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Urteil

Hacker muss für Nacktfotos von Johansson zehn Jahre in Haft

18.12.2012 | 08:56 Uhr
Hacker muss für Nacktfotos von Johansson zehn Jahre in Haft
Mit Christina Aguilera und Scarlett Johansson hatte sich ein Hacker in den USA prominente Opfer ausgesucht. Foto: Getty

Los Angeles.  Weil er E-Mails von Prominenten wie Scarlett Johansson und Mila Kunis ausspionierte, ist ein amerikanischer Hacker zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der 35-Jährige aus Florida bekannte sich schuldig wegen illegalen Abhörens und unerlaubten Zugriffs auf einen Computer.

Seine Spionage in Computern und E-Mail-Postfächern vieler Hollywood-Stars bringt einen Hacker in den USA für zehn Jahre hinter Gitter. Ein Gericht verurteilte den 36-jährigen US-Bürger am Montag zu dieser Strafe. Wie das Internetportal "TMZ.com" berichtete, muss der Mann aus Florida zudem eine Geldstrafe in Höhe von 76.000 Dollar zahlen.

Im März hatte der Mann sich vor einem Gericht in Los Angeles schuldig bekannt . Ihm wurde unter anderem illegales Abhören und Beschädigung von Computern vorgeworfen. Dem 2011 verhafteten Täter drohten mehr als 60 Jahre Haft.

Scarlett Johansson, Mila Kunis oder Christina Aguilera ausspioniert

Der 36-Jährige hatte gestanden, mehr als 50 Opfer, darunter Scarlett Johansson, Mila Kunis oder Christina Aguilera von November 2010 bis Oktober 2011 ausspioniert zu haben.

Meldung vom 22.03.2012
Nacktfotos von Scarlett Johansson geklaut - Hacker gesteht

Scarlett Johansson staunte nicht schlecht, als die Schauspielerin plötzlich Nacktfotos von sich im Internet fand. Jetzt steht der Hacker, der die Bilder aus ihrem E-Mail-Postfach geklaut und veröffentlicht haben soll, vor Gericht. Auch Christina Aguilera und Mila Kunis gehören zu den Opfern.

Er hackte ihre Konten, griff auf private Fotos und Informationen zu und verbreitete sie im Internet. So tauchten Nacktfotos von Johansson im Netz auf. Die Schauspielerin hatte die Bilder selbst zu Hause vor einem Spiegel mit einer Handykamera aufgenommen.

Auf den Computern seiner Opfer hinterließ der Hacker ein Programm, das jede E-Mail sofort an ihn weiterleitete - egal wie privat und intim. Ein Teil des Materials gab der Mann an Dritte weiter, darunter andere Hacker und Promi-Journale. Die Ermittlungen der Bundespolizei FBI liefen unter dem Namen "Operation Hackerazzi". (dpa/dapd)



Kommentare
18.12.2012
13:17
Demnächst hat sich das Problem erledigt,
von meigustu | #1

der Bundesrat beschloss diese Woche, dass viele deutsche Staatsangestellte demnächst ZUgriff auf Mobilfunkdaten und SMS und MMS bekommen - ganz ohne richterlichen Beschluss.

Ganz wie bei der Kontenabfrage die vor nicht mal 7 Jahren ausschließlich zur Terrorismusbekämpfung eingeführt wurde, dürften sich der Kreis der Abfrageberechtigten schnell erweitern.

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