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Hurrikan "Sandy" hinterlässt eine Schneise der Verwüstung

31.10.2012 | 07:13 Uhr

Washington.   Wirbelsturm "Sandy" hat ein Chaos von historischem Ausmaß hinterlassen. Mindestens 50 Menschen kamen nach Behördenangaben ums Leben, mehr als 8,2 Millionen Menschen waren ohne Strom. Experten schätzen den wirtschaftlichen Gesamtschaden auf bis zu 50 Milliarden Dollar.

Der Wirbelsturm „Sandy“ hat in den Bevölkerungszentren an der Ostküste der USA eine Spur der Verwüstung hinterlassen . Nach inoffiziellen Regierungsangaben starben mindestens 50 Menschen. In 18 Bundesstaaten hatten über acht Millionen Amerikaner in der Nacht zu Dienstag keinen Strom. Sie müssen möglicherweise noch bis zu eine Woche auf elektrisches Licht und warmes Wasser verzichten. Vielerorts fielen die Mobilfunkdienste aus. Im New Yorker Stadtteil Queens zerstörte ein Großbrand 80 Häuser. "Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass es hier aussieht wie auf Bildern vom Ende des Zweiten Weltkriegs", sagte Bürgermeister Michael Bloomberg. "Das Gebiet ist dem Erdboden gleichgemacht." Das öffentliche Leben kam streckenweise zum Erliegen . Die Auswirkungen waren bis weit ins Landesinnere zu spüren. Versicherer beziffern die Schäden auf bis zu 50 Milliarden Dollar (38,7 Milliarden Euro).

Etliche Menschen werden noch vermisst

Hurrikan
"Sandy" könnte Obamas entscheidender Wahlhelfer werden

„Sandy“ kann dem Präsidenten bei der Wahl nützen – wenn die jetzt einsetzende Nothilfe funktioniert. Mitt Romney bleiben nur tröstende Worte. Jedes falsche Wort in diesen Tagen zu „Sandy“ und den Folgen könne als „durchsichtiges Wahlkampfmanöver“ des Republikaners gewertet werden.

Wie Präsident Obama sagte, wird es noch Tage dauern, bis Normalität zurückkehrt und etwa Verkehrsbetriebe wieder regulär die Arbeit aufnehmen können. Katastrophenschützer rechnen mit weiter steigenden Opferzahlen, da etliche Menschen noch vermisst werden. Am stärksten betroffen ist New York und der angrenzende Bundesstaat New Jersey. Dort traf das in der Karibik entstandene Sturmtief am Montagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h zuerst auf die Küste und überschwemmte die Kasino-Stadt Atlantic City.

Sandy: Szenen der Verwüstung

In Manhattan mussten 400 000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen, weil der Sturm den Wasserpegel auf die Rekordhöhe von über vier Metern hatte steigen lassen. Allein in New York fielen mindestens zehn Menschen dem Sturm zum Opfer. 750 000 Menschen waren nach Angaben von Bürgermeister Michael Bloomberg auch gestern noch ohne Strom und Heizung. Das U-Bahn-System wurde so scher beschädigt wie nie zuvor in seiner 108-jährigen Geschichte. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten blieb die Börse im Finanzdistrikt Wall Street wetterbedingt zwei Tage hintereinander geschlossen.

US-Behörden nehmen wegen "Sandy" drei Atomreaktoren vom Netz

Das Unwetter zwang die Behörden dazu, Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen. Im ältesten Reaktor Amerikas, Oyster Creek (Baujahr 1969), wurde Hochwasser-Alarm ausgelöst. Die Situation dort gilt aus Sicht der Reaktorsicherheitsbehörde in Washington als „noch nicht gelöst“. In New Jersey evakuierte die Nationalgarde Anwohner nach einem Dammbruch. Etliche Bundesstaaten wurden zu Notstandsgebieten erklärt und von der Regierung in Washington mit Hilfsgeldern unterstützt.  Nach Zählung der Luftfahrt-Behörde wurde rund 17 000 Flüge zwischen Boston und Washington gestrichen .  Der Betrieb am New Yorker Flughafen John F. Kennedy soll am Mittwoch eingeschränkt wieder aufgenommen werden. Auch am Newark International Airport in New Jersey sollen um 7 Uhr (Ortszeit) wieder Maschinen starten, wie die beiden Flughafenbehörden in der Nacht mitteilten.

