GEZ-Post für einen Dackel – „Umberto“ sollte Gebühren zahlen
12.07.2011 | 13:16 Uhr 2011-07-12T13:16:00+0200
Essen. Ein Hund in Solingen hat Post von der Gebühreneinzugszentrale bekommen. Er solle seine Rundfunkgeräte anmelden, schrieb die GEZ. Dass versehentlich Haustiere oder nicht existente Personen gemahnt werden, kommt immer wieder vor.
Umberto Engel bekommt Post von der GEZ. Er möge bitte seine Rundfunkgeräte anmelden, schreibt die Gebühreneinzugszentrale – und als er auf den ersten Brief nicht antwortet, folgt die Mahnung. Ob Umberto gerne fernsieht und Radio hört, ist nicht überliefert; fest steht: Er ist ein Rauhaardackel. Sein Frauchen, Manuela P. aus Solingen, wandte sich mit der kuriosen Geschichte an die Bild-Zeitung.
Im vergangenen Jahr habe sie sich einen „Spaß“ erlaubt, im Internet einen Radiowecker auf den Namen ihres Dackels bestellt, berichtet das Blatt. Geliefert wurde das Gerät an P.s Adresse – und genau dorthin schickte die GEZ nun auch ihre Schreiben. „Es gab schon eine Mahnung“, wird Manuela P. bei „Bild“ zitiert. Sie frage sich, „wie die GEZ darauf kommt, meinem Hund eine Zahlungsaufforderung zu schicken.“
Wer sich bei der Gebühreneinzugszentrale informiert, stellt fest: Solche Schreiben an Haustiere , nicht existente oder bereits verstorbene Personen sind kein Einzelfall, auch wenn es „erklärtes Ziel“ der GEZ sei, „die Anzahl der irrtümlich versandten Schreiben so gering wie möglich zu halten“. Gleichwohl komme es leider „gelegentlich“ vor, dass auch Dalmatinerhündin „Molly“ oder eine längst Verstorbene Heilige Walburga Post bekommt.
Adressdaten werden angemietet
Die Hauptfehlerquelle liegt im Ankauf von Adressdaten: Zusätzlich zu den Daten der Einwohnermeldeämter „mietet“ die GEZ auch Daten von großen Adressanbietern an – das ist erlaubt und durch den Rundfunkstaatsvertrag abgesichert. In den Datenpaketen könnten sich jedoch auch nicht existente Gebührenpflichtige einschleichen – etwa, wenn jemand unter falschem Namen an einem Gewinnspiel teilgenommen hat, oder wenn Minderjährige bei Online-Diensten ihr Geburtsdatum verändern. Der Fehler liege damit „beim Adressaten selbst“, heißt es auf der GEZ-Homepage. Adressanbieter und die GEZ müssten schließlich davon ausgehen, dass die Daten korrekt sind.
Die GEZ führt nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Teilnehmerkonten. Sie ist die zentrale Gemeinschaftseinrichtung der öffentlich-rechtlichen Sender von ARD, ZDF und des Deutschlandradios. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 7,5 Milliarden Euro Rundfunkgebühren eingezogen . (shu)
14:20
Die GEZ mietet Daten an? Wie muss ich mir das vorstellen? Sie zahlt eine monatliche Gebühr und gibt die Daten dann nach der Nutzung wieder zurück?
Und woher bitte haben die "großen Adressanbieter" die Daten? Was ist denn da eigentlich mit dem Datenschutz, wenn ich bei einem Versandhandel etwas bestelle und der dann einfach meine Daten an andere Unternehmen "verkauft"?
Lies mal bei der nächsten Bestellung das "kleingedruckte" in den AGBs mit. Da willigt der Kunde der Weitergabe seiner Daten bzw. Verwendung dieser beim Verkäufer mitunter ein.
Außerdem soll es tatsächlich Haustiere geben die Fernsehen schauen oder auch auf das Radio reagieren .... Dumm wenn der Hund oder die Katze auch andauernd an Gewinnspielen teilnehmen, auch wenn diese unter 18 sind. ;-)))
Nachtrag: Bei Gewinnspielen geht es nicht darum den Gewinner glücklich zu machen, sonder meistens um die adressen, je qualifizierter desto bessser (Geburtsdatum, Geschlecht, Beruf, Status ledig/verheiratet/geschieden, keine Wegwerf-E-Mail-Adresse usw.). Je vollständiger der Datensatz, desto wertvoller. Die Preise sind doch nur ein Lockmittel.
17:30
Nur gut, dass mein Kater nie Post von der GEZ bekommen hat, aber der ist ja mit mir umgezogen ganz weit weg
13:49
Auch Kanarienvögel sollen zahlen. Da ist es doch klar, dass alle GEZ-Post in den Papierkorb wandert.
13:29
Adressanbieter und die GEZ müssten schließlich davon ausgehen, dass die Daten korrekt sind.
Kaum ein sinnloseres Statement gelesen, wenn zwei Sätze vorher steht:
In den Datenpaketen könnten sich jedoch auch nicht existente Gebührenpflichtige einschleichen – etwa, wenn jemand unter falschem Namen an einem Gewinnspiel teilgenommen hat, oder wenn Minderjährige bei Online-Diensten ihr Geburtsdatum verändern.
10:52
Solchen halbseidenen Unternehmen wie die GEZ kann man nur das Handwerk legen, wenn man die etablierten Parteien endlich nicht mehr wählt, denn die GEZ und deren Methoden am Rande der Illegalität werden ja durch den Staatsvertrag gedeckt.
Und solange etablierte Parteien folgsame aber abgehalfterte Parteisoldaten in den Landesanstalten entsorgen können. wird sich daran auch nichts ändern.
Also aufraffen und bei den nächsten Wahlen Piraten wählen, dann klappts auch mit der Abschaffung von GEZ und Co.
Klar machen zum versenken :)
06:44
Wofür?
Für den größten Wasserkopf und Selbstbedienungsladen der Nachkriegsgeschichte - die öffentlich-rechtlichen RundfunkAnstalten Deutschlands.
Dieter Nuhr sagte: Wenn man früher Luft im Schädel hatte, kam man in eine Anstalt! Wie Recht er doch hat.
Nachdem ich in Bild online die Story las, habe ich erst mal auf den Namen der Wellensittiche eine Handy-Karte aktiviert. Mal schauen, wann der GEZ-Gebührenbeauftragte an deren Käfig klopft..., um Gebühren für die Rundfunk-Grundversorgung zu kassieren.
06:32
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 7,5 Milliarden Euro Rundfunkgebühren eingezogen...
Wofür ?
00:17
ich hatte heute eine rechnung über 0,00€. natürlich zahle ich nicht und warte die mahnung ab...
22:17
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22:06
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