"Hans mit scharfer Soße": Eine Deutsch-Türkin sucht den Mann fürs Leben

Was wir bereits wissen
Wer leichte romantische Kost liebt, kommt bei der Multkulti-Komödie "Einmal Hans mit scharfer Soße" auf seine Kosten. Die Vorlage schrieb eine Duisburgerin.

Straßburg/Duisburg.. „Einmal Hans mit scharfer Soße“ – das war vor zehn Jahren ein echter Bücher-Hit. Der Duisburger Autorin Hatice Ak­yün gelang es, das Lebensgefühl einer Deutsch-Türkin auf der Suche nach dem Mann fürs Leben zwischen zwei Buchdeckel zu packen. Die heute 46-Jährige traf den richtigen Ton mit ihrer autobiografisch angehauchten Geschichte. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis Film und Fernsehen den Stoff für sich entdecken würden.

Drehbuch-Autorin Ruth Toma setzte Akyüns Vorlage in eine Komödie mit Idil Üner, Adnan Maral, Max von Thun und Steffen Groth um, die voriges Jahr in die Kinos kam. Der Film steht in der Tradition ähnlicher Projekte wie „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ oder „Almanya – Willkommen in Deutschland“. Das Fernsehen griff den Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen und Wertvorstellungen mit der Grimme-dekorierten Vorabendserie „Türkisch für Anfänger“ auf.

Die Konkurrenz setzt auf Wiederholungen

Die Kritik reagierte auf den Film nach dem Akyün-Roman süß-sauer. Zum Vorwurf wurde der Komödie vor allem gemacht, Gags durch Wiederholung zu entwerten. Wer dem Projekt wohlwollte, nannte es „sehr leichter Multi-Kulti-Spaß“.

Das Kino-Publikum fand „Einmal Hans mit scharfer Soße“ eher fade. Am Ende hatten den Streifen etwas über 150 .000 Zuschauer gesehen.

Dass Arte den Film in den zuschauerarmen Sommermonaten zeigt, ist sicher kein Zufall. Die TV-Premiere steigt am Freitag, 20.15 Uhr. Immerhin gibt es kein starkes Gegenprogramm. Die Konkurrenz setzt auf Wiederholungen.

Arte, Freitag, 19. Juni, 20.15 Uhr