Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Mordprozess

"Ich haben niemanden getötet" - Urteil im Münchner Doppelmord-Prozess fällt Montag

28.09.2012 | 13:37 Uhr
"Ich haben niemanden getötet" - Urteil im Münchner Doppelmord-Prozess fällt Montag
Wegen Doppelmordes muss sich ein 45-jähriger Münchner vor Gericht verantworten.Foto: dapd

München.  Der 45-jährige Angeklagte aus München soll seine aus Angola stammende Ex-Geliebte und die gemeinsame Tochter während eines Urlaubs in Portugal umgebracht haben. Als Tatmotiv gibt die Staatsanwaltschaft an, dass der Mann die Affäre vor seiner Lebensgefährtin geheim halten und keinen Unterhalt für das Kind habe zahlen wollen.

Lebenslange Haft oder Freispruch: Im Prozess um den Doppelmord in Portugal soll am Montag um 13 Uhr das Urteil vor dem Landgericht München fallen. Die Schwurgerichtskammer hatte seit Mitte März gegen einen 45-jährigen Münchner verhandelt, dem die Staatsanwaltschaft den Mord an seiner Ex-Geliebten und der gemeinsamen Tochter vorwirft. Nach dem Willen der Anklagevertretung soll der Angeklagte lebenslang in Haft, die Verteidigung plädiert auf Freispruch.

Den Ermittlern zufolge tötete der gelernte Fluggerätebauer die Frau und das eineinhalb Jahre alte Mädchen während eines Urlaubs in Portugal im Juli 2010. Er habe keinen Unterhalt für das gemeinsame Kind zahlen und die Affäre mit der aus Angola stammenden Frau vor seiner langjährigen Lebensgefährtin verheimlichen wollen, hieß es zum Tatmotiv.

Angeklagter bestreitet Vorwürfe unter Tränen

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe während des ihm zustehenden letzten Wortes unter Tränen zurückgewiesen: "Ich habe niemanden getötet. Ich möchte nicht für etwas bestraft werden, was ich nicht getan habe", appellierte er in der vergangenen Woche an die Richter.

Staatsanwältin Elisabeth Ehrl hatte in ihrem Plädoyer eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert. Sie beantragte zudem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Damit wäre es für den Mann nahezu unmöglich, nach 15 Jahren aus der Haft entlassen zu werden. Ehrl erklärte: "Ich bin der Überzeugung, dass der Angeklagte die ihm zur Last gelegten Taten begangen hat."

  1. Seite 1: "Ich haben niemanden getötet" - Urteil im Münchner Doppelmord-Prozess fällt Montag
    Seite 2: Staatsanwältin zufrieden mit Zeugenaussagen

1 | 2



Aus dem Ressort
Von Fan beleidigt - Morrissey bricht Konzert in Polen ab
Morrissey
Trotz seiner Krebserkrankung tourt der britische Künstler Morrissey weiter durch Europa. Ein Konzert in Polen brach der einstige "The Smiths"-Sänger in dieser Woche ab, nachdem er von Fans wohl beleidigt wurde. Am Montag spielt Morrissey ein Konzert in Essen.
Christmas-Song von „Band Aid 30“ - wohltätiges Fremdschämen
Ebola-Hilfe
30 Jahre nach Erscheinen von „Do They Know It's Christmas“ hat Bob Geldof eine Neuaufnahme des Songs in Auftrag gegeben, um Spenden im Kampf gegen Ebola zu sammeln. Campino (Toten Hosen) trommelte nationale Künstler für eine deutsche Version des Titels zusammen. Über den Text lässt sich streiten.
Menschen in Buffalo kämpfen mit fast zwei Meter Schnee
Schneemassen
Harte Winter sind die Bewohner von Buffalo gewohnt, aber bis zu zwei Meter Schnee sind selten. Langsam reicht es den Menschen, die ihre Haustüren nicht mehr öffnen können. Und am Wochenende drohen wärmere Temperaturen und Regen - keine gute Nachricht.
Tödliche Spritzen aus Langeweile? Pfleger tötete Patienten
Gericht
Ein Krankenpfleger tötet über Jahre Patienten. Gerade steht er zum zweiten Mal vor Gericht. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Ermittler untersuchen zurzeit mehr als 100 Todesfälle. Wieso erst jetzt? Die Angehörigen der Opfer wollen Antworten.
Tübinger Mädchengang verprügelt 13-Jährige und filmt Tat
Prügelvideo
Ein bei Facebook kursierenden Prügelvideo sorgt für Ärger. Es zeigt, wie ein junges Mädchen von einer Mädchen-Gang verprügelt wird. Die mutmaßlichen Täterinnen sind der Polizei bekannt. Trotzdem sind die Beamten besorgt. Denn in Sozialen Netzwerken wurde zu Selbstjustiz aufgerufen.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?