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Wirbelsturm

"Sandy" verwüstet die USA - Mindestens 39 Tote

30.10.2012 | 06:17 Uhr

Washington.   Megasturm "Sandy" hat in den USA mindestens 39 Todesopfer gefordert, Millionen Menschen sind ohne Strom. In New Jersey ließen Wassermassen einen Damm brechen, drei Kleinstädte wurden überschwemmt. Auch Teile New Yorks stehen unter Wasser, bei einem Brand in Queens wurden mehr als 50 Häuser zerstört.

Der Wirbelsturm "Sandy" hat in den Bevölkerungszentren an der Ostküste der USA eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Nach inoffiziellen Regierungsangaben starben mindestens 39 Menschen. In 18 Bundesstaaten hatten über acht Millionen Amerikaner in der Nacht zu Dienstag keinen Strom. Das öffentliche Leben kam streckenweise zum Erliegen.

Die Auswirkungen waren bis weit ins Landesinnere zu spüren. Versicherer beziffern die Schäden auf bis zu 20 Milliarden Dollar.

400.000 Menschen mussten wegen "Sandy" Häuser verlassen

Wie Präsident Obama sagte, wird es noch Tage dauern, bis Normalität zurückkehrt und etwa Verkehrsbetriebe wieder regulär die Arbeit aufnehmen können.

Innerhalb kürzester Zeit liefen die Baugruben am "Ground Zero" voll, als "Sandy" Meerwasser in Hudson und East River drückte.Foto: dapd

Katastrophenschützer rechnen mit weiter steigenden Opferzahlen, da etliche Menschen noch vermisst werden. Am stärksten betroffen ist New York und der angrenzende Bundesstaat New Jersey.

Dort traf das in der Karibik entstandene Sturmtief am Montagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h zuerst auf die Küste und überschwemmte die Kasino-Stadt Atlantic City.

In Manhattan mussten 400.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen, weil der Sturm den Wasserpegel auf die Rekordhöhe von über vier Metern hatte steigen lassen.

Allein in New York fielen mindestens zehn Menschen dem Sturm zum Opfer. 750 000 Menschen waren nach Angaben von Bürgermeister Michael Bloomberg auch am Dienstag noch ohne Strom und Heizung.

Video
Mit Windgeschwindigkeiten um die 130 km/h und anhaltendem Starkregen zieht der Supersturm "Sandy" seit Montagabend eine Spur der Zerstörung durch die Staaten der US-Ostküste. Mindestens 13 Todesopfer sind bisher zu beklagen.

Das U-Bahn-System wurde so schwer beschädigt wie nie zuvor in seiner 108-jährigen Geschichte. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten blieb die Börse im Finanzdistrikt Wall Street wetterbedingt zwei Tage hintereinander geschlossen.

Fünf Atomkraftwerke wegen Sandy vom Netz

Das Unwetter zwang die Behörden dazu, fünf Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen. Im ältesten Reaktor Amerikas, Oyster Creek (Baujahr 1969), wurde Hochwasser-Alarm ausgelöst.

Die Situation dort gilt aus Sicht der Reaktorsicherheitsbehörde in Washington als „noch nicht gelöst“.

In New Jersey evakuierte die Nationalgarde Anwohner nach einem Dammbruch. Etliche Bundesstaaten wurden zu Notstandsgebieten erklärt und von der Regierung in Washington mit Hilfsgeldern unterstützt. 

17.000 Flüge gestrichen

Video
New York, 30.10.12: Während des Supersturms "Sandy" ist in der Nacht zu Dienstag im Stadtteil Queens ein Großbrand ausgebrochen – mindestens 50 Häuser sollen in Flammen aufgegangen sein. Auch die anderen Ostküsten-Regionen melden große Sturmschäden.

Nach Zählung der Luftfahrt-Behörde wurde rund 17.000 Flüge zwischen Boston und Washington gestrichen. Die Hauptstadt selbst kam insgesamt glimpflich davon.

Auswirkungen des Unwetters, das mit starken Schneefällen und Stürmen im Landesinneren am Dienstag noch voll im Gange war, auf die Präsidentenwahl am 6. November sind noch nicht absehbar.

Amtsinhaber Barack Obama wird bescheinigt, den am stärksten mit Toten, Überschwemmungen, Häuserschäden und zusammengebrochener Infrastruktur geschlagenen Bundesstaaten bisher entschlossen zu helfen.

Chris Christie, der republikanische Gouverneur von New Jersey und einer der wichtigsten Unterstützer von Obama-Herausforderer Mitt Romney, sagte im Fernsehen: „Ich will dem Präsidenten persönlich für all seine Hilfe danken.“ (diha/dapd)

Sandy: Szenen der Verwüstung

Kommentare
30.10.2012
23:49
@Pit01
von Hugo60 | #15

Alles eine Frage der Wahrnehmung, der Information und der Manipulation.

Der Große Hurrikan von 1780, "The Great Hurricane of 1780", war der bislang...
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http://www.derwesten.de/panorama/hurrikan-sandy-versetzt-ostkueste-der-usa-in-ausnahmezustand-id7243669.html
2012-10-30 06:17
Sandy,US-Küste,New York,Flut,Hurrikan,Tote
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