Ihr Name ist Bond, Mrs. Bond

Sie müssen jetzt nicht sofort wissen, wer Ed Milliband ist. Das ist der Chef der britischen Labourpartei. Aber wissen sollten Sie, dass der Mann mit diesem revolutionären Vorschlag einfach der nächste britische Premierminister werden muss: Milliband will, dass der alte Macho James Bond nach mehr als 50 Jahren im Einsatz durch eine Frau ersetzt wird: Rosamund Pike soll es sein, Engländerin, natürlich, und zuletzt als „Gone Girl“ für einen Oscar nominiert.

Das würde dem verstaubten Agentengerenne und –geballer zweifellos spectre-kuläres neues Leben einhauchen. Bond-Ausstatter „Q“ könnte „008“ mit einer sich automatisch sortierenden Handtasche und einem selbst-rückwärts-einparkenden Seat Ibiza mit Schminkspiegel (schminkt Frauen beim Einsteigen) Vorteile im Kampf gegen das Böse verschaffen.

Als Gegenspielerin böte sich zum Auftakt Frauke Ludowig an, die in „Liebesgrüße aus Bergisch Gladbach“ mit einem Gift namens „RTL“ alle Frauen in Heidi Klums verwandeln will. Johann Lafer soll als diabolischer Koch für die Neuverfilmung von „Ein Quantum Toast“ Interesse angemeldet haben, in dem er die Welt in seinen schrecklichen Soßen ertrinken lässt. Als Bond-Boys sind Justin Bieber und Tim Bendzko im Rennen.

Möge der „Hugo“ also gerührt und nicht geschüttelt werden! Und bei den einschlägigen Erfahrungen, die England gemacht hat, dürfte nicht nur für Ed Milliband feststehen: Lieber eine Frau beim britischen Geheimdienst MI6 als in der Downing Street Nummer 10.