Jeder Zweite hat Vorurteile gegen Hartz-IV-Empfänger
16.10.2012 | 14:26 Uhr 2012-10-16T14:26:18+0200
Berlin. Mehr als die Hälfte aller Deutschen glaubt, dass Langzeitarbeitslose nicht selbst aktiv nach Arbeit suchen. Das geht aus eine Umfrage hervor. Danach hat jeder Zweite Bundesbürger Vorurteile gegenüber Hartz-IV-Empfängern. Experten sagen, dass die Vorurteile kaum etwas mit der Realität zu tun haben.
Jeder zweite Bundesbürger hat Vorurteile über Hartz-IV-Empfänger. Das geht aus einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Allensbach-Umfrage hervor. Danach glauben 55 Prozent der Deutschen, dass Langzeitarbeitslose nicht selbst aktiv nach Arbeit suchen. 57 Prozent halten sie bei der Arbeitssuche für zu wählerisch. Ein gleich hoher Prozentsatz hält sie für schlecht qualifiziert. Und 55 Prozent gehen davon aus, dass Hartz-IV-Empfänger nicht Sinnvolles zu tun haben.
Immerhin noch jeder Dritte meint, dass Hartz-IV-Empfänger nicht arbeiten wollen. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat insgesamt 1.558 Personen ab 16 Jahren zu ihrer Einstellung gegenüber Langzeitarbeitslosen befragt.
Solche vernichtenden Urteile hätten kaum etwas mit der Realität zu tun, sagte der Vorstand für Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt. So sei für drei von vier Menschen in der Grundsicherung Arbeit das Wichtigste im Leben. Mehr als 70 Prozent von ihnen wären sogar bereit, Arbeit anzunehmen, für die sie überqualifiziert sind. (dapd)

08:27
Wer mit dem -goldenen, -silbernen oder Holzllöffelchen im Popo geboren wurde hat gut reden.
Von harter Arbeit habe diese naturgemäss keine Ahnung und entsprechend hoch ist die Lebenserwartung.
Eine Statistik die ich mir selber gebastelt habe. Und nur dieser glaube ich. Punkt.
00:33
Die Medien und auch der WAZ-Konzern sorgen mit ihrer teilweise sehr abwertenden Berichterstattung über Hartz IV-Betroffene mit dafür, dass ein Großteil der Bevölkerung schlecht über Hartz IV-Empfänger denkt.
Beispiel hier:
ALG-II-Mieter - Duisburger Vermieter steht mit leeren Händen da
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/alg-ii-mieter-duisburger-vermieter-steht-mit-leeren-haenden-da-id7140419.html
20:17
Wen wundert es da, dass es Vorurteile gegen ALG 2-Empfänger gibt?
Ich kann #8 und #8-1 nur Recht geben. Ohne diese von Politikern geschürten Vorurteile und das Ausspielen der arbeitenden Bevölkerung gegen die Erwerbslosen könnte Hartz IV (das einzig und allein eingeführt wurde, um Niedriglohnsektor stark auszuweiten) könnte das gesamte Hartz IV-System nicht funktionieren.
20:13
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
20:12
- Der Berater der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM*) und damalige Grünen-Politiker Oswald Metzger (jetzt CDU) behauptete, Hartz IV mache manche Arbeitslose träge und antriebsarm und kritisierte Sozialhilfe-Empfänger als Menschen, deren Lebenssinn oft darin bestehe, »Kohlenhydrate oder Alkohol in sich hineinzustopfen«
- INSM*-Ökonom Peter Oberender fordert »Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, so muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit haben, durch den Verkauf von Organen dies zu sichern.«
- Der Ribnitz-Damgartener Bürgermeister Jürgen Borbe (CDU) spricht bei einem Unternehmerfrühstück über »Hartz-IV-Muttis, die fernsehen, rauchen und trinken». Er spreche »nur von den Muttis, weil die Väter oft wechseln«. Weiter erklärt er: »Die Guten vermehren sich nicht genug, die, die zu Hause sitzen, schon.«
* https://de.wikipedia.org/wiki/Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft
20:12
- Der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) sagte, eine Erhöhung des Kindergeldes "um acht oder zehn Euro hat den Gegenwert von zwei Schachteln Zigaretten oder zwei großen Pils. Ich fürchte, das Geld kommt bei den Kindern in vielen Fällen nicht an"
- Henner Schmidt, FDP-Fraktionsvize ist der Meinung, Hartz-IV-Empfänger sollten Ratten jagen.
- Michael Glos (CSU) meinte, es müsse eine Arbeitspflicht für alle Arbeitslosen eingeführt werden.
- Nach Meinung von AußenministerGuido Westerwelle gibt es kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit und Hartz IV -Empfänger seien eine Gruppe, die anstrengungslosen Wohlstand genießt und vergleicht diesen Zustand mit „spätrömischer Dekadenz“.
- Der damalige hessische Ministerpräsident Roland Koch /CDU) meinte, Hartz IV sei eine “angenehme Variante” des Lebens und fordert eine Arbeitspflicht für Arbeitslose, zur Not in Billig-Jobs.
20:12
- Grünenpolitikerin Claudia Hämmerling ist der Meinung, Hartz-IV-Empfänger sollten als Hundekotkontrolleure eingesetzt werden.
- Das damalige Vorstandsmitglied der Bundesbank, Thilo Sarrazin (SPD) behauptete, Finanznot wäre angeblich nicht das zentrale Problem bei Hartz IV-Beziehern, sondern ihr übermäßiger TV-Konsum, ihre Wortarmut und Fettleibigkeit.
- Philipp Mißfelder (CDU) meint, für Kinder von ALG-II-BezieherInnen solle es keine Anhebung des Regelsatzes geben, denn diese Maßnahme würde ja nur zu einer Absatzsteigerung bei der Alkohol- und Tabakindustrie führen.
- Oliver Möllenstädt (FDP) behauptet, die Betroffenen würden das Geld eher in den nächsten Schnapsladen tragen, als es in Vorsorge und selbstbestimmte Familienplanung zu investieren.
- Der Münchner FDP-Politiker Claus Wunderlich sieht in der Begrenzung der Sozialhilfebezugsdauer ein Mittel gegen Vandalismus und Kriminalität.
18:29
Die Vorurteile sind doch damals von Rot/Grün so gewollt , und werden bis zum heutigen Tag weitergeschürt. Klappt doch wunderbar.
Die Vorurteile sind von CDUSPDFDPGrüne so gewollt, die haben Hatz IV auch verabschiedet. Es ist wichtig, einen Keil durch das Volk zu treiben, damit auf gar keinen Fall Solidarität aufkommt.
18:23
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:46
...so wird ein Schuh daraus.