Günther Jauch verliert Streit wegen Hochzeitsfotos
19.02.2010 | 18:34 Uhr 2010-02-19T18:34:00+0100
Berlin.Günther Jauch ist wegen seiner Privatsphäre vor Gericht gezogen - und hat verloren. In einem langjährigem Rechtsstreit wegen der Veröffentlichung seiner Hochzeitsfotos musste der TV-Moderator jetzt eine Schlappe einfahren. Doch noch will Jauch sich nicht geschlagen geben.
RTL-Moderator Günther Jauch hat eine langjährige juristische Auseinandersetzung mit der Axel Springer AG und der Tochtergesellschaft Ullstein verloren. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Nichtzulassungsbeschwerden von Jauch im Verfahren gegen die Axel Springer AG und die Ullstein GmbH zurückgewiesen, wie das Springer-Medium „Welt Online“ am Freitag berichtete.
Der TV-Moderator hatte wegen der Veröffentlichung eines Fotos vom Sektempfang nach seiner Hochzeit in der „Berliner Morgenpost“ und der Berliner Lokalausgabe der „Welt“ jeweils 130 000 Euro an fiktiven Lizenzgebühren und Schmerzensgeld verlangt.In zwei Instanzen sei er damit gescheitert. Der BGH habe die Nichtzulassung der Revision nun mit „fehlender grundsätzlicher Bedeutung“ des Verfahrens begründet. Die Klagen seien somit rechtskräftig abgewiesen.“
Wir werden deshalb Verfassungsbeschwerde einlegen“, kündigte Jauchs Anwalt Christian Schertz bei „Spiegel Online“ an. Die Auffassung des BGH sei falsch, weil erstmals grundsätzlich zu prüfen gewesen sei, ob wegen einer Verletzung der Privatsphäre nicht nur ein Schmerzensgeld, sondern auch Lizenzgebühren gezahlt werden müssen. (ddp)
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