Houston-Tochter Bobbi Kristina in kritischem Zustand

Sorge um Whitney Houstons Tochter Bobbi Kristina Brown: Die 21-Jährige ist fast ertrunken, ihr Zustand kritisch.
Sorge um Whitney Houstons Tochter Bobbi Kristina Brown: Die 21-Jährige ist fast ertrunken, ihr Zustand kritisch.
Foto: Getty Images (Archiv)
Was wir bereits wissen
Whitney Houstons Tochter Bobbi Kristina Brown wäre fast ertrunken. Ihr Zustand ist kritisch, die Gehirntätigkeit "alarmierend schwach", sagen Ärzte.

Atlanta.. „Sie ist jetzt ein Engel und immer bei mir. Sie gibt mir Kraft und passt auf mich auf.“ Die Sätze stammen von Bobbi Kristina Brown, gesprochen kurz nach dem tragischen Tod ihrer Mutter. Die Sätze stimmen seit Samstagmorgen, 10.30 Uhr morgens, nicht mehr. Drei Jahre, nachdem Pop-Star Whitney Houston in einem Hotel in Los Angeles gefunden wurde, dahingerafft nach langer Drogenkarriere von Kokain, Pillen und Herzschwäche, entging die 21-Jährige nur um Haaresbreite einem ähnlichen Schicksal: Tod in der Badewanne. Ihr Zustand wurde am Sonntagabend als kritisch beschrieben. Ihre Gehirntätigkeit sei "alarmierend schwach", sagten Ärzte dem Internetportal tmz.

Ehemann Nick Gordon und ein Freund fanden Brown in ihrer gemeinsamen Wohnung in Roswell bei Atlanta im US-Bundesstaat Georgia im Badezimmer im Wasser mit dem Gesicht nach unten. Sie atmete nicht mehr. War es ein Schwäche-Anfall oder Organ-Versagen? Oder das Resultat einer Überdosis? Wollte sie sich umbringen? Über die Hintergründe schweigen sich Polizei und Familie bislang beharrlich aus.

Wird das Verhalten der Eltern kopiert?

Was man weiß: Erste Hilfe durch Gordon und kurz darauf lebenserhaltende Maßnahmen durch Sanitäter bewahrten die junge Frau offenbar vor dem sicheren Tod. Die Ärzte im North Fulton Hospital in Roswell, einem Vorort von Atlanta, versetzten sie in ein künstliches Koma. Hinweise auf Drogen oder Alkohol als mögliche Ursache der Tragödie, die in den USA in sozialen Netzwerken eine Welle der Anteilnahme auslöste, wollten die Verantwortlichen bisher nicht bestätigen. Trotz der bekannten Vorgeschichte.

Whitney Houston Schon vor dem weltweit betrauerten Tod der Pop-Diva Whitney Houston, die am 11. Februar 2012 im Alter von nur 48 Jahren kurz vor der Grammy-Verleihung starb, schrieb ihr einziges Kind, hervorgegangen aus der im Drogensumpf untergegangenen Ehe mit dem minder talentierten R & B-Sänger Bobby Brown, Schlagzeilen der bedenklichen Sorte. Mutter und Tochter sollen lange beim selben Dealer „eingekauft“ und später eine Entziehungskur gemacht haben, wussten Zeitungen in Kalifornien und boten Zeugen auf, die sagten: Houston und ihr Ex-Mann hätten mehr als einmal in Anwesenheit ihrer Tochter Crack geraucht. Sowohl an ihrem 18. Geburtstag wie nach der Beerdigung ihrer Mutter habe sich Bobbi Kristina mit Kokain zugedröhnt, berichtet das Magazin „The Daily Beast“.

In mehreren Interviews aus Anlass ihrer Buchvorstellung zeigte sich Houstons Mutter Cissy schon 2013 besorgt, dass ihre Enkelin die Tragödie womöglich nicht überwinden wird und das destruktive (Sucht)-Verhalten ihrer Eltern kopieren könnte. Es wäre nicht der erste Fall. Paula Yates, Ex-Fau von Rockstar Bob Geldorf, starb im Herbst 2000 an einer Überdosis Heroin. Ihre Tochter, Peaches Geldof, Fotomodell, Modekolumnistin und zweifache Mutter, nahm 13 Jahre später ein ähnliches Ende.

Bobby Kristina Brown heiratete Adoptiv-Bruder Nick

Von Bobbi Kristina Brown ist aus den vergangenen drei Jahren wenig Optimistisches überliefert. Gegen den Willen ihrer Großmutter heiratete sie Anfang 2014 ihren Adoptiv-Bruder Nick Gordon, der seit seinem 12. Lebensjahr, damals war Bobbi neun, bei Houston lebte und die Sängerin als seine Mutter empfand. Mit ihrem Vater Bobby Brown, der gestern aus Los Angeles eilends ans Krankenbett seiner Tochter flog, berichtete das gewöhnlich gut informierte Internet-Portal „tmz“, habe sie kaum mehr Kontakt. Zumal seit ihrem 21. Geburtstag eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit in ihr Leben getreten ist. An jenem Tag bekam sie die erste von drei Tranchen ihres Millionen-Erbes aus dem Vermögen ihrer Mutter zugesprochen.

Interview Was auch keine Garantie für Zufriedenheit sein muss. In der Reality-TV-Serie „Houstons On Our Own“ war Bobbi Kristina mehr als einmal betrunken zu sehen. Weil sich die Nachbarn dutzendfach über den ausschweifenden Lebensstil Browns und Gordons beklagten, flogen sie im vergangenen Jahr aus ihrem Appartement. Wenig später kursierten in sozialen Netzwerken Fotos, die Bobbi Kristina stark abgemagert zeigten. Als die Hollywood-Ikone Angela Bassett den vor wenigen Tagen zum ersten Mal im Fernsehen ausgestrahlten Film „Whitney“, eine Verbeugung vor der Sängerin, drehte, protestierte Tochter Bobbi Kristina via Internet lautstark über die Besetzung der Hauptrolle - sie selbst wollte, obwohl schauspielerisch nie in Erscheinung getreten, ihre Mutter spielen. In einem ihrer jüngsten Twitter-Einträge zitierte Brown vor drei Tagen ihr Horoskop: „Fische tun sich schwer, die Wirklichkeit zu akzeptieren. Wenn sie das einmal erkennen, haut es sie total um.“