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Ölkatastrophe

Größte Ölpest aller Zeiten

03.08.2010 | 07:51 Uhr

Washington.Aus dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko sind seit Beginn der Ölpest am 20. April rund 780 Millionen Liter Rohöl geströmt. Mit der Veröffentlichung dieser Zahlen ist bestätigt: es handelt sich um die größte Ölpest aller Zeiten.

Aus dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko sind seit Beginn der Ölpest am 20. April rund 780 Millionen Liter (4,9 Millionen Barrel) Rohöl geströmt. Mit der Veröffentlichung der bislang genauesten Schätzungen von Wissenschaftlern bestätigte die US-Regierung am Montag, dass es sich um die größte Ölpest aller Zeiten handelt. Das Bohrloch soll ab Dienstag endgültig mit Schlamm und Zement versiegelt werden.

„Insgesamt schätzen die Wissenschaftler-Teams, dass rund 4,9 Millionen Barrel Öl aus dem Bohrloch geflossen sind“, hieß es in einer Erklärung des Krisenstabes aus Vertretern der US-Regierung und des britischen Erdölkonzerns BP. Dabei sei jedoch nicht das ganze Öl und Gas ins Meer geflossen. Durch die von BP unter US-Aufsicht vorgenommenen Maßnahmen hätten 127 Millionen Liter (800. 000 Barrel) Öl bis zur Verschließung des Bohrlochs am 15. Juli aufgefangen werden können. Die Ölpest hatte sich nach der Explosion der BP-Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ am 20. April ausgebreitet.

Abschließende Tests

Bisherige Schätzungen waren bereits von drei bis 5,3 Millionen Barrel ausgelaufenen Öls ausgegangen. Bei der bislang größten Ölpest der Geschichte waren 1979 - ebenfalls im Golf von Mexiko - nach einer Explosion auf der mexikanischen Ölförderanlage Ixtoc Uno 3,3 Millionen Barrel ins Meer geströmt. Bei der Ölkatastrophe vor Alaska, die 1989 durch den Untergang des Tankers „Exxon Valdez“ verursacht worden war, waren 41 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen.

BP traf am Montag mit abschließenden Tests die letzten Vorbereitungen für die Versiegelung des lecken Bohrlochs. „Wir werden die Ergebnisse der Tests auswerten und die nötigen Anpassungen vornehmen“, sagte BP-Vizepräsident Kent Wells in New Orleans. Der „static kill“ genannte Einsatz werde dann wie geplant am Dienstag beginnen und könne bis zum Mittwoch dauern. Die Methode werde jedoch nicht angewandt, wenn die Tests ergeben, dass das aus der Quelle sprudelnde Öl nicht vollständig zurückgedrängt werden könne. „Damit rechnen wir aber nicht“, fügte Wells hinzu.

Bei der „static kill“ genannten Methode soll das Material durch die Verschlusskappe in das Bohrloch eingefüllt werden, mit der das Bohrloch Mitte Juli vorerst verschlossen worden war. Der Konzern will zusätzlich die Versiegelungsmethode „bottom kill“ anwenden. Dabei soll auch ein Entlastungsbohrloch mit Schlamm und Zement verfüllt werden. Dieses Bohrloch soll laut Wells in gut einer Woche bis zu dem ursprünglichen Bohrloch reichen, Ende August könne dann die Versiegelung beginnen. (afp)

DerWesten

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Kommentare
09.08.2010
11:59
Größte Ölpest aller Zeiten
von Sir Robin of Loxlay | #8

......und waschen SIE ihren PKW nicht an der Straße,das gefährdet die Umwelt.......

03.08.2010
20:40
Größte Ölpest aller Zeiten
von feierabend | #7

Man, wenns ums Geld geht ist doch den meisten die Erde total egal: angenommen, es werden in der Barriere Riffs Erdöl gefunden - die chancen stehen schlecht für dieses Paradies, übrigens wie für alle anderen Paradiese ,too.
Nunja, mal ehrlich: Paradiese entstehen, gehen unter, neue entstehen. Genauso, wie neue Arten entdeckt werden, auch die Pflanzen- und Tierwelt untersteht der Evolutuion. Nicht, dass Katastrophen verhindert werden müssen - dennoch sollten wir Menschen uns angewöhnnen, dem ganzen Spektakel realistisch gegenüberzustehen und zu betrachten. Wunderebare Erde und Naturschönheiten geben uns nichts zu essen, zu trinken oder erhalten unsere Zivilisation. Eine Abkehr davon dürfte für die meisten verheerende Folgen haben.....

03.08.2010
10:05
Größte Ölpest aller Zeiten
von Erler | #6

Laut dieser Auflistung liegt der Oil-Spillim Golf von Mexico bestenfalls auf Platz 3. Also doch wieder nur Bronze für Gods own Country.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_bedeutender_Ölunfälle

Warum recherchiert bei der WAZ niemand mehr selbst. Schreibt nicht so viel ab, sondern macht mal selber, ansonsten gleitet Ihr in die Unglaubwürdigkeit ab.

03.08.2010
09:27
Größte Ölpest aller Zeiten
von holmark | #5

Endlich mal wieder ein Superlativ aus den USA. Ich hatte schon die Befürchtung, mit Gods own country gehe es bergab...

03.08.2010
09:15
Blockierter Kommentar.
von Silvia_Bogdanic | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.08.2010
08:44
Größte Ölpest aller Zeiten
von O_O | #3

Alles super! Ich will garnicht wissen wieviel 1000 km verseucht sind und wieviel 1000km noch verseucht werden, wenn das Zeug mit dem Golf-Strom transportiert wird.

03.08.2010
08:36
Größte Ölpest aller Zeiten
von Merkbefreiungserteiler | #2

Klar, @ Speedy - und die Bracke füllnwa in Flaschen ab und verhökernse gewinnbringend als Brillantine!

Sonst noch was? *eyesroll*

03.08.2010
08:09
Größte Ölpest aller Zeiten
von Speedy Gonzales | #1

Ja UND?

Mittlerweile ist die ganze Situation unter Kontrolle, in der USA kann man mittlerweile wieder baden and den relevanten Stellen und die Natur steckt das ganze auch ohne Probleme weg.

Das war das Worst-Case-Szenario?? Hey, das ging doch eigentlich...

Mir sind die sterbenden Vögel total egal - es stirbt sowieso jede Menge Viech jeden Tag um auf dem Esstisch zu gelangen und

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