Höchste Sicherheitsstufe für „Pink-Panther“-Räuber

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Was wir bereits wissen
Brutal und hoch professionell überfällt die „Pink-Panther“-Bande Juweliere. In Essen steht jetzt ein mutmaßliches Mitglied vor Gericht.

Essen..  Justizwachtmeister in Schutzwesten, Polizisten im Saal: Im Landgericht Essen herrschte am Donnerstag höchste Sicherheitsstufe für Slavko P. (28), der am 14. März 2011 einen Juwelier in Marl überfallen haben soll.

Die Staatsanwaltschaft glaubt, in ihm ein Mitglied der brutalen und hoch professionellen „Pink-Panther“-Bande aus dem serbischen Uzice gefasst zu haben. Deshalb fürchtet die Essener Justiz, dass Slavko B. aus dem Gericht befreit werden könnte. Vorgeworfen werden ihm drei Überfälle aus 2008 und 2011 mit einer Beute von 750 000 Euro Beute: zwei in Hessen und die Marler Tat. Dort hatten die Täter auf einen Autofahrer geschossen, um ein Fluchtauto zu bekommen.

Der „Pink-Panther“-Bande werden seit zwölf Jahren hochkarätige Überfälle in Europa, aber auch in Dubai und Tokio zugeschrieben. Slavko P. ist bereits in Wien und Madrid zu je sechs Jahren Haft verurteilt worden. In Österreich stand er unter dem letztlich nicht nachgewiesenen Verdacht, einem 22-Jährigen in den Kopf geschossen zu haben. Das Opfer lebte als Pflegefall und starb sieben Jahre nach der Tat. In Spanien soll P. selbst von einem Juwelier angeschossen worden sein.

Den Namen „Pink-Panther“ bekam die Bande von der Polizei in London, weil – wie im Film mit Peter Sellers – ein teurer Diamantring in einer Cremedose versteckt war.