Haftbefehl gegen Haupttäter des Neonazi-Überfalls
25.02.2009 | 23:25 Uhr 2009-02-25T23:25:00+0100
Gera. Gegen den mutmaßlichen Haupttäter des Neonazi-Überfalls bei Jena ist Haftbefehl erlassen worden. Der 32-Jährige aus Thüringen sitze nun im Gefängnis in Saarbrücken in Untersuchungshaft. Nach den Demonstrationen in Dresden soll der Verdächtige einem Gewerkschafter ins Gesicht getreten haben.
Gegen den mutmaßlichen Haupttäter des Neonazi-Überfalls auf Gewerkschafter bei Jena ist Haftbefehl erlassen worden. Der 32-Jährige sitze nun im Gefängnis in Saarbrücken in Untersuchungshaft, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Mohrmann am Mittwoch in Gera. Der Mann stamme gebürtig aus Thüringen, lebe aber seit einiger Zeit im Saarland. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs ermittelt. Der Verdächtige bestreitet die Tat.
Auf der Rückreise von einem Aufmarsch Rechtsextremer in Dresden soll er am 14. Februar an einer Raststätte nahe Jena gemeinsam mit anderen einem gewerkschaftlich organisierten Gegendemonstranten schwere Verletzungen zugefügt haben. Der Mann soll seinem auf dem Boden liegenden Opfer mit Schuhen ins Gesicht getreten haben, wodurch dieser einen Schädelbruch erlitt. Der Tatverdächtige habe bereits «erhebliche Vorstrafen», sagte Mohrmann. Er habe mehrfach wegen Diebstahls und Handels mit Betäubungsmitteln im Gefängnis gesessen.
Ein weiterer Verdächtiger
Zudem werde ein 44-Jähriger aus Dillingen verdächtigt, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein, sagte der Oberstaatsanwalt. Gegen ihn bestehe jedoch kein dringender Tatverdacht. Die Polizei habe die Wohnungen beider Männer durchsucht. Dabei seien Kleidungsstücke und Schuhe als potenzielle Beweismittel sichergestellt worden.
Bereits am Dienstag vor einer Woche war außerdem ein Haftbefehl gegen einen am Überfall beteiligten Neonazi aus Schweden erlassen worden. Nach dem Mann werde weiterhin gefahndet, sagte Mohrmann.
Die Ermittlungen dauern an. Es ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht einfach, die einzelnen Taten Personen zuzuordnen. Insgesamt wurden bei dem rechtsextremen Übergriff an der Raststätte Teufelstal sechs Menschen verletzt. Die meisten Mitglieder der etwa 80-köpfigen Gewerkschaftsgruppe hatten sich in ihre Busse retten können. (ddp)
10:23
Verzeihung, Fritzwat, Verweise *hackenzusammenschlag*
10:22
Fritzwat hat doch nur einen Volksempfänger....und auf dem ist die Frequenz 14,88 mhz eingestellt mit den unabhängigen FW-Nachrichten, mit deren Links uns er hier immer erheitert....
08:41
Fritzwat : Hörgerät einschalten, dann hörste was.
02:12
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
19:52
was ist denn daran ein Neonazi?
Das geht doch nicht aus dem Text hervor.
18:33
Gegen die braunen Schlägertruppen sollte nicht nur wegen Körperverletzung und Landesfriedensbruch ermittelt werden, sondern endlich auch wegen organisierter Kriminalität.
Dann könnten nicht nur empfindlichere Strafen ausgesprochen werden, sondern die Ermittlungsergebnisse ggf. auch in ein Verbotsverfahren gegen Naziorganisationen einfließen.
Von Seiten des Staates ist es dringend erforderlich, wesentlich konsequenter gegen den braunen Terror vorzugehen.
17:35
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.