In NRW leben die sorglosesten Deutschen
06.09.2012 | 17:36 Uhr 2012-09-06T17:36:00+0200
Berlin. Ihre persönliche Zukunft mögen Deutsche nicht immer realistisch beurteilen. Die politische Zukunft beurteilen sie ziemlich klarsichtig. Die Schuldenkrise ist Angst Nr. 1. Ein überraschendes Ergebnis kommt aus NRW.
Glückliches NRW: Die Bürger an Rhein und Ruhr sind einer Umfrage zu Folge die sorglosesten Deutschen. Warum? Die Experten tappen im Dunkeln. „Vielleicht ist das der Effekt von Borussia Dortmund“, juxt Manfred G. Schmidt, Politikwissenschaftler an Uni Heidelberg. Zweimal Meister werden – das hebt die Stimmung in der ganzen Region. Tatsächlich sind die Menschen an Rhein und Ruhr zum zweiten Mal auf dem letzten Platz gelandet – das bedeutet: geringster Angstwert von allen Bundesländern.
„Auch bei der Bewertung der Politik sind die Menschen in NRW recht maßvoll“, so Schmidt. Während bundesweit 55 Prozent der Deutschen die Politiker überfordert sehen, sind es in NRW deutlich weniger. Steigende Lebenshaltungskosten und die Angst, im Alter ein Pflegefall zu werden – für die Bürger in NRW sind das die größten Sorgen im Ländervergleich. Angst davor, den Job zu verlieren, hat weniger als jeder Dritte, und nur jeder Siebte fürchtet, dass seine Partnerschaft zerbrechen könnte. Das wundert: Im letzten Jahr wurden rund 378 000 Ehen geschlossen und 188 000 geschieden.
Angst vor den Folgen der Euro-Krise
In der aktuellen Auswertung einer Langzeitstudie der R&V Versicherung zu den Ängsten der Deutsch en wird jedoch deutlich: Gemeinsam haben alle Deutschen die immense Angst vor den Folgen der Euro-Schuldenkrise. „So hohe Werte hatten wir in den letzten 20 Jahren bei keiner Frage“, sagt Studienleiterin Rita Jakli.
Die Deutschen haben so wenig Angst vor persönlichen Krisen wie seit Jahren nicht mehr. Das verwundert angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise zunächst. Doch psychologisch ist es leicht zu erklären: Die anderen Probleme werden von der Euro-Krise schlicht überlagert.
„Die Leute kennen nicht alle Details, aber sie sehen die Großwetterlage sehr realistisch“, so Politikwissenschaftler Schmidt. Die Angst vor einer Wirtschaftskrise mit höherer Staatsverschuldung und höheren Preisen habe andere Ängste überlagert.
Weniger realistisch als auf die europäische Krise blicken die Deutschen auf ihre persönliche Zukunft: Jeder Zweite hat Angst, dass er ein Pflegefall werden könnte – aber nur jeder Vierte fürchtet, eines Tages einen Angehörigen pflegen zu müssen. Auch die Entwicklung anderer Ängste deckt sich nicht zwangsläufig mit der realen Lage. Die Angst vor Terror ist auf den niedrigsten Wert seit den Anschlägen vom 11. September 2001 gesunken. Auch die Angst vor Naturkatastrophen ist deutlich geringer geworden.
Frauen sind ängstlicher als Männer
Insgesamt haben Frauen mehr Angst als Männer – zum ersten Mal auch mehr Sorgen vor einem Jobverlust. Und: „Frauen haben ein gutes Gespür für das, was im Alter auf sie zukommt“, glaubt Jakli.
Sie leben durchschnittlich fünf Jahre länger als Männer und fürchten deutlich stärker Einsamkeit, Altersarmut und ein Lebensende als Pflegefall. Das Dilemma: „Frauen haben mehr Leben als Männer, aber weniger Geld.“

12:15
"...nur jeder Siebte fürchtet, dass seine Partnerschaft zerbrechen könnte. Das wundert: Im letzten Jahr wurden rund 378 000 Ehen geschlossen und 188 000 geschieden."
Warum das wundert, könnte man vielleicht erahnen, wenn man die absolute Zahl der neuen und geschiedenen Ehen nennen würde. Aber das ist anscheinend auch zuviel verlangt...
11:17
Also echt, bei manchen Leuten kann ich nur den Kopf schütteln. Entweder die lesen nur die ersten Sätze oder überlesen gerne ausschlaggebende Worte. NIRGENDWO im Text steht, das Dortmund Schuld daran ist das wir dir sorgloseseten sind.
"Vielleicht ist das der Effekt von Borussia Dortmund“, juxt Manfred G. Schmidt, Politikwissenschaftler an Uni Heidelberg."
