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Gruner+Jahr verbucht Fehlbetrag von elf Millionen Euro

27.03.2013 | 12:54 Uhr
Foto: /dapd

Das Hamburger Verlagshaus Gruner+Jahr ist im vergangenen Jahr vor allem wegen der Schließung der "Financial Times Deutschland" (FTD) in die roten Zahlen gerutscht. Bei einem leichten Umsatzrückgang hätten hohe Einmaleffekte zu einem Fehlbetrag von elf Millionen Euro geführt, teilte Europas größter Zeitschriftenverlag ("Stern", "Geo", "Brigitte") am Mittwoch mit.

Hamburg (dapd). Das Hamburger Verlagshaus Gruner+Jahr ist im vergangenen Jahr vor allem wegen der Schließung der "Financial Times Deutschland" (FTD) in die roten Zahlen gerutscht. Bei einem leichten Umsatzrückgang hätten hohe Einmaleffekte zu einem Fehlbetrag von elf Millionen Euro geführt, teilte Europas größter Zeitschriftenverlag ("Stern", "Geo", "Brigitte") am Mittwoch mit. 2011 war noch ein Jahresüberschuss von 160 Millionen Euro erwirtschaftet worden.

Der Umsatz sank den Angaben zufolge vor allem aufgrund von Erlösrückgängen in den Anzeigenmärkten für Publikumszeitschriften in Deutschland von 2,3 Milliarden auf 2,2 Milliarden Euro.

Gruner+Jahr hatte Ende vergangenen Jahres seine Wirtschaftsmedien umstrukturiert. Die "FTD" wurde aufgrund fehlender wirtschaftlicher Perspektive im Dezember 2012 eingestellt. Die Zeitung schrieb seit ihrer Gründung im Jahr 2000 Verluste. Die Titel "Impulse" und "Börse Online" wurden Anfang 2013 veräußert. Das Wirtschaftsmagazin "Capital" wird mit verändertem redaktionellen Konzept am Standort Berlin weitergeführt.

Der Verlag will den Angaben zufolge die Restrukturierung seines Print-Geschäfte fortsetzen und gleichzeitig die Investitionen in die Digitalisierung seines Angebots erhöhen. Dies beinhalte auch Portfolio-Maßnahmen und die weitere Fokussierung auf die asiatischen Wachstumsmärkte. Gruner+Jahr gehört zu knapp 75 Prozent Europas größtem Medienkonzern Bertelsmann.

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