Hehlerei mit Bildern von Picasso

Grasse..  Eine Bewährungsstrafe von jeweils fünf Jahren für die beiden Angeklagten hat der Staatsanwalt im Prozess um Hehlerei mit Werken von Pablo Picasso gefordert. „Ich habe keinerlei Zweifel an ihrer Schuld“, sagte Staatsanwalt Laurent Robert am Donnerstag in seinem Schlussplädoyer im südfranzösischen Grasse, wie die Zeitung „Nice-Matin“ aus dem Gerichtssaal berichtete. Das angeklagte Ehepaar habe auch das Vertrauen in den Maler und die Erinnerung an ihn beschädigt. Nach den Plädoyers der drei Verteidiger und einem Schlusswort wollte sich das Gericht zur Urteilsberatung zurückziehen.

Picasso-Erben hatten als Zivilkläger den Schlussspurt in dem Prozess um Hehlerei mit Werken Picassos eingeleitet. Vor dem Gericht hatten ein ehemaliger Elektriker und seine Frau zuvor zu erklären versucht, wie sie an den spektakulären Bestand von 271 Picasso-Werken kamen, den sie über mehrere Jahrzehnte in ihrer Garage aufbewahrten.

In dem Prozess hatten mehrere Zeugen angezweifelt, dass Picasso dem Elektriker Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen geschenkt haben könnte. Das jedoch beteuerten die beiden Angeklagten. Der Wert der Werke wird auf insgesamt 60 bis 120 Millionen Euro geschätzt.

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