalls einloggen (als Software hierfür: z.B. www.MirandaIM.org).

Fazit: gibts alles schon doppelt und dreifach. Die Mobilfunkabbieter haben den Zug verpasst.

Dolle Sache, was?

1 Antwort
Sorry, falscher Link
von PeterEnis | #5-1

http://www.miranda-im.org/ ist korrekt

04.09.2012
07:57
Verzweifelung
von AndyST | #4

Ich sehe da nichts Neues an Joyn.
Vielmehr ist es ein verzweifelter Versuch die Kunden für dumm zu verkaufen.
Altbekanntes wird durch markige Sprüche als Neu verkauft. Für mich schon ein Flop bevor es überhaupt richtig losgeht.

Messenger gibt es wie Sand am Meer. Da brauchts kein Joyn.

04.09.2012
07:43
.
von Otto99 | #3

Ich sehe keinen Mehrwert. Das wird ein Flop.

03.09.2012
20:49
noch 949 Zeichen übrig
von OmenEstNomen | #2

Wenn es was kostet wird es sich nicht durchsetzen.

03.09.2012
19:37
Neue Wunderwaffe? Nur für Laien
von sagittarius-andy | #1

Auf den ersten Blick scheint "Joyn" wirklich etwas Anderes gegenüber der SMS zu sein. Doch in Wahrheit ist es total alter Wein in neuen Schläuchen. Bei "Joyn" handelt es sich schlicht und ergreifend um einen Messenger. Einen Messenger fürs Smartphone. Einen Messenger, wie er schon seit etlichen Jahren auf fast jedem PC genutzt wird. Joyn ist also die App-Version von Programmen wie z. B. dem MSN-Messenger, dem Yahoo-Messenger oder Google Talks und dergleichen. Das Einzige, was wirklich neu bei Joyn ist, ist der Umstand, dass der Datentransfer eines Messengers jetzt als Geldquelle entdeckt wurde. Hinter "Joyn" steckt also eigentlich keine neue Technologie, sondern die Idee, mittels einem Messenger Kosten beim Nutzer zu verursachen. Und wahrlich. Wer kommt schon auf die Idee, für die Nutzung von Internet-Messengers eine Obulus zu entrichten?

1 Antwort
Wer kommt schon auf die Idee...
von Bahnhofskind | #1-1

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