Greifvögel unter Beschuss
27.02.2009 | 00:03 Uhr 2009-02-27T00:03:00+0100
Düsseldorf. Mäusebussarde, Habichte und Rotmilane werden vermehrt illegal geschossen und durch Giftköder getötet. Die geschützten Tiere leiden vor allem unter der Verfolgung durch Jäger, Brieftaubenzüchter und Geflügelhalter.
Sie werden abgeschossen, qualvoll vergiftet oder durch Fallen erschlagen: Einen „dramatischen Anstieg” illegaler Tötungen von Greifvögeln in Nordrhein-Westfalen beklagt der SPD-Landtagsabgeordnete und Bioökologe Gero Karthaus. Allein von Januar bis Herbst 2008 seien weit mehr Tiere getötet worden als in den gesamten sieben Jahren zuvor. „Trotz des gesetzlichen Schutzes mehren sich die Meldungen”, bestätigt das NRW-Umweltministerium. „Betroffen sind nahezu alle Greifvogelarten, besonders jedoch Mäusebussarde, Habichte und Rotmilane.”
In den wenigsten Fällen konnten bisher die Täter ermittelt werden. Wo es gelang, hatten Jäger, Brieftaubenzüchter und Geflügelhalter aus Konkurrenzneid die Tiere getötet. „Jäger drehen durch, wenn sie Greifvögel sehen”, meint Alexander Heyd, Geschäftsführer des Vereins „Komitee gegen den Vogelmord”. Vor allem Waidmänner, die in erster Linie Rebhühner, Hasen und Fasane schießen wollen, sähen Greifvögel als ihre Gegner an. „In Düren haben wir an einem Tag 40 getötete Vögel gefunden. Da stehen einem schon die Tränen in den Augen”, beschreibt Heyd die Dramatik des Problems.
Dabei richteten weder der ohnehin stark gefährdete Rotmilan noch der Mäusebussard irgendeinen Schaden an. „Der Rotmilan ist ein Aasfresser und tut keinem was”, erläutert Heyd, „aber er ist der Erste, der ausgelegte Giftköder frisst.” Der Mäusebussard ernähre sich hauptsächlich von Mäusen und Würmern, aber leide einfach deshalb am meisten unter der Verfolgung, weil er in großer Anzahl zum Überwintern nach Nordrhein-Westfalen kommt.
"Das Problem existiert europaweit"
„Grausam, tierschutzwidrig und unwaidmännisch” werden Greifvögel getötet, stellt das NRW-Umweltministerium fest und beklagt, dass durch das illegale Treiben „der Erhalt von streng geschützten Tieren nachhaltig gefährdet wird”. Von rund 100 getöteten Tieren in neun Monaten allein an der niederrheinischen Bucht spricht der SPD-Landtagsabgeordnete Karthaus. Das NRW-Umweltministerium ist aber davon überzeugt, „dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt”.
„Das Problem existiert europaweit, aber das Rheinland ist der Schwerpunkt in Europa” sagt Alexander Heyd vom Komitee gegen den Vogelmord. Unter Vogelfreunden ist das „gezielte Abschlachten” der Tiere ein großes Thema und wird höchst emotional diskutiert.
Wie Hexenverfolgung
„Die Greifvogelverfolgung erinnert an die mittelalterliche Hexenverfolgung”, meint Ornithologe Thomas Griesohn-Pflieger, der Redakteur bei einem Fachmagazin für Vogelbeobachtung ist. „Schläger, Schießer und Giftmischer” betrachteten „unser aller Naturreichtum” als ihr persönliches Eigentum. „Es erschüttert mich”, sagt der Vogelfreund, „das so etwas in unserer aufgeklärten Gesellschaft so verbreitet ist.”
10:33
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10:57
An alle verblendeten Tierschützer, Tauben- und Jägerhasser:
Schafft doch mal endlich die Autos und die Autobahn ab. Dort liegen alle paar Hundert Meter Kadaver von toten Greifen - darüber regt sich hier keiner auf , Windräder zur Stromgewinnung dto, Hochspannungsleitungen usw. . Und wo kommen die Tausende von Greife her, die so zu Tode gekommen sind ? Aus bedrohten Beständen - nein, aus Überpopulationen, oft bedingt durch Auswilderungen von vermeindlichen
Tierschützern, die so in die Natur eingreifen und sich dann beschweren - ist schon komisch.
22:35
niemann klaus, Entschuldige bitte, ich meine natürlich nicht dich sondern die Typen: boboy, VenedigMarkusplatz. Diese sind die absoluten von nichts Ahnung habenden Sp...... Solche Typen dürfte ich nicht in die Finger bekommen. Diese sind wohl selber Ratten.
boboy, VenedigMarkusplatz, wir können uns gerne mal treffen und ich werde euch aufklären.
19:13
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13:53
Sollte eingendlich nicht jedes Tier unter schutz stehen??Wat ist mit unseren Brieftauben?Wer zahlt uns die Verluste die durche Greifvögel verursacht werden.?Sollten wir mal den Staat fragen ob wir ne Endschädigung bekommen es wir doch so viel geld für andere Länder und ca. rausgeworfen....
13:29
Wo steht eigentlich geschrieben, wie die Greifvögel verendet sind?
Sind die Greifögel eventuell verhungert, weil sie bei minus 20 Grad nichts mehr zu fressen gefunden haben?
Dann wäre es ein klarer Fall von Überpopulation, den die Natur selbst geregelt hat. Aber darüber denken so einige Tierschützer ja nicht nach, denn für sie zählt nur die eine bestimmte Rasse, die es zu schützen gilt. Die anderen Tierarten interessieren dann in ihren Augen nicht, auch dann nicht wenn für die zu schützende Rasse nicht mehr genügend Grundnahrung vorhanden ist.
Wenn man so einen Artikel mit derartigen Unterstellungen in eine Zeitung schreibt sollte man besser recherchieren und nicht halbe Fakten darlegen, die nur zu Vermutungen verleiten, die manchmal total haltlos sind.
Ausserdem 40 tote Tiere an einem Tag und an einem Ort erscheint mir persönlich für sehr unwahrscheinlich.
13:13
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12:26
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00:00
Tauben = Ratten der Luft ?
Welche Beleidigung für die Ratten!
Wer scheißt denn unsere Städte zu?
Tauben und Hunde! Aber doch nicht die Ratten!
23:40
@niemann klaus hat keine Ahnung von der Planung. Taubenzüchter sind Tierliebhaber und keine wahllosen Greifvogeltöter. Jeder Ausländer ist ja auch nicht kriminell, oder?@niemann klaus schäm dich über die Äußerungen über die Taubenzüchter und über die Äußerung, dass Tauben die Ratten der Lüfte sind (toller Tierfreund).