Wissen Sie überhaupt, was "juxt" bedeutet? Wenn nicht, sollte man lieber erst nachschlagen bevor man Kommentare dazu ablässt. Diese Aussage vom Politwissenschaftler war doch nicht ernst gemeint. -.-
Aber die Studie und auch die Kommentare zeigen irgendwie wieder deutlich: Im Vergleich zu anderen Ländern geht es den Menschen in Deutschland überdurchschnittlich gut, letzten Endes kann aber NUR gemeckert werden...
07:47
So einen Schwchsinn habe ich noch nie gelesen. Was habe ich mit Dortmund zu tun? Was habe ich davon das Fussballer horrende Gelder kassieren? Den Umfragewerten vertraue ich sowieso nicht. Es dürfte doch wohl allenklar sein, dass in Deutschland immer alles schön geredet wird.
Leider sind die Deutschen zu doof gemeinsam auf die Straße zu gehen und gegendie unfähigen, korrupten, lügenden und betrügenden Politiker vorzugehen. Also aufregen lohnt sich nicht denn es ändert sich doch nichts. Das enzige was bleibt: Man kann auswandern. Von Bildung und Arbeitsplätze kann doch in NRW keine Rede sein. Man muss sich doch nur einige Schulen ansehen dann weiß man auch warum die Bildung so schlecht ist.
07:37
Tja, ist der ruf erstmal ruiniert lebt es sich ganz ungeniert!
Zu verlieren gibts ja eh kaum mehr nennenswertes. Unsere Schulden können wir eh nicht mehr zurückzahlen, da sie schon weit über dem Zahlungspotenzial liegen.
Am Besten weiter glücklich auf Pump leben....
Vielleicht könnten wir zur Stabilisierung der hohen Zufriedenheitsquote noch einige Hunderttausend Wirtschaftsflüchtlinge aus Rumänienund Bulgarien rüberholen.
Da ist bei staatlicher Vollversorgung die Zufriedenheitsgarantie =100% und die Demografie auch ein wenig stabilisiert.
LOL
05:53
Watt denn? meine_meinung und xxyz haben doch recht:
Wir in NRW (und da gerade wir im Pott) sind doch eh die Loser und Deppen der Nation. Höchste Verschuldung, massenhaft prekäre Arbeitsplätze, im Bildungsvergleich ewig hinten, usw.
Vor was soll ich noch Angst haben? Gut, im Alter ein (schlimmstenfalls dementer) Pflegefall zu werden, ist auch für mich ein fürchterlicher Gedanke. Aber sonst? Soll ich Angst um meinen befristeten Arbeitsplatz haben? Oder dass ich im nächsten Job (falls ich einen kriege) noch schlechter bezahlt werde? *lach* Wofür? Ich kann es eh nicht ändern....
01:28
Studien haben festgestellt, dass in den letzten hundert Jahren die Anzahl der Störche in NRW dramatisch abgenommen hat. Gleichzeitig ist ein signifikanter Rückgang der Geburtenrate festzustellen.
Experten des IFO-Institutes halten dies für einen schlüssigen Beweis dafür, dass Störche die Babys bringen.
22:37
Also nach der Wahlbeteiligung der Wiederholungswahl in Dortmund zu urteilen, ist es eher ein LmaA-Gefühl, das sich verfestigt hat. Der neue Sozialbericht NRW 2012 spricht da ganz andere Wahrheiten aus, die aber natürlich nicht wirklich in die Öffentlichkeit transportiert werden. Die andere Wahrheit ist eigentlich auch die, dass viele Menschen schon glücklich sind, wenn sie alle Kosten wie Miete, Strom, Gas, Versicherungen zahlen konnten und damit die Bedrohung von Obdachlosigkeit und Sperren abgewendet sind. Aber dieser Kampf jeden Monat saugt jegliche Energie für weitergehende Betrachtungen auf.
@narit - was verbreiten sie denn da für Lügen???
So geht das aber nicht!!!
Hanni und Nanni erzählen uns doch ständig, dass es uns dauernd besser geht, weil wir doch jetzt alle in deren fürsorglicher Obhut sind..........
Und den beiden MUSS man doch glauben, geht doch gar nicht anders oder?
So lieb und freundlich und unfähig wie die sind!
21:12
Viele Menschen haben ja auch wenig zu verlieren. Vor was sollen sie dann Angst haben?
Wer nichts hat, hat nicht mal Existenzängste? Das halte ich für ziemlich absurd.
Ich habe keine Probleme mit Geld - nur ohne!
20:49
vielleicht einfach nur die hoffnung aufgegeben...
dafür dass wir pisa so schlecht sind, wir hohe arbeitslosenquoten haben und das wetter in nrw auch recht regnerisch ist sind wir wohl einfach mehr gewohnt...
vielleicht ist die studie auch nur mal wieder totaler unsinn, genauso wie dieser artikel...
20:48
Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe! Was ist da bloss wieder für b.l.ö.d.e.s Zeug veröffentlicht worden.