 

Video
New York, 30.10.12: Während des Supersturms "Sandy" ist in der Nacht zu Dienstag im Stadtteil Queens ein Großbrand ausgebrochen – mindestens 50 Häuser sollen in Flammen aufgegangen sein. Auch die anderen Ostküsten-Regionen melden große Sturmschäden.

Die Hauptstadt selbst kam insgesamt glimpflich davon. Auswirkungen des Unwetters, das mit starken Schneefällen und Stürmen im Landesinneren gestern noch voll im Gange war, auf die Präsidentenwahl am 6. November sind noch nicht absehbar.  Amtsinhaber Barack Obama wird bescheinigt, den am stärksten mit Toten, Überschwemmungen, Häuserschäden und zusammengebrochener Infrastruktur geschlagenen Bundesstaaten bisher entschlossen zu helfen.

"Die Zerstörung ist unvorstellbar", sagte der Gouverneur des ebenfalls schwer gebeutelten Bundesstaates New Jersey, Chris Christie. Dort will sich Präsident Barack Obama am Mittwoch ein Bild von den Folgen eines der größten Stürme in den USA seit Jahrzehnten machen. Die betroffenen Regionen bemühten sich trotz der großen Schäden um eine allmähliche Rückkehr zur Normalität.

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Kommentare
04.11.2012
07:44
Hurrikan
von ditku | #5

USA über alles. Dieses Sturm hat schon in der Karibik schlimme Schäden angerichtet.
Hier wird wieder mit zweierlei Maß gemessen.

31.10.2012
15:17
Hurrikan
von RennYuppieRenn | #4

Dont build your house on sandy land...

31.10.2012
09:37
Hurrikan
von Tante.Otti | #3

Manche profilieren sich halt nur über Nähe zu *************** und sogenanten Antifa-Organisationen, welche viele, viele Steuergelder erhalten.

Manchmal muss man etwas Abstand gewinnen oder geht in der Suppe unter.

Wer sich auf Indymedia herumtreibt, der hat diese Distanz wohl unterschritten.

31.10.2012
08:34
Hurrikan
von B.Schmitz | #2

Das Theater hier in Deutschlandum den Hurrikan ist nicht mehr normal. Da werden sogar Sondersendungen geschaltet. Hat Deutschland eigenlich nicht genug Probleme über die berichtet werden können? In Amerika wird mit Sicherheit nicht so ein Theater veranstaltet wenn bei uns alles verwüstet würde.

31.10.2012
07:57
Hurrikan
von hagfri | #1

Wenn man Häuser, wie würden Baracken sagen in Leichtbauweise baut, wenn man Stromnetze als Dauerprovisorieum baut, wenn man Atomkraftewerke trotz Beispiel Japan nicht gegen Wasser schützt, wenn keine Flutbarrieen (Wände) gebaut werden, wenn man in Tiefgaragen parkt, U-Bahnschächte verschliesst, usw. alles Vorsorgemassnahmen die ignoriert werden, trotzdem dort öfters solche Ereignisse auftreten, dann ist alles noch glimpflich abgegangen. Wer glaubt das GSM-Internetnetze sicher sind, der soll weiter träumen. Wäre bei uns nicht anders. Ohne Strom geht garnichts. Diese Infrastruktur gehört in Staatlicher Hand. Nur so ist sichergestellt das es nicht zu so großen Ausfällen kommt. Nicht alles muss bei minimalen Einsatz auch Gewinn noch abwerfen. Die Folgen sind dort sichtbar. Hoffentlich kommen wir nicht auch in die Lage. Der Weg dorthin ist aufgezeichnet..

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