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Hunderte Todesopfer durch Taifun auf den Philippinen

05.12.2012 | 17:21 Uhr
Hunderte Todesopfer durch Taifun auf den Philippinen
Hunderte Todesopfer hat der Taifun „Bopha“ auf den Philippinen geforder. Nach Angaben der Behörden würden noch mehrere hundert Menschen vermisst.

Manila.   Der Taifun „Bopha“ hat im Süden der Philippinen eine Trümmerlandschaft mit vermutlich hunderten Todesopfern hinterlassen. Nach Angaben eines Militärsprechers vom Mittwoch kamen auf der Insel Mindanao mindestens 238 Menschen ums Leben, fast 300 weitere wurden noch vermisst.

Taifun „Bopha“ hat bei seinem zerstörerischen Zug über den Süden der Philippinen bislang mehr als 280 Menschen in den Tod gerissen. Die Behörden warnten vor weiteren Opfern. Hunderte Menschen würden noch vermisst. Mehrere Gebiete seien nach den Überschwemmungen noch immer von der Außenwelt abgeschnitten.

Die schlimmsten Verwüstungen richtete „Bopha“ im Compostela-Tal an. Seit Dienstagmorgen wurden in der Region 151 Todesopfer gezählt, wie Regierungssprecherin Fe Maestre der Nachrichtenagentur AP sagte. Darunter seien 66 Bewohner und Soldaten, die von einer Sturzflut weggerissen wurden, die zwei Notunterkünfte und ein Feldlager in der Stadt New Bataan überschwemmte. Rund 80 Menschen wurden dabei verletzt. „Es ist schwer zu sagen, wie viele noch vermisst werden“, sagte Maestre. „Wir suchen überall.“ Vertreter von Regierung und Militär sprachen von bis zu 319 Vermissten.

Am Mittwoch glich New Bataan einer schlammigen Trümmerlandschaft aus zusammengestürzten Häusern und entwurzelten Bäumen. Vor einer Stadthalle wurden mehrere Leichen aufgebahrt. Ein Mann brach in Tränen aus, als er eine der Plastikplanen von den Todesopfern hob und seinen Sohn entdeckte. Eine Mutter suchte derweil verzweifelt nach ihren vermissten Kindern. „Ich habe drei Kinder“, sagte sie einem Kamerateam schluchzend.

Meldung vom 04.12.2012
Dutzende Tote nach schwerem Taifun über Philippinen

Bei schweren Überschwemmungen durch den Taifun „Bopha“ sind im Süden der Philippinen mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer seien ertrunken, als sich Regenmassen auf einem Berg angesammelt und dann in ein Tal niedergegangen seien, sagte Gouverneur Uy.

„Möglicherweise ganze Familien fortgeschwemmt“

Der philippinische Innenminister Mar Roxas traf derweil in New Bataan ein, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Nach eintägiger Suche von Soldaten und Freiwilligen sei nicht einer der bis zu 319 Vermissten gefunden worden, sagte Roxas dem Fernsehsender ABS-CBN. „Möglicherweise sind ganze Familien fortgeschwemmt worden.“

Schwere Schäden richtete der Sturm auch an den für die Region überlebenswichtigen Landwirtschaftsflächen an. Auf einer Plantage im Compostela-Tal wurden tausende Bananenbäume entwurzelt.

In der nahe gelegenen Provinz Davao Oriental kamen 115 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen durch Überschwemmungen und umstürzende Bäume, wie der örtliche Sprecher Freddie Bendulo mitteilte. 98 Menschen wurden noch vermisst. Die Behörden meldeten 13 weitere Todesfälle in anderen Regionen.

Rund 170.000 Menschen suchten in Notunterkünften Schutz vor dem Unwetter. Wegen des Sturms wurden mehr als 100 Flüge abgesagt. „Bopha“ hatte den Süden der Philippinen am Dienstag erreicht. In zahlreichen Gegenden fiel der Strom aus.

Im vergangenen Dezember hatte ein ungewöhnlich heftiger schwerer Sturm mehr als 1.200 Menschen in den Tod gerissen. (dapd/afp)